Eine lange Pause stand unseren zweiten Frauen bevor. Der Sieg im Ligaspiel beim Pelsiner SV lag nun auch schon vier Wochen zurück, das nächste Duell in der Kreisoberliga ist erst für das nächste Jahr angesetzt. Die Pause wollten die Mädels natürlich mit Testspielen überbrücken. Das erste stand am vergangenen Wochenende an, das Team von Spielertrainerin Anne Räther empfing dafür im heimischen Volksstadion den SV 1950 Gransebieth. Für die eine oder andere Neue war dies die Gelegenheit auf sich aufmerksam zu machen. Und das Spiel fing auch richtig gut an. Vom Anpfiff weg setzten unsere Mädels die Gäste unter Druck, gaben Vollgas nach vorne. Doch wie schon in der Liga fehlte einfach die Konsequenz im Abschluss. Und wenn man die Dinger vorne nicht macht, kriegt man sie meist hinten. Fast folgerichtig ging Gransebieth nach 26 Minuten auch in Führung. Michelle Empen hatte in der Folge die Faxen dicke und sorgte mit einer tollen Einzelaktion fast im Gegenzug für den Ausgleich.

„Ich denke eigentlich hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, sagte Verteidigerin Henrike Grimm nach dem Spiel und fügte an: „Wir waren die bessere Mannschaft. Gransebieth hat seine Chancen gut genutzt, uns hat dann am Ende häufig die letzte Konsequenz und Präzision im Zug zum Tor gefehlt. Wie leider so oft diese Saison.“ Damit spielt sie auch auf den Gegentreffer Anfang der zweiten Halbzeit an, durch den Gransebieth wieder in Führung ging. Auch danach blieb unser GFC weiter spielbestimmend, doch der erneute Ausgleich wollte einfach nicht mehr fallen. „Wir haben oft nochmal quer gelegt, obwohl der Abschluss vielleicht die bessere Option gewesen wäre“, so Grimm weiter. Am Ende blieb es beim 1:2 und unsere Mädels gingen als Verliererinnen vom Platz. Nichtsdestotrotz war es ein Spiel, das nochmal aufgezeigt hat, woran das Team im Training arbeiten muss. Und auch für Neuzugänge sind solche Testspiele immer gut. „So können wir ihnen Spielpraxis bieten. Ich würde auch sagen, dafür, dass es für viele das erste Spiel überhaupt oder eben nach langer Zeit war, haben sie es alle auch ganz gut gemacht“, so Henrike abschließend. Am kommenden Sonntag geht es für die zweiten Frauen dann zum nächsten Test nach Franzburg, viel Erfolg Mädels!

Fünf Tore in sechs Minuten

Unsere ersten Frauen bestritten am Wochenende ebenfalls ein Heimspiel. Für sie ging es in der Verbandsliga gegen Anker Wismar. Im Hinspiel setzten sich unsere Mädels mit 15:0 durch, ein Kantersieg. Vielleicht war genau dieser auch das Problem in Halbzeit eins. „Die erste Hälfte war sehr mittelmäßig. Wir haben uns zu häufig verrannt, waren nicht konsequent genug. Vielleicht haben wir uns zu sehr darauf eingestellt, dass es wieder ein 15:0 wird. Aber dazu war Wismar dieses mal zu stark“, bilanzierte Trainerin Madlen Burmeister. Zwar hatten unsere Mädels auch Chancen, jedoch resultierten diese zumeist aus Weitschüssen, die für Wismars Torhüterin Justine Spierling aber keinerlei Problem darstellten. „Nein, das brauchte man bei ihr an diesem Tag nicht versuchen, sie hat wirklich gut gehalten“, so Burmeister weiter. In der 17. Minute war es dann aber doch passiert. Nach einigen guten Aktionen spielte Mona Ebermann das Leder zu Ricarda Mumm, die im Hinspiel bereits vier Treffer erzielte, und die schob den Ball zum 1:0 ins Tor. Mit auf dem Platz war an diesem Tag auch Jette Schramm. Jette hatte am Tag zuvor ihren 15. Geburtstag gefeiert und war mit Sondergenehmigung endlich spielberechtigt. Zuvor hatte sie bei unserem GFC in den Nachwuchsmannschaften stets mit Jungs zusammen gekickt, nun gab sie ihr Debüt bei den ersten Frauen. „Ein bisschen Aufregung war natürlich dabei, aber ich bin mit meiner Leistung insgesamt zufrieden. Luft nach oben ist ja immer. Aber es ist großartig endlich offiziell zur Mannschaft zu gehören“, freute sich Jette.

Mit dem 1:0 ging es auch in die Pause. Danach wurde dann umgestellt. Jette verließ das Feld für Clara Ortegon Salas, Neuzugang Paula Bartl rückte dadurch auf der linken Seite eins nach vorne. „So hatten wir offensiv mehr Durchschlagskraft, Paula hat ein mega Spiel gemacht. Sie ist sehr viel gelaufen, hat viele wichtige Zweikämpfe gewonnen und sich offensiv gut eingeschaltet. Aber auch Jette ist eine super Verstärkung, wir müssen sie aber noch ein bisschen besser ins Spiel bekommen, daran müssen wir arbeiten“, so Madlen Burmeister. Auch die andere Jette, Jette Gutzeit, kam wenig später auf den Platz und auf ein mal lief es rund bei unseren Mädels. Binnen lediglich sechs Minuten erzielten sie satte fünf Treffer. Paula Bartl und Mona Ebermann waren erfolgreich, hinzu kam ein Dreierpack von Katrin Ringwald, die sich damit an die Spitze der Torjägerinnenliste setzte. „Ja, plötzlich platzte der Knoten irgendwie. Wir waren einfach danach viel zielstrebiger nach vorne und haben die Pässe genauer gespielt“, sagte Ringwald, die das Team erstmals als Kapitänin auf das Feld führen durfte. „Ja, das hat sich natürlich gut angefühlt und ich freue mich umso mehr, dass wir gemeinsam drei Punkte holen konnten“, so Katrin Ringwald weiter. Ein Tor fiel bis zum Schlusspfiff noch, Johanna Grube sorgte in der 83. Minute für den Endstand von 7:0.

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, wir haben zwar nicht so viele Tore gemacht wie im letzten Spiel gegen Wismar, aber Anker hat sich in den letzten Spielen auch enorm verbessert und hat es uns heute vor allem in der ersten Halbzeit wirklich schwer gemacht hat“, fasste Katrin zusammen. Und auch Madlen Burmeister lobte die Leistung der Gäste: „Ich muss Wismar wirklich ein Kompliment machen. Das war eine viel bessere Leistung als noch im Hinspiel, sie haben wirklich gut an sich gearbeitet.“ In der kommenden Woche geht es für unsere Mädels gegen die HSG Warnemünde. Im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison unterlagen wir mit 0:6. „Dafür wollen wir uns natürlich revanchieren. Ich sehe uns schon auch als Top-Team und wir haben die Gelegenheit das nun zu zeigen. Wir werden selbstbewusst auftreten und wollen mindestens ein Remis, am liebsten aber den Sieg“, sagte Burmeister. Auch Jette Schramm wird dann wieder mit von der Partie sein und möchte alles dafür geben, den Platz an der Tabellenspitze der Verbandsliga zu halten. „Ich möchte das Team mit vielen guten Aktionen unterstützen. Und natürlich freue ich mich sehr auf dieses Spiel und hoffe auf die nächsten drei Punkte“, so die 15-Jährige. Anstoß zu diesem Heimspiel ist am kommenden Sonntag um 12 Uhr in unserem Volksstadion. Kommt und unterstützt unsere Frauen bei diesem richtungsweisenden Spiel!


Aufstellung: Schieback – Mumm, Schuster(53. Gutzeit), Bartl(83. Indorf) – Bürger(60. Wiechmann), Grube, Schramm(51. Salas) – Ringwald, Ebermann


Tore:

1:0 Mumm(17.)

2:0 Ringwald(57.)

3:0 Bartl(58.)

4:0 Ringwald(59.)

5:0 Ringwald(60.)

6:0 Ebermann(63.)

7:0 Grube(83.)

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