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Wir hatten ja bereits unlängst vermeldet, dass unser ehemaliger U15-Trainer Peter Mihajlovic unsere zweite Herrenmannschaft übernommen hat. Nun haben wir auch endlich einen Nachfolger gefunden und das ist niemand geringeres als Robert Gerhardt. Robert kommt von der U19 des 1. FC Neubrandenburg, mit der er in der vergangenen Saison den 7. Platz in der Regionalliga belegt hatte. „Das war schon außergewöhnlich. Ich glaube das letzte Mal war das vor 14 Jahren in Neubrandenburg der Fall, dass überhaupt ein einstelliger Platz dort erreicht wurde. Wir haben eine super Saison gespielt, super zusammengehalten, eine gute Trainingsbeteiligung gehabt. Dazu haben wir für die eine oder andere Überraschung gesorgt. Ich sage, wenn wir Aue nicht geschlagen hätten, wären die aufgestiegen“, so Robert zufrieden. Nun aber soll es in eine neue Richtung gehen. Eigentlich wollte er ja wieder in den Herrenbereich, dann aber kam die Anfrage unseres Greifswalder FC. „Wir standen seit Ende Mai in Kontakt und da musste einfach noch vieles geklärt werden. Ich habe seit dem 7. Juni einen neuen Job angenommen und das hat sich jetzt erst so richtig vereinbaren lassen und deshalb hat es nun endlich geklappt. Vor elf Jahren hatte ich mal eine C-Jugend für ein halbes Jahr in Neustrelitz. Und irgendwie fühlt es sich jetzt an, als ob sich da ein Kreis für mich schließt, deshalb freue ich mich da jetzt sehr drauf“, so Gerhardt weiter.

Im Nachwuchs kennt er sich bestens aus. Bei der TSG Neustrelitz hat er damals selbst gekickt. „Ich war auch gar nicht so schlecht. Es gab auch mal Anfragen aus Neubrandenburg und Rostock“, erinnert sich der heute 32-Jährige und fügt an: „Dann kommt man aber irgendwann in das Alter, von dem wir hier jetzt auch reden, wo andere Interessen so ein bisschen aufkommen. Da hat das dann mit dem Trainer auch nicht ganz so gepasst. Dann habe ich mich entschieden aufzuhören und hab freizeitlich weitergekickt. Irgendwann hatte ich dann einen Mittelfußbruch und hab dann was anderes machen wollen. Mit 21 hab ich mich dann entschlossen in die Trainerrichtung zu gehen, elf Jahre später stehe ich nun hier“, erzählt Robert. Bereits früh fing er daher in Neustrelitz mit seiner Trainertätigkeit an. Nach dem halben Jahr bei der C-Jugend erlebte er eine sehr erfolgreiche Zeit mit der U13 der TSG. „Mit der habe ich auch mal am Knabenturnier teilgenommen. Wir konnten im Elfmeterschießen den Hamburger SV schlagen und gewannen in der Staffel auch mit 1:0 gegen Borussia Dortmund. Das ist schon nochmal ein anderes Erlebnis, wenn da 3.500 Zuschauer grölen und man sein eigenes Wort kaum versteht“, so Gerhardt. Im Anschluss ging es dann zur U17, wo er nach dem Aufstieg in die Verbandsliga ein Jahr später auch noch den Landespokal gewinnen konnte.

„Mir ist es unglaublich wichtig, dass wir als Mannschaft auftreten“

Die Karriereleiter bei der TSG Neustrelitz stieg der gelernte Sport- und Fitnesskaufmann immer weiter hinauf. Nach der U17 folgte seine Zeit als Co-Trainer im Herrenteam. Nebenbei stieg er vom Verbandssportlehrer des Vereins auch zum Geschäftsstellenleiter auf. Dann aber sollte eine Veränderung her. „Ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht, das war toll. Aber ich wollte einfach auch mal etwas anderes machen. Ich hab mich darum entschieden bei der AOK zu arbeiten. Da war ich jetzt zwei Jahre und bin nun seit Anfang Juni bei der IKK in Neubrandenburg im Service tätig. Es macht mir unheimlich Spaß, den Leuten zu helfen, mit ihnen zu sprechen. Und das mache ich ja im Fußball genauso gerne“, sagt Robert. Nun wird er mit der U15 also Jungs in einem eher speziellen Alter übernehmen. Aber Robert weiß genau, wie er sie anpacken will. „Zunächst mal steht der Spaß im Vordergrund. Den dürfen sie nie verlieren, denn durch Spaß am Fußball kann man auch noch ganz ganz viel wecken“, sagt Robert Gerhardt und ergänzt: „Wichtig ist bei allem Spaß aber eben auch, dass es läuft. Ansonsten ist es aber schon ein Alter, in dem die Jungs es auch brauchen, mal in den Arm genommen zu werden, also dass man schon mal eine väterliche Rolle einnimmt. Aber das liegt mir ganz gut.“ Und auch an Emotionen lässt es Robert nicht mangeln. „Ja, ich bin sehr aktiv an der Seitenlinie. Mir ist es aber unglaublich wichtig, dass wir als Mannschaft auftreten. Egal wo ich war, ich habe darauf immer großen Wert gelegt, dass wir zusammenhalten, dass wir an einem Strang ziehen“, erzählt der neue U15-Coach. Er verspricht zudem attraktiven Offensivfußball in der kommenden Verbandsligasaison, bei dem die Defensivarbeit aber natürlich nicht vernachlässigt werde. Die neue Saison könne er jetzt kaum noch erwarten. „Hier in Greifswald entsteht ja jetzt nun mal richtig was, das merkt man, wenn man hierher kommt. Das ist schon eine richtige Wucht und ich freu mich einfach jetzt hier zu sein“, so Gerhardt. Und wir freuen uns, dass du da bist Robert. Willkommen in der GFC-Familie!

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