Spielbericht Halbfinale

Allgemeine Daten

Datum Mi, 01.05.2024 17:30 Uhr Anstoß 17:30

Stadion Sportplatz West Kühlungsborn

Zuschauer 999

Schiedsrichter Michael Bernowitz

Assistenten Florian Markhoff, Tobias Grzelka, Klaus-Dieter Hintze

Greifswalder FC

5 : 2

FSV Kühlungsborn FSV Kühlungsborn

Aufstellung

Werner – Kratzer, Adewole, Rüh, Bandowski (118. Kubitz) – Wulff, Sanin (85. Kocer), Daedlow (46. Vogt), Eichinger (46. Cabrera) – Manske (116. Rosenberg), Eshele

Trainer

Lars Fuchs

Gelbe Karten

Aufstellung

Heskamp – Wilke (113. Fiedler), Plate, Krötsching, Hagedorn (96. Bartsch) – Klotzsch (90.+2), Penzenstadler (90.+2 Franke), Leutert (92. Repenning), Lübke – Fogel, Hartig

Trainer

Robert Franke

Gelbe Karten

Tore

Greifswalder FC 7. Adewole 1 : 0 90. Bandowski 2 : 1 106. Eshele 3 : 2 116. Eshele 4 : 2 118. Cabrera 5 : 2

FSV Kühlungsborn 72. Hartig 1 : 1 90. Fogel 2 : 2

Bericht

Es war ein echter Kampf: Unser Greifswalder FC ist durch einen 5:2-Sieg nach Verlängerung beim FSV Kühlungsborn ins Finale des Landespokals eingezogen. Nach der frühen Führung konnten unsere Jungs ihre eigentliche Überlegenheit nicht wirklich ausnutzen und so witterte die Heimmannschaft ihre Chance. Am Ende fehlte bei den Kühlungsbornern allerdings die Kraft und der GFC drehte noch einmal auf.

Gleich auf acht Positionen tauschte unser Trainer die Startformation im Vergleich zum 1:0-Sieg beim Berliner AK durch. Lediglich Kratzer, Manske und Daedlow begannen erneut.

Der Start der Partie verlief aus Greifswalder Sicht dann nach Maß. Unsere Jungs machten viel Druck und belohnten sich in Person von Adewole, der nach einer Ecke per Kopf traf. Danach verlor der GFC allerdings an Spielkontrolle und der FSV Kühlungsborn wurde mutiger. So erspielte sich der Außenseiter auch einige gute Möglichkeiten. Am Ende von Durchgang eins sah es dann wieder besser aus und unsere Jungs dominierten das Geschehen.

Der zweite Durchgang startete dann gleich mal mit einem Weckruf für den GFC, denn Fogel traf aus 25 Metern mit einem satten Freistoß die Latte. Das sollte zunächst aber die einzige Chance für den FSV gewesen sein, denn unsere Greifswalder hatten in der Folge alles im Griff. Trotzdem fiel fast aus dem Nichts der Ausgleich Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Ballverlust im Aufbauspiel. Hartig lief frei auf Werner zu, der zum 1:1 traf.

Als schon alle Zeichen auf Verlängerung standen, kam der Ball zu Bandowski, der auf links ansetzte und per Bogenlampe über den Torwart hinweg ins lange Eck traf. Im Interview danach verriet er, dass das genau so gewollt war. Es sollte aber tatsächlich noch nicht der Sieg für unseren GFC sein: Mit der letzten Aktion trat Fogel einen ähnlich starken Freistoß wie kurz nach der Pause – mit dem Unterschied, dass der Ball diesmal von der Latte ins Tor flog.

In der Verlängerung ließen die Kräfte bei den Hausherren sichtlich nach. Durch die ersten 15 Minuten konnte sich der FSV noch schleppen, in der zweiten Hälfte profitierten unsere Jungs dann von der konditionellen Überlegenheit. Erst traf Eshele doppelt, den Schlusspunkt setzte dann Cabrera.

Unterdessen sah unser Trainer nach dem 2:2-Ausgleich des FSV Kühlungsborn die rote Karte.

FSV Kühlungsborn – Greifswalder FC 2:5 n.V. (0:1, 2:2)

Greifswalder FC: Werner – Kratzer, Adewole, Rüh, Bandowski (118. Kubitz) – Wulff, Sanin (85. Kocer), Daedlow (46. Vogt), Eichinger (46. Cabrera) – Manske (116. Rosenberg), Eshele

FSV Kühlungsborn: Heskamp – Wilke (113. Fiedler), Plate, Krötsching, Hagedorn (96. Bartsch) – Klotzsch (90.+2), Penzenstadler (90.+2 Franke), Leutert (92. Repenning), Lübke – Fogel, Hartig

Tore: 0:1 Adewole (7.), 1:1 Hartig (72.), 1:2 Bandowski (90.+1), 2:2 Fogel (90.+3), 2:3, 2:4 Eshele (106., 116.), 2:5 Cabrera (118.)

Rote Karte: Fuchs (90.)

Zuschauer: 999

Schiedsrichter: Michael Bernowitz

Vorbericht

Nun sind wir also wieder an demselben Punkt wie vor einem Jahr angelangt: Es steht für uns das Landespokal-Halbfinale an. Damals endete der Traum vom Pokalsieg, dieses Mal soll er weiterhin leben. Dafür führt der Weg allerdings nicht wieder nach Ueckermünde, sondern ins wunderschöne Ostseebad Kühlungsborn. Die Erinnerungen an die bittere 1:2-Niederlage aus dem Vorjahr sind natürlich bei vielen GFC-Fans immer noch präsent, sind dadurch nicht nur wichtige Einnahmen weggefallen, sondern auch mindestens ein Highlightspiel im DFB-Pokal. Schmerzhaft war zudem, dass das Landespokalfinale ausgerechnet in unserem Volksstadion ausgetragen wurde und wir dabei zuschauen mussten, wie die Spieler des Rostocker FC den Pokal in die Höhe streckten. In diesem Jahr haben wir die Chance, es besser zu machen, denn Austragungsort des Endspiels wird erneut unser Wohnzimmer sein. Am Mittwoch soll es dann gegen den FSV Kühlungsborn von Anfang an keine Zweifel geben, wer in das Finale einziehen wird.

AUSGANGSLAGE – VIER TEAMS WOLLEN DEN TITEL

89 Mannschaften starteten im August in die Landespokal-Saison, rund acht Monate später sind noch vier Teams übrig. Dazu zählen neben unserem Greifswalder FC und Halbfinal-Gegner FSV Kühlungsborn auch noch Verbandsligist SpVgg Torgelow-Ueckermünde, die der Nachfolgerverein von Einheit Ueckermünde sind, sowie Oberligist TSG Neustrelitz. Während unsere Partie in Kühlungsborn erst um 17:30 Uhr angepfiffen wird, erfolgt der Anstoß im anderen Halbfinale in Ueckermünde bereits um 14 Uhr. Von den vier Vereinen, wie sie in ihrer heutigen Form existieren, konnte bislang nur die TSG Neustrelitz den Pokalgewinn feiern, dafür aber gleich viermal (2007, 2008, 2013, 2022). Denkwürdig war aus Greifswalder Sicht dabei vor allem der letzte Sieg im Jahr 2022, bei dem die Neustrelitzer unseren GFC im Elfmeterschießen bezwingen konnten. Der Greifswalder FC und der Landespokal – es ist noch keine Erfolgsgeschichte.

UNSER TEAM – WIEDER KRÄFTIGE ROTATION?

Vor dem Viertelfinale gegen den FC Schönberg kündigte unser Trainer Lars Fuchs an, auf die große Rotation verzichten zu wollen. Am Ende wurde die Startformation dann aber doch im Vergleich zum vorherigen Ligaspiel auf gleich sieben Positionen verändert. Die älteren Spieler um Soufian Benyamina und Guido Kocer bekamen gar eine komplette Pause und standen gar nicht erst im Kader. Gut möglich also, dass es bei allem Respekt vor dem Gegner wieder zu etwas mehr Rotation kommen könnte, zumal auch die vermeintliche zweite Reihe in den letzten Wochen bewiesen hat, dass sie da ist, wenn sie gebraucht wird. Dabei hat unser Trainer auch die Qual der Wahl, denn alle Spieler sind einsatzbereit.

FSV KÜHLUNGSBORN – POKALSPIELE werden zu FESTTAGEn

In der Verbandsliga läuft es in der aktuellen Spielzeit nicht wirklich für den FSV Kühlungsborn. Das Team aus dem Ostseebad bleibt hinter den Erwartungen zurück und muss mit lediglich 22 errungenen Zählern aus 24 Partien eher noch in Richtung Tabellenkeller schielen. Fast schon konträr dazu verlaufen allerdings die Partien im Landespokal. Diese Spiele werden in Kühlungsborn in dieser Saison zu Festtagen. In der 2. Runde besiegte der FSV den Titelverteidiger Rostocker FC mit 1:0, im Achtelfinale Ligakonkurrent MSV Pampow mit 10:9 (2:2) nach Elfmeterschießen und im Viertelfinale den FSV Bentwisch mit 2:1.

Bei diesem Duell war die Pokal-Euphorie in Kühlungsborn schon deutlich zu spüren, waren doch ganze 650 Zuschauer statt normalerweise um die 120 live mit dabei. Gegen unseren GFC wird diese Marke garantiert nochmals übertroffen, die höchstmögliche Kapazität liegt bei 999 Zuschauern.

FUN FACT – NICLAS KUBITZ ALS KÜHLUNGSBORN-EXPERTE

Zugegebenermaßen ist der Begriff Kühlungsborn-Experte etwas übertrieben, dennoch trifft er auf Niclas Kubitz in unserem Kader noch am ehesten zu. Der 23-Jährige ist der einzige Spieler, der in dieser Saison bereits zweimal gegen den FSV Kühlungsborn gespielt hat. Dabei half er jeweils bei unserer zweiten Mannschaft aus. Beide Partien endeten übrigens 2:2, ein Ergebnis, was im Pokal logischerweise nicht möglich wäre.

* Noch nicht terminiertes Spiel. Datum und Uhrzeit können sich ändern.