Spielbericht Halbfinale
Allgemeine Daten
Datum Di, 28.04.2026 18:00 Uhr Anstoß 18:00
Stadion Volksstadion
Zuschauer 4783
Schiedsrichter Christoph Dallmann
Assistenten Tobias Grzelka, Samuel Riebau
Greifswalder FC
0 : 1
FC Hansa Rostock
Aufstellung
Jakubov – Wagner, Strietzel (81. Eglseder), Kaizer, Eder, Farr – Richardson, Lämmel (81. Vierling), Daedlow (58. Vogt) – Benyamina, Bokake Bolufe (58. Atilgan)
Trainer
Björn Lipfert
Gelbe Karten
Aufstellung
Uphoff – Bergh, Wallner, Carstens, Neidhart – Dirkner, Fatkic (86. Schuster), Kunze (58. Dietze), Lebeau (58. Krauß) – Kinsombi, Hummel (72. Voglsammer)
Trainer
Daniel Brinkmann
Gelbe Karten
Tore
Greifswalder FC
FC Hansa Rostock 90. Voglsammer 0 : 1
Bericht
Nach 90 Minuten Kampf müssen wir uns im Landespokalhalbfinale bei bestem Fußballwetter nur knapp gegen den Titelverteidiger aus Rostock geschlagen geben. Das entscheidende Tor erzielte bei der 0:1-Niederlage Andreas Voglsammer in der Nachspielzeit.
Zu Beginn wurde der FC Hansa seiner Favoritenrolle nicht gerecht, sodass unser GFC die ersten beiden Torannäherungen für sich verbuchen konnte. Erst war es aber Carstens, der einen Abschluss verhindern konnte (5.), dann hatte Uphoff nach einer Greifswalder Ecke das letzte Wort (14.).
Nach fast 25 Minuten fanden die Gäste schließlich auch in die Partie. Kunze kam über rechts und brachte den Ball mit einer Mischung aus Flanke und Torschuss auf Jakubovs Kasten. Hummel war mit eingelaufen, aber unsere Nummer 1 streckte sich und war vor Hansas Stürmer am Ball (24.). Kurz darauf bekamen die Rostocker einen Freistoß zugesprochen. Fatkic versuchte es direkt, aber auch er scheiterte an Jakubov (29.).
Hansa war jetzt besser im Spiel und drückte auf die Führung. Diesmal war es Neidhart mit der Flanke. Hummel wartete am zweiten Pfosten, stieg hoch zum Kopfball, konnte sich am Ende aber nicht gegen seine Gegenspieler durchsetzen, sodass das Spielgerät an Jakubovs Kasten vorbeiging (38.). Nach der Pause erwischte der GFC erneut den besseren Start. Erst scheiterte Kaizer allerdings an Uphoff (52.), dann verpasste Benyamina nur knapp das Spielgerät (54.).
Rund zehn Minuten später tauchte auch Hansa schließlich wieder vorm gegnerischen Tor auf. Nach einem Ballverlust von Hummel versuchte Fatkic, den Ball aus 16 Metern aufs Tor zu bringen. Sein Schuss ging allerdings darüber (63.). Ebenso erging es Kinsombi, der versuchte, einen Freistoß direkt zu verwandeln (71.).
Lange passierte dann auf beiden Seiten nichts mehr und es sah schon danach aus, als würde es in die Verlängerung gehen. Dann kam jedoch Voglsammer im Strafraum an den Ball und traf mit Beginn der Nachspielzeit zum 0:1 (90+1.). Somit scheiden wir am Ende sehr bitter aus dem Pokal gegen den Favoriten aus Rostock. Dennoch konnten unsere Jungs lange mithalten und Hansa mehr als nur ärgern.
Am Samstag, 02.05.2026 geht es in der Liga weiter beim FC Eilenburg (Anstoß 14 Uhr), ehe wir nur eine Woche später Lok Leipzig im Volksstadion begrüßen dürfen (Sonntag 10.05.2026, 14 Uhr).
Greifswalder FC – FC Hansa Rostock: 0:1 (0:0)
Greifswalder FC: Jakubov – Wagner, Strietzel (81. Eglseder), Kaizer, Eder, Farr – Richardson, Lämmel (81. Vierling), Daedlow (58. Vogt) – Benyamina, Bokake Bolufe (58. Atilgan)
FC Hansa Rostock: Uphoff – Bergh, Wallner, Carstens, Neidhart – Dirkner, Fatkic (86. Schuster), Kunze (58. Dietze), Lebeau (58. Krauß) – Kinsombi, Hummel (72. Voglsammer)
Tore: 0:1 Voglsammer (90+1.)
Zuschauer: 4.783
Schiedsrichter: Christoph Dallmann
Vorbericht
Natürlich ist es ein Highlight, natürlich freuen wir uns auf das große Spiel gegen den F.C. Hansa Rostock. Unser Greifswalder FC hat die Möglichkeit am Dienstagabend ins Endspiel des diesjährigen Landespokales einzuziehen und im eigenen Volksstadion dann um den Titel zu spielen. Bereits im Jahr 2024 war das der Fall und unsere Jungs durften am Ende den Pokalsieg gegen die TSG Neustrelitz bejubeln. Um auch dieses Jahr wieder das Finale zu erreichen, müsste aber alles passen. Der absolute Top-Favorit aus Rostock wird das Spiel nicht herschenken, ganz im Gegenteil. In der Saisonvorbereitung haben wir gezeigt, dass wir auch gegen Hansa etwas ausrichten können. Vielleicht ist es ja eine dieser legendären Pokalnächte...
Ausgangslage - Ein Spiel zum falschen Zeitpunkt
So sehr das Spiel auch auf der einen Seite zu elektrisieren weiß, so denkbar schlecht ist der Zeitpunkt für dieses Duell. Unser Greifswalder FC hat gerade eigentlich ganz andere Dinge im Kopf. Es geht um den Klassenerhalt in der Regionalliga und da hat das Team von Björn Lipfert mit dem Sieg über die VSG Altglienicke natürlich einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Mit Eilenburg steht aber das nächste schwere Auswärtsspiel ebenfalls vor der Tür. Hansa Rostock geht es da gar nicht groß anders. Das Team kämpft in der 3. Liga noch um den Aufstieg, auch wenn es am vergangenen Wochenende einen kleinen Rückschlag gab. Das Duell der beiden besten Teams des Bundeslandes hätte im Finale daher vielleicht einen besseren Platz gehabt.
F.C. Hansa Rostock - Was tun?
Sechs Punkte Rückstand sind es für Hansa Rostock auf den direkten Aufstiegsplatz, neun sind noch zu vergeben. Das kann man wohl abhaken. Die vier Punkte zu Rot-Weiß Essen auf dem Relegationsrang hingegen sind dank des guten Torverhältnisses aber durchaus noch aufholbar. Im vergangenen Jahr hat Hansa an den letzten beiden Spieltagen eine gute Ausgangslage verspielt und durch das Abrutschen auf Rang 5 war auch die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal futsch. So bekam Landespokalfinalgegner SV Pastow damals auch nicht die Ehre erstmals daran teilzunehmen. Worauf legt Hansa nun wert? Alles auf den Aufstieg und mit dem vierten Platz sowieso die Qualifikation für den DFB-Pokal oder auf Nummer sicher gehen und den Landespokal gewinnen? So oder so, egal wer geschont werden würde, Hansa ginge mit jeder Startelf als Favorit in die Partie.
Fun Fact - Das erste Halbfinale
So viele sportliche Überschneidungen gab es zwischen unserem Greifswalder FC und dem F.C. Hansa Rostock bislang noch nicht. Insbesondere Pflichtspiele sind bisher eher rar gesät. Das hängt natürlich damit zusammen, dass die Rostocker als Bundes- oder Zweitligist immer uneinholbar weit weg waren und in dieser Phase auch so gut wie nie im Landespokal teilnehmen mussten. Nach der Fusion zum Greifswalder FC im Jahr 2015 kam es dann aber schon zu drei Pflichtspielvergleichen zwischen den beiden Teams. Kurios: Bislang gab es das Aufeinandertreffen immer im Viertelfinale. Wir sehen es nun also erstmals in der Vorschlussrunde. Zwar konnte Hansa bisher alle Spiele gewinnen, vergangenes Jahr beim 0:1 und vor neun Jahren beim 2:3 nach Elfmeterschießen war es aber bereits sehr knapp.