Spielbericht Viertelfinale
Allgemeine Daten
Datum So, 29.03.2026 14:00 Uhr Anstoß 14:00
Stadion Parkstadion
Zuschauer 812
Schiedsrichter Ole Donner
Assistenten Tom Kahl, Philip Döhler, 4. Offizieller: Oliver Nitzsche
Greifswalder FC
3 : 1
TSG Neustrelitz
Aufstellung
Jakubov – Farr, Eder (91. Eglseder), Kaizer, Tomety-Hemazro – Ndualu (100. Beck), Lämmel, Vogt, Bokake Bolufe – Daedlow (78. Memaj), Wagner
Trainer
Björn Lipfert
Gelbe Karten
Aufstellung
Höftmann – Guth, Höfer, Müller (68. Akogo), Gäbel, Ziegler, Bastin, Frühauf (68. Laribi), Kruse (91. Schreiber), Inderwisch, Sfishta (42. Kmetjuks, 101. Röth)
Trainer
Thomas Franke
Gelbe Karten
Tore
Greifswalder FC 108. Bokake Bolufe 1 : 1 110. Beck 2 : 1 119. Vogt 3 : 1
TSG Neustrelitz 105. Röth 0 : 1
Bericht
Puh, einmal bitte durchatmen! Der Greifswalder FC hat bei der TSG Neustrelitz das Landespokal-Halbfinale klar gemacht – und es war ein echter Krimi. Nachdem 105 Minuten lang wenig auf beiden Seiten passierte, führten die Gastgeber plötzlich. Unser Team zeigte aber Moral und drehte die Partie noch in der Verlängerung, sodass es am Ende ein 3:1-Erfolg war.
Mit Benyamina, Atilgan, Hüther, Montcheu, Vierling, Harz und Richardson fielen sieben Spieler verletzungsbedingt aus. Daher rückten Tesfaw und Beck kurzfristig in den Kader.
Die erste Halbzeit ist dann im Grunde genommen schnell erzählt. Tomety-Hemazro aus der Distanz (2.) und Lukas Lämmel per Kopf aus 14 Metern (43.) sorgten für die einzig nennenswerten Abschlüsse, die TSG-Schlussmann Höftmann aber auch nicht wirklich vor Probleme stellten.
Spannender wurde es in der Halbzeitpause. Da wurde nämlich das Halbfinale ausgelost. Erst wurde die Partie des SV Pastow gegen Anker Wismar gezogen. Und damit war klar: Der Sieger dieser Begegnung trifft im Halbfinale zu Hause auf den FC Hansa Rostock.
Durchgang zwei begann dann ebenfalls verhalten. Den ersten Abschluss hatte Vogt in Minute 57 – wieder kein Problem für Höftmann. Kurz darauf landete ein Vogt-Kopfball nach einer Ecke auf dem Tornetz (60.). Der GFC hatte nun aber seine beste Phase und kam zu einer Top-Chance. Tomety-Hemazro nahm Tempo auf und brachte den Ball am Ende seines Laufs über den halben Platz punktgenau zu Ndualu. Frei vor dem Keeper scheitere unser Flügelspieler allerdings, der Nachschuss von Vogt wurde dann geblockt (65.).
Neustrelitz fand offensiv noch gar nicht statt, hatte dann aber aus dem Nichts die große Chance zur Führung: Kmetjuks lies Tomaty-Hemazro stehen, bewies Übersicht und setzte Laribi in Szene. Sein direkter Abschluss landete an der Latte – Schreckmoment für den GFC (79.)! In der Nachspielzeit hatte unser Team noch einmal die Chance auf den Lucky Punch. Vogts Flanke wurde als Bogenlampe abgewehrt, Höftmann faustete den Ball daraufhin an der Strafraumkante zu Lämmel, der direkt abzog. Der Ball flog allerdings über das Tor (90.+2). Verlängerung!
In der hatte Memaj zwei gute Chancen (91., 99.), ehe die TSG nach vorne kam. Bei einer Ecke verlor Bokake Bolufe das Kopfballduell am zweiten Pfosten und in der Mitte köpfte Röth freistehend ein – das Parkstadion drehte durch (105.+3). Doch plötzlich waren bei unseren Spielern alle Sinne geschärft. Vogt dribbelte sich durch die Neustrelitzer Defensive, legte rüber zu Bokake Bolufe und der schob die Kugel ein. Ausgleich in der 108. Minute. Und dann kam der große Moment von Beck. Wagners Ecke wurde nicht weit genug rausgeköpft, Eglseder machte die Kugel nochmal scharf und Beck köpfte ein (110.). Der Mann, der erst am Vortag davon erfuhr, dass er mitkommen soll und eigentlich das Trikot der U23 trägt. Zwei Minuten vor Schluss machte Vogt den nach super Dribbling und mit einem sehenswerten Schlenzer den berühmten Deckel drauf. Wer sich die Highlights nochmal ansehen will, kann das hier tun.
Damit ist auch klar: Das Halbfinale wird im Volksstadion gegen Hansa Rostock ausgetragen. Alle Infos zum Spieltermin und zum Ticketverkauf werden wir zeitnah bekannt geben.
TSG Neustrelitz – Greifswalder FC 1:3 n.V. (0:0, 0:0, 1:3)
Neustrelitz: Höftmann – Guth, Höfer, Müller (68. Akogo), Gäbel, Ziegler, Bastin, Frühauf (68. Laribi), Kruse (91. Schreiber), Inderwisch, Sfishta (42. Kmetjuks, 101. Röth)
Greifswald: Jakubov – Farr, Eder (91. Eglseder), Kaizer, Tomety-Hemazro – Ndualu (100. Beck), Lämmel, Vogt, Bokake Bolufe – Daedlow (78. Memaj), Wagner
Tore: 1:0 Röth (105.+3), 1:1 Bokake Bolufe (108.), 1:2 Beck (110.), 1:3 Vogt (119.)
Zuschauer: 812
Schiedsrichter: Ole Donner
Vorbericht
Und jetzt ist er da, der erste echte Brocken. In dieser Pokalsaison hatten wir vergleichsweise viel Losglück, bekamen es drei Mal mit Vertretern aus der Landesklasse und ein Mal mit einem Landesligisten zu tun. Nun aber geht es zu Oberligist TSG Neustrelitz. Die haben in der vorherigen Runde nicht nur Verbandsligaprimus Mecklenburg Schwerin aus dem Weg geräumt, sondern stehen auch in der Oberliga richtig gut da. Als Tabellenvierter hinter Tasmania Berlin, Lichtenberg 47 und Union Klosterfelde, sind die Neustrelitzer zurzeit tabellarisch gesehen die dritte Kraft im Land. Mitnichten können wir unseren Finalgegner von 2024 also auf die leichte Schulter nehmen, vollste Konzentration ist angesagt.
Ausgangslage – Ein Finale tu hus
Zwei Jahre ist es schon her, dass wir das letzte Mal gegen die TSG Neustrelitz antraten. Damals war es im Endspiel des Landespokals im Finale tu hus, bei uns im Volksstadion. Wir gewannen es mit 5:0 souverän. Weitere zwei Jahre vorher unterlagen wir im Endspiel im Parkstadion Neustrelitz gegen die TSG. Der Zwei-Jahres-Rhythmus im Pokal bleibt also bestehen, allerdings gibt es die Begegnung dieses Mal bereits im Viertelfinale. Was wie vor zwei Jahren aber feststeht: Das Finale findet auch in dieser Saison wieder in Greifswald statt! Da wollen wir natürlich, auch hier passt der Zwei-Jahres-Rhythmus, erneut dran teilnehmen und unser Stadion zu einem Hexenkessel machen. Was es dafür braucht, sind noch zwei weitere Siege, den ersten müssen wir uns an diesem Sonntag erkämpfen!
TSG Neustrelitz – Raus aus dem Aufstiegsrennen
Wo könnte Neustrelitz stehen, wäre die Phase zwischen den letzten beiden Pokalrunden anders gelaufen? Nach dem Sieg gegen Ludwigslust/Grabow in der dritten Runde, folgten in der Oberliga drei bittere Niederlagen. Zunächst unterlag man dem Vorletzten Croatia Berlin, dann verlor man auch die Spiele gegen die beiden Spitzenteams Lichtenberg 47 und Tasmania Berlin. Hätten die Jungs von Co-Trainer Velimir Jovanovic dort richtig abgeliefert, sie wären jetzt ganz dick im Aufstiegsrennen. Nach dem Sieg gegen Schwerin im Achtelfinale des Pokals folgte dann in zehn Spielen in der Oberliga aber nur noch eine Niederlage, sieben Spiele konnten gewonnen werden. Es ist so oder so eine starke Saison eines Teams, das mit Sicherheit alles für ein Weiterkommen auf den Platz werfen wird.
Fun Fact – Die Torschützen stehen bereit
Im Fußballgeschäft ist die Fluktuation groß. Die Kader der Teams ändern sich meist von Jahr zu Jahr stark, das ist mittlerweile Normalität. Umso interessanter ist es, dass die Torschützen unserer letzten fünf Tore, also jene aus dem Finalspiel vor zwei Jahren, alle auch heute noch bei unserem GFC unter Vertrag stehen. Mike Eglseder eröffnete den Reigen damals. Oliver Daedlow, zwei Mal Soufian Benyamina und David Vogt besorgten die weiteren Treffer. Und auch die letzten beiden Torschützen der TSG tragen noch immer das Neustrelitzer Trikot. Im Finale 2022 traf Justus Guth zum bitteren Ausgleich in der 120. Minute und rettete sein Team in das letztlich erfolgreiche Elfmeterschießen. Der stand auch in dieser Saison in 17 Pflichtspielen wieder auf den Platz, traf wettbewerbsübergreifend drei Mal, zwei Mal davon im Landespokal. Vor ihm traf zuletzt Nils Röth für Neustrelitz gegen uns, das war im Oktober 2019. Der ist aktuell Kapitän seiner Mannschaft und seit mittlerweile acht Jahren bei der TSG – ein Jahr länger als unser dienstältester Spieler, Jannis Farr.