Spielbericht 23. Spieltag Regionalliga Nordost

Allgemeine Daten

Datum Sa, 21.02.2026 14:00 Uhr Anstoß 14:00

Stadion Leuna-Chemie-Stadion

Zuschauer 5.200

Schiedsrichter Chris Rauschenberg

Assistenten Matthias Lämmchen, Eugen Ostrin

Greifswalder FC

0 : 2

Hallescher FC Hallescher FC

Aufstellung

Flemming – Farr, Kaizer, Strietzel, Tomety-Hemazro (88. Eder) – Bokake Bolufe (80. Ndualu), Vogt (80. Daedlow), Lämmel, Atilgan (65. Hüther) – Benyamina, Richardson (65. Harz)

Trainer

Björn Lipfert

Gelbe Karten

Aufstellung

Müller – Löhmannsröben (89. Kastull), Halili, Zaruba, Schmedemann – Hauptmann (75. Hartmann), Stierlin, Landgraf, Wosz (46. Damelang) – Fakhro (65. Baro), Kulke (60. Elezi)

Trainer

Robert Schröder

Gelbe Karten

Tore

Greifswalder FC

Hallescher FC 57. Stierlin 0 : 1 86. Hartmann 0 : 2

Bericht

Zehn lange Wochen warteten wir auf Regionalligafußball, am Samstag ging es beim Halleschen FC endlich wieder richtig zur Sache. Björn Lipfert musste bei seinem Pflichtspieldebüt als GFC-Trainer jedoch auf einige Spieler verzichten, darunter Jakub Jakubov und Tristan Wagner. Dazu gingen Benyamina und Richardson angeschlagen in die Partie. Dennoch zeigten unsere Jungs eine engagierte Leistung in der ersten Hälfte, auch wenn sie sich nicht sonderlich viele Möglichkeiten erarbeiten konnte. Hinten hielten sie die Gefahr jedoch weitestgehend von Philipp Flemming fern. Lediglich ein Weitschuss von Wosz und ein Kopfball von Fakhro, die das Tor jedoch verfehlten, waren erwähnenswert. Unser GFC wartete auf Umschaltmomente und einen nutzten wir fast zum Führungstreffer. Joe-Joe Richardson setzte sich nach weitem Ball gut gegen Halili durch und schloss mit links mit vollem Risiko ab. Der Ball flog leider einen halben Meter über die Latte. Auf der anderen Seite grätschte Jannis Farr eine Hauptmann-Flanke in höchster Not an den eigenen Außenpfosten, es blieb beim 0:0.

Im zweiten Durchgang kam bei den Hausherren Julien Damelang, der im Hinspiel nach wenigen Sekunden den Führungstreffer erzielte. Auch in diesem Spiel brachte er wieder ordentlich frischen Wind rein und erhöhte den Druck auf unsere Defensive. Doch auch unser GFC blieb hellwach. Soufian Benyamina kam bei einem Konter an den Ball und stand alleine vor fünf gegnerischen Defensivspielern. Er zog von Links in den Strafraum und kam trotzdem zu einem guten Abschluss auf das kurze Eck, Keeper Müller war jedoch zur Stelle. In der 57. Minute dann der Rückschlag. Ein hoher Flankenball von der linken Seite war vier Sekunden in der Luft, konnte aber nicht verteidigt werden. Fakhro köpfte den Ball von rechts in die Mitte, wo Stierlin gegen die Laufrichtung von Flemming einköpfte. Nach dem Rückstand übernahmen unsere Jungs ein bisschen mehr das Kommando, kamen jedoch zu keinen zwingenden Gelegenheiten. So machte rund fünf Minuten vor Ende der eingewechselte Hartmann mit dem 2:0 den Deckel drauf, als er nicht gestört wurde und mit links auf das linke Eck abschließen konnte. Besonders bitter: Jannis Farr seine fünfte gelbe Karte und wird damit im nächsten Spiel fehlen. Bis auf das Ergebnis war es jedoch eine zufriedenstellende Partie auf Augenhöhe. Ergebnistechnisch wollen wir es dann bei der nächsten Gelegenheit besser machen!

Hallescher FC – Greifswalder FC 2:0 (0:0)

HFC: Müller – Löhmannsröben (89. Kastull), Halili, Zaruba, Schmedemann – Hauptmann (75. Hartmann), Stierlin, Landgraf, Wosz (46. Damelang) – Fakhro (65. Baro), Kulke (60. Elezi)

GFC: Flemming – Farr, Kaizer, Strietzel, Tomety-Hemazro (88. Eder) – Bokake Bolufe (80. Ndualu), Vogt (80. Daedlow), Lämmel, Atilgan (65. Hüther) – Benyamina, Richardson (65. Harz)

Tore: 1:0 Stierlin (57.), 2:0 Hartmann (86.)

Zuschauer: 5.200

Schiedsrichter: Chris Rauschenberg

Vorbericht

Es ist ein Zitat von Franz Beckenbauer vor dem WM-Finale 1990. Zwar können unsere Jungs am Wochenende nicht Weltmeister werden, allerdings spiegelt der Satz doch zwei Dinge wider. Zum einen lief die Saison bisher etwas zu verkopft, zu verkrampft. Die Köpfe müssen wieder frei sein und mit Björn Lipfert an der Seitenlinie sind sie das hoffentlich. Der Trainerwechsel in der Winterpause soll ein neuer Impuls sein, mit dem Halleschen FC steht zum Pflichtspielauftakt von Lipfert aber natürlich ein harter Brocken vor der Brust. Zum anderen verspricht der Satz auch eine einfache Freiheit, die wir nun bei diesem harten Winter bisher nur selten hatten: Wir spielen Fußball, weil wir können! Wir dürfen auf den Platz, wir dürfen Kicken. Besser geht’s nicht und darum sind wir heiß auf den Kracher!

Ausgangslage – Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene

Ein weiteres Zitat, einer Sportgröße. Muhammad Ali sprach diesen Satz vor seinem Kampf gegen Sonny Liston. Viele unserer Testspiele fielen den äußeren Bedingungen zum Opfer. Aber nicht nur die Spiele, auch Trainingseinheiten konnten nicht gut durchgeführt werden. Statt nur Krafttraining anzuweisen, ließ sich das Trainerteam um Lipfert was einfallen. Tennis, Badminton, Basketball, Völkerball oder MMA – unsere Jungs lernten andere Sportarten kennen, hatten Spaß und konnten ja vielleicht auch was mitnehmen. Ob sie es auch auf den Fußball und das Spiel beim HFC übertragen können, bleibt abzuwarten. Fakt ist aber, dass es ein schweres Spiel wird. Halle ist mit einem starken Spiel gegen Erfurt ins Jahr 2026 gestartet. Wir müssen abwarten… und im richtigen Moment zustechen.

Hallescher FC – Wenn du nicht an dich glaubst, wird es auch sonst keiner tun

Basketball-Legende Kobe Bryant sprach diesen Satz und er passt sehr gut auf die Situation um den Halleschen FC. Eigentlich sind sie abgeschlagen, stehen nach 20 Spielen bereits elf Punkte hinter Spitzenreiter Lok Leipzig. Nachdem sie die ersten sechs Spiele alle gewannen, das sechste bei uns im Volksstadion, folgte eine wenig zufriedenstellende Serie. Ein Sieg aus zehn Spielen war einfach zu wenig, um in Schlagdistanz zu bleiben. Aber wie Randy Marsh aus South Park hörte auch Halle-Coach Robert Schröder noch nicht die Ringglocke. Seine Reaktion auf den Abpfiff nach dem Erfurt-Spiel sagte alles. Er glaubt noch dran. Halle wird in der Rückrunde nochmal alles daran setzen im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden. Wie realistisch das ist, werden wir in ein paar Wochen wissen.

Fun Fact – Du darfst niemals am Boden bleiben, steh auf und mach weiter

So wie Max Schmeling es sagte, praktizieren wir es nun schon seit es uns als Greifswalder FC gibt Jahr für Jahr wieder. Egal wie die Hinserie lief, ob wir gut waren, ob wir schlecht waren, wir haben ein neues Jahr in der Liga immer gut begonnen. Die Saison 2020/2021 mal ausgenommen, da sie bereits im Herbst abgebrochen wurde, gewannen wir bis auf eine Ausnahme immer unser erstes Spiel des Kalenderjahres. Da waren Siege über Friedland, Boizenburg und Stendal genauso dabei, wie ein furioses, mit Traumtoren vollgepacktes 3:0 gegen Carl Zeiss Jena oder zuletzt das 4:1 unter Flutlicht gegen Viktoria Berlin im letzten Jahr. Die einzige Partie, die wir nicht gewinnen konnten, war ein 1:1 in unserer allerersten Regionalliga-Saison bei Lichtenberg 47. Und wer erinnert sich da noch dran? Joe-Joe Richardson, denn der traf damals für uns. Der Ex-Hallenser könnte auch am Wochenende wieder wichtig werden.

* Noch nicht terminiertes Spiel. Datum und Uhrzeit können sich ändern.