Spielbericht 21. Spieltag Regionalliga Nordost
Allgemeine Daten
Datum Di, 10.03.2026 19:00 Uhr Anstoß 19:00
Stadion Amateurstadion
Zuschauer 286
Schiedsrichter Max Kluge
Assistenten Luis Riedel, Christian Schlömann
Greifswalder FC
1 : 0
Hertha BSC U23
Aufstellung
Jakubov – Montcheu, Eder, Strietzel, Tomety-Hemazro (43. Farr) – Daedlow, Hüther (37. Lämmel), Wagner – Harz (68. Bokake Bolufe), Benyamina, Atilgan
Trainer
Björn Lipfert
Gelbe Karten
Aufstellung
Heide – Berner, Decker, Bruns, Pekarik (46. Richter) – Klemens (46. Klemens), Telib, Ogbaidze – Ben-Hatira, Rölke, Trus (46. Weiland)
Trainer
Rejhan Hasanovic
Gelbe Karten
Tore
Greifswalder FC 45. Benyamina 1 : 0
Hertha BSC U23
Bericht
Da war alles drin, was es im Kampf um den Klassenerhalt benötigt! Unser Greifswalder FC hat am Dienstagabend bei der U23 von Hertha BSC alles reingehauen und mit 1:0 gewonnen. Allen Widerständen zum Trotz mit drei verletzten Spielern warf sich die Lipfert-Truppe in jeden Ball und feierte den ersten Sieg des Jahres. Abermals war es Soufian Benyamina, der das entscheidende Tor erzielte.
Björn Lipfert tauschte die Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage auf vier Positionen aus. Mit Tomety-Hemazro und Montcheu kamen neue Außenverteidiger rein, dazu begannen Daedlow und Hüther.
Von Beginn an war es direkt ein wildes Spiel. Nach wenigen Sekunden hatte Hertha über Ben-Hatira die Führung nach einem Jakubov Schnitzer auf dem Fuß. Nur wenige Minuten später hatte auch Tomety-Hemazro die erste GFC-Chance, aber sein Abschluss war zu zentral auf Heide gerichtet. Es ging wild Hin und Her und dass es nach 20 Minuten noch 0:0 stand, grenzte fast an ein Wunder. Rölke traf für Hertha in der Folge aus kürzester Distanz nur das Außennetz, kurz darauf war Heide erneut zur Stelle – diesmal gegen Atilgan. Hertha verpasste es, einige aussichtsreiche Möglichkeiten besser auszuspielen. Auf der anderen Seite hielten unsere Jungs aber aus stark dagegen.
Zwei Wehrmutstropfen gab es noch vor der Pause: Hüther musste nach einem Schlag auf das Sprunggelenk ins Krankenhaus gebracht werden, bei Tomety-Hemazro waren es muskuläre Probleme, die jeweils eine Auswechslung erforderten. „Jetzt mit einem 0:0 in die Pause gehen“, mag sich der ein oder andere GFC-Fan schon gedacht haben, da hatte Theo Harz nochmal eine Idee, setzte Benyamina in Szene, der auf der rechten Seite an Pekarik vorbeizog und mit links ins lange Eck vollstreckte. Ekstase!
Nach der Pause stand der GFC defensiv zunächst sicherer, lief trotzdem aber vorne an und machte die Räume eng. Mitte der ersten Halbzeit der nächste Schock: Nach einer Dreifachchance für Harz und den doppelten Atilgan blieb Harz verletzt liegen. Der dritte verletzungsbedingte Wechsel und damit nach 65 Minuten schon keine Wechselmöglichkeit mehr. Hertha machte Richtung Spielende mehr Druck und kam zu mehr gefährlichen Vorstößen. Ben-Hatira setzte einen Freistoß an den Querbalken, Jakubov parierte aus fünf Metern einen Kopfball von Ogbaidze überragend und Thelibs Schlenzer ging nur knapp am Tor vorbei. In der Offensive verpasste es der GFC leider, die Entscheidung herbeizuführen. Die beste Chance hatte Bokake Bolufe, der frei vor Heide scheitere.
Zum Glück blieb es beim 1:0 für den GFC und damit wurde der so wichtige erste Sieg des Jahres eingefahren.
Hertha BSC U23 – Greifswalder FC 0:1 (0:1)
Hertha: Heide – Berner, Decker, Bruns, Pekarik (46. Richter) – Klemens (46. Klemens), Telib, Ogbaidze – Ben-Hatira, Rölke, Trus (46. Weiland)
Greifswalder FC: Jakubov – Montcheu, Eder, Strietzel, Tomety-Hemazro (43. Farr) – Daedlow, Hüther (37. Lämmel), Wagner – Harz (68. Bokake Bolufe), Benyamina, Atilgan
Tor: 0:1 Benyamina (45+2.)
Zuschauer: 286
Schiedsrichter: Max Kluge
Vorbericht
Zwei knappe Niederlagen, zwei Mal kurz vor Schluss. Woran hat et jelegen? Das fragst du dich ja immer. Aber woran hat es gelegen? Schwer zu sagen. Aber nach dem Spiel fanden drei Akteure relativ klare Worte. Soufian Benyamina, Steffen Eder und Björn Lipfert forderten allesamt, dass JEDER EINZELNE endlich begreift, wo wir sind. Wir sind im Abstiegskampf. Nicht bei jedem scheint das angekommen zu sein. „Im Wort Abstiegskampf, steckt das Wort Kampf und nicht Zirkus“, hatte Lipfert auf der Pressekonferenz richtig gesagt. Es geht hier nicht mehr darum einen Schönheitspreis zu gewinnen, es geht hier um den Greifswalder FC! Und der ist größer als das Ego derer, die sich höherstellen! Auch sie sind gefordert das auf den Platz zu bringen, was nötig ist, um die Klasse zu halten. Nur über Kampf, Leidenschaft und absoluten Willen ist es möglich gegen Hertha BSC II am Dienstag etwas mitzunehmen! Es ist nun jeder gefordert sein mentales Kreisliganiveau zu Hause zu lassen und alles reinzuwerfen!
Ausgangslage – Wo ist das Glück?
Ja, es war zuletzt nicht immer schön anzusehen, was da auf dem Platz gezeigt wurde. Holen wir am Ende Punkte, ist das okay. Jedoch war zuletzt einfach das Pech ein Stück weit auf unserer Seite. Waren wir bei dem Last-Minute-Tor bei der VSG Altglienicke noch himmelhochjauchzend, waren wir zuletzt zu Tode betrübt. In der Schlussphase die entscheidenden Dinger zu fangen, es ist einfach ärgerlich. Das Glück muss man sich aber auch ein Stück weit erkämpfen und das muss das Ziel sein. Wir müssen den Ball ins Tor zwingen und uns über gelungene Defensivaktionen pushen. Für die Hertha lief es zuletzt sehr gut. Drei Pflichtspiele in 2026, drei Siege. Den letzten sogar mit 5:0 über Erfurt-Bezwinger BFC Preussen. Wir müssen also 90 Minuten durchziehen!
Hertha BSC II – Wie immer unausrechenbar
Unser kommender Gegner spielt eine grundsolide Saison. Wie es häufig bei U23-Teams ist, weiß man im Vorfeld nie so ganz genau, wie der Spieltagskader letztlich aussieht. Sind Akteure der Profis dabei? Werden wichtige Spieler hochgezogen? Es kann daher schon mal zu äußerst kuriosen Ergebnissen kommen. Das 5:0 gegen den BFC Preussen war aber keines, das durch Spieler des Zweitligateams möglich gemacht wurde. Die Jungs, die bei der Hertha ausgebildet wurden, sind sehr talentiert und haben eine enorme Spielfreude. Mit Ex-Profis wie Änis Ben-Hatira und Peter Pekarik sind zudem noch bodenständige Leitwölfe mit im Team, die die Jungen ein wenig leiten. Es ist eine gefährliche Mischung, die an guten Tagen sehr viel Potenzial abrufen kann.
Fun Fact – Der Unbesiegbare
Für uns lief es in der Regionalliga gegen die Hertha Bubis eigentlich immer relativ gut. Zwei Mal verloren wir zwar, dagegen stehen aber auch zwei Remis und sogar drei Siege! Wir hatten dabei sogar eine kleine Serie von drei gewonnen Spielen in Folge. Es gibt aber sogar einen Spieler in unserem Kader, der in seinem vier Duellen mit der U23 von Hertha BSC noch nie als Verlierer vom Platz ging. Steffen Eder holte drei Siege und ein Remis. Es war dabei immer knapp, die Siege wurden allesamt mit einem Treffer Vorsprung eingefahren. Aber sind wir realistisch, etwas anderes als ein enges Spiel mit einem knappen Sieg ist auch nicht zu erwarten!