Spielbericht 19. Spieltag Regionalliga Nordost

Allgemeine Daten

Datum So, 14.12.2025 14:00 Uhr Anstoß 14:00

Stadion Alfred-Kunze-Sportpark

Zuschauer 4,999

Schiedsrichter Johannes Drößler

Assistenten Reinhard Meusel, Leon Maximilian Metz

Greifswalder FC

3 : 2

BSG Chemie Leipzig BSG Chemie Leipzig

Aufstellung

Jakubov – Farr, Eglseder, Vogt, Tomety-Hemazro (77. Montcheu) – Harz (66. Bokake Bolufe), Lämmel, Wagner, Atilgan (66. Ndualu) – Richardson (77. Günay), Benyamina

Trainer

Markus Zschiesche

Gelbe Karten

Aufstellung

Horenburg – Hollenbach, Mäder, Aliji, Griebsch, Hoffmann, Sanin, Lihsek, Nadjombe, Ratifo, Kießling (46. Timpelan)

Trainer

Christian Sobottka

Gelbe Karten

Tore

Greifswalder FC 6. Benyamina 1 : 0 9. Griebsch (Eigentor) 2 : 0 17. Wagner 3 : 0

BSG Chemie Leipzig 76. Hoffmann 3 : 1 90. Ratifo 3 : 2

Bericht

Die Steine, die GFC-Spielern und Trainerteam nach dem Abpfiff von den Herzen fielen, waren kaum zu überhören. Auf eine furiose erste Hälfte und vielen weiteren Chancen zu erhöhen, folgte zum Ende nochmal Spannung. Dennoch überstand unser Team die Schlussphase und feierte bei der BSG Chemie Leipzig einen 3:2-Auswärtssieg.

Nach sensationellem Start stellte unser Greifswalder FC früh die Weichen auf Auswärtssieg. Bereits in den Anfangsminuten entwickelte sich die Partie klar in unsere Richtung. Soufian Benyamina war es, der nach einem Eckball am schnellsten schaltete und den zweiten Versuch zur frühen Führung über die Linie drückte (6.). Nur drei Minuten später erhöhte unser Team auf 2:0, als ein weiter Wagner-Einwurf von Griebsch unglücklich ins Leipziger Tor verlängert wurde (9.).

Die Gastgeber wirkten überfordert, und unser Team blieb am Drücker. In der 17. Minute setzte Wagner mit einem satten Abschluss aus der zweiten Reihe das nächste Ausrufezeichen – 3:0 Greifswald. In der Folge gelang es Chemie Leipzig zwar, sich etwas aus dem Druck zu lösen, offensiv blieb die Heimelf jedoch harmlos. Die GFC-Elf nahmen nach der klaren Führung etwas Tempo aus dem Spiel und agierte vor dem Tor nicht mehr ganz so zielstrebig, trotzdem blieb es bis zur Pause beim hochverdienten 3:0-Vorsprung.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte unser GFC die Partie zunächst im Griff. Ball und Gegner wurden kontrolliert, im letzten Drittel fehlte jedoch die letzte Konsequenz. Mit zunehmender Spieldauer witterten die Leipziger ihre Chance, während unsere Mannschaft einen Gang zurückschaltete. Jakubov zeigte sich in dieser Phase aufmerksam und entschärfte einen Abschluss von Aliji, wenig später landete ein Schuss von Timpelan am Querbalken (75.).

Nach einer Ecke kam Chemie durch Hoffmann noch einmal zum Anschlusstreffer (79.). Und als Ratifo in der Schlussminute noch auf 2:3 verkürzte, war das Spiel plötzlich wieder offen. Trotzdem änderte das am verdienten Auswärtserfolg unseres Greifswalder FC nichts mehr.

BSG Chemie Leipzig – Greifswalder FC 2:3 (0:3)

Chemie: Horenburg – Hollenbach, Mäder, Aliji, Griebsch, Hoffmann, Sanin, Lihsek, Nadjombe, Ratifo, Kießling (46. Timpelan)

Greifswalder FC: Jakubov – Farr, Eglseder, Vogt, Tomety-Hemazro (77. Montcheu) – Harz (66. Bokake Bolufe), Lämmel, Wagner, Atilgan (66. Ndualu) – Richardson (77. Günay), Benyamina

Tore: 0:1 Benyamina (6.), 0:2 Griebsch (9./Eigentor), 0:3 Wagner (17.), 1:3 Hoffmann (76.), 2:3 Ratifo (90.)

Zuschauer: 4.999

Schiedsrichter: Johannes Drößler

Vorbericht

Es war ein rasanter Kick am vergangenen Wochenende gegen den Chemnitzer FC, leider reichte es am Ende aber nur für einen Punkt. Leider – das klingt mit 40 Minuten in Unterzahl, die Nachspielzeit einberechnet, ein wenig vermessen. Schaut man aber insbesondere auch auf die erste Halbzeit zurück, dann ist es unfassbar, dass in diesem Spiel kein Tor fiel. Wir hätten in Führung liegen müssen, in Hälfte zwei hätte Chemnitz ebenfalls spätestens mal ein Tor erzielen können. Tore soll es dann im Alfred-Kunze-Sportpark geben, hoffentlich aber auf Seiten unseres GFC. Wir wollen zum Jahresende zu Gast bei Chemie Leipzig nochmal drei Punkte einfahren und den dominanten und verdienten Sieg aus dem Hinspiel bestätigen!

Ausgangslage – Abstiegskampf pur

Es ist ein richtungsweisendes Duell. Sicher, die Winterpause steht unmittelbar bevor und danach kann sich das Blatt durch etwaige Transfers so oder so nochmal ändern. Dennoch ist es eine Gefühlssache. Mit einem Dreier ins Weihnachtsfest zu gehen und sich im Tabellenkeller nochmal etwas Luft zu verschaffen, das wäre natürlich Balsam für unsere Seele. Mit einem Erfolg könnten wir, wenn die anderen Teams für uns spielen, zudem bis auf Platz 13 vorrücken, den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld herstellen und so tatsächlich nach der verkorksten Hinrunde für ein wenig Ruhe sorgen. Dafür sind, insbesondere im berüchtigten AKS, allerdings drei Dinge ganz besonders wichtig: Kampf, Leidenschaft und absoluter Wille! Nicht weniger erwarten wir von unseren Jungs im letzten Duell vor der Pause.

BSG Chemie Leipzig– Ein kleiner Aufschwung

Der Saisonstart war für Chemie Leipzig nicht weniger als der absolute Horror. Die ersten sechs Spiele gingen allesamt verloren. Ihr erster Punkt war dann sehr überraschend zeitgleich der erste Punktverlust für den damaligen Ligaprimus, den Halleschen FC. Danach ging es durchaus ein wenig aufwärts bei unserem Gegner. Die Chemiker konnten durchweg auf die Unterstützung der eigenen Fans bauen und haben sich nach und nach in die Saison hineingekämpft. Partien, die zu Beginn der Saison teils durch Slapstickeinlagen noch verloren gingen, wurden nun auch mal gewonnen. Mit Stanley Ratifo und Janik Mäder haben sie zwei absolute Mentalitätsmonster in ihren Reihen, die das Team pushen. Dazu vollzogen sie den notwendigen Torwartwechsel zurück zu Florian Horenburg, der mit seinen oft herausgestellten 204 Zentimetern mehr Sicherheit ausstrahlt als Vorgänger Luca Böggemann, der den Verein schon wieder verlassen hat. Das Team wird wieder alles reinfeuern, wir müssen es löschen!

Fun Fact – Der verfluchte Dezember

Und sie haben es schon wieder getan. Der Dezember ist einfach nicht der Monat für Trainer bei Chemie Leipzig, das muss man so sagen. Unter der Woche haben die Chemiker Adrian Alipour beurlaubt und haben damit schon zum vierten Mal in den letzten zehn Jahren ihren Chefcoach in der Vorweihnachtszeit vor die Tür gesetzt. Das ist auch deshalb so bemerkenswert, weil Chemie in der Zeit nur sieben verschiedene Trainer hatte und die drei, die nicht im letzten Kalendermonat entlassen wurden, waren die Übergangstrainer. Am 8. Dezember 2015 traf es mit André Schönitz den ersten, er war 890 Tage im Amt. Es folgte am 4. Dezember 2018 Dietmar Demuth nach 1048 Tagen. Vergangenes Jahr musste Miroslav Jagatic am 18. Dezember nach 2172 Tagen als damals dienstältester Coach der Regionalliga Nordost seinen Hut nehmen. Nun, nicht ganz ein Jahr später, war am 9.12. für Adrian Alipour nach gerade mal 252 Tagen Schluss. Christian Sobottka springt nun erst mal ein, das tat er nach Demuth schon mal. Und auch Jagatic ersetzte er an der Seitenlinie wegen Krankheit bereits. Im Jahr 2022 traf er dadurch auch schon mal auf unseren GFC, wir retteten damals durch einen Last-Minute-Treffer noch ein 2:2 im Volksstadion!

* Noch nicht terminiertes Spiel. Datum und Uhrzeit können sich ändern.