Spielbericht 16. Spieltag Regionalliga Nordost
Allgemeine Daten
Datum Fr, 21.11.2025 19:00 Uhr Anstoß 19:00
Stadion Bruno-Plache-Stadion
Zuschauer 4365
Schiedsrichter Eugen Ostrin
Assistenten Chris Rauschenberg, Oliver Lossius
Greifswalder FC
0 : 3
1. FC Lokomotive Leipzig
Aufstellung
Jakubov – Farr, Kaizer, Eder (85. Eglseder), Wagner – Hüther (85. Günay), Lämmel (73. Ndualu), Vogt – Harz (73. Montcheu), Benyamina, Atilgan (85. Bokake Bolufe)
Trainer
Markus Zschiesche
Gelbe Karten
Aufstellung
Naumann – Dombrowa, Stein, Wilton, Grözinger (82. Rühlemann) – Abderrahmane, Siebeck (80. Maier) – Arcalean (80. Verkamp), Öztürk (70. Cevis), Kang (70. Adetula) - Maderer
Trainer
Jochen Seitz
Gelbe Karten
Tore
Greifswalder FC
1. FC Lokomotive Leipzig 58. Maderer 0 : 1 71. Adetula 0 : 2 79. Wilton 0 : 3
Bericht
Nach den beiden Ligasiegen gegen Altglienicke und Eilenburg wollte unser GFC auch beim Spitzenreiter Lok Leipzig etwas mitnehmen.
Die erste Halbzeit startete allerdings mit einem sehr druckvollen Gastgeber. Lok Leipzig übernahm sofort das Kommando und lief unsere Defensive immer wieder früh an. So provozierte der Spitzenreiter immer wieder Ballverluste und mit schnellem Umschaltspiel kamen sie zu Chancen. Die wohl beste hatte Kang mit einem Schuss aus rund 22 Metern, der in der siebten Minute nur knapp über das lange Eck flog. Nur vier Minuten später dann Ping Pong in unserem Strafraum nach einer Grözinger-Ecke. Maderer versuchte es aus kurzer Distanz, traf aber nur das Außennetz. Nach einer Viertelstunde fand dann auch unser GFC immer wieder den Weg nach vorne. Besonders Mcmoordy Hüther schaltete sich immer wieder in der Offensive ein. Zunächst schoss er nach einem Harz-Zuspiel nur knapp über die Latte (14.), wenig später fische Naumann dann einen starken Rechtsschuss noch so gerade aus dem rechten unteren Eck. Nachdem die Partie sich dann etwas beruhigte kam Leipzig erst gegen Ende nochmal etwas häufiger vor unser Tor. Aber sowohl Arcalean mit einem Volley, als auch Öztürk per Weitschuss und Siebeck per Kopf scheiterten, sodass es torlos in die Kabine ging.
Der zweite Durchgang startete dann wieder der erste. Die Gastgeber kamen druckvoll vor unser GFC-Tor und hatten direkt nach 38 Sekunden die erste Gelegenheit per Fernschuss von Öztürk. Wir konterten vor allem und kamen so auch zu einem Abschluss von Benyamina. Unser Kapitän wurde von Atilgan auf links eingesetzt, ging wie er es gerne macht ins Eins-gegen-Eins und schloss auf das kurze Eck ab, wo Naumann aber zur Stelle war. Nach 58 Minuten passierte es dann aber doch. Nach einem Foulspiel gab es Freistoß für die Hausherren, den Grözinger aus 18 Metern vor das Tor flankte. Dort stand unsere Abwehr zu weit weg von Maderer, der aus kurzer Distanz einköpfte.
Unser GFC kam nur selten vor das Lok-Tor, einzig Benyamina strahlte Gefahr aus, wie bei einem Kopfball nach 67 Minuten, den Naumann mit einer starken Reaktion zur Seite abwehrte. In der 70. Minute brachte Leipzig mit Ayodele Adetula seinen besten Torschützen und der brauchte lediglich eine Minute, um zu treffen. Nachdem Eder sich bei einem langen Ball verschätzte war Maderer durch, der diesmal als Vorbereiter glänzte und den mitgelaufenen Adetula mustergültig bediente. Der musste nur noch einschieben. Damit war die Messe gelesen, das schönste Tor aber noch nicht gefallen. Gut zehn Minuten vor dem Ende setzte Innenverteidiger Wilton mit einem satten Volley aus 17 Metern ins rechte obere Eck den Schlusspunkt auf diese Partie. Unser GFC verlor somit in Leipzig mit 0:3, sammelt nun aber wieder die Kräfte für das Duell mit Hertha Zehlendorf am nächsten Wochenende.
1. FC Lokomotive Leipzig – Greifswalder FC 3:0 (0:0)
Lok Leipzig: Naumann – Dombrowa, Stein, Wilton, Grözinger (82. Rühlemann) – Abderrahmane, Siebeck (80. Maier) – Arcalean (80. Verkamp), Öztürk (70. Cevis), Kang (70. Adetula) - Maderer
Greifswalder FC: Jakubov – Farr, Kaizer, Eder (85. Eglseder), Wagner – Hüther (85. Günay), Lämmel (73. Ndualu), Vogt – Harz (73. Montcheu), Benyamina, Atilgan (85. Bokake Bolufe)
Tore: 1:0 Maderer (58.), 2:0 Adetula (71.), 3:0 Wilton (79.)
Zuschauer: 4.365
Schiedsrichter: Eugen Ostrin
Vorbericht
Drei Pflichtspielsiege in Folge, nur eines der letzten sechs Partien verloren. Unser Greifswalder FC ist auf dem aufsteigenden Ast und auch beim Auswärtsspiel bei Lok Leipzig wollen wir diese Serie natürlich bestätigen. „Der Trend is your friend“, sagte Uli Hoeneß mal. Er bezog sich allerdings auf eine eher schlechte Serie seiner Bayern damals. Wir blicken hingegen positiv drein, denn unsere Jungs spielen seit drei Wochen alles andere als „schönen Dreck“. Mit dem Selbstvertrauen, das wir über die letzten Wochen gesammelt haben, ist uns einiges zuzutrauen. Viele unserer verletzten Akteure sind mittlerweile zurückgekehrt und verleihen unserem Spiel entsprechend nochmal eine andere Qualität. Wir sind noch weniger ausrechenbar und entsprechend schwer wollen wir dem Tabellenführer das Leben auch machen.
Ausgangslage – Keine Angst vor großen Namen
Natürlich steht uns mit den Leipzigern ein schwerer Gegner bevor. Aber das war auch gegen Jena und Altglienicke der Fall und wir haben beide Male nicht nur gut mitgehalten, sondern am Ende auch etwas mitgenommen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Auch in der vergangenen Saison war Lok Leipzig in unserer Liga das Maß aller Dinge, dennoch konnten sie uns nicht bezwingen. Im Volksstadion holten wir ein 1:1, im Bruno-Plache-Stadion hielten wir ein 0:0. Jochen Seitz hat uns als Trainer der Leipziger also noch nie geschlagen. Generell verloren wir erst ein einziges Mal in sechs Spielen gegen Lok. Ebenfalls am Freitag spielen Chemie Leipzig und der FC Eilenburg gegeneinander. Je nach Verlauf dieser Partie wäre es mit einem Sieg für uns möglich uns auf neun Punkte vom vorletzten Platz abzusetzen. Zum Vergleich: nach dem 12. Spieltag war es lediglich ein Punkt Vorsprung vorm Schlusslicht.
1. FC Lokomotive Leipzig – Noch stärker als im Vorjahr
Nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr lagen Freud und Leid unseres Gegners nah beieinander. Zuerst schlugen sie Erzgebirge Aue im Landespokalfinale in Sachsen und qualifizierten sich für den DFB-Pokal, dann unterlagen sie nach Verlängerung dem TSV Havelse in der noch immer völlig zurecht kritisierten Aufstiegsrelegation. Somit war Lok der eine Regionalligameister, der nach der vergangenen Saison nicht in die 3. Liga aufsteigen durfte. Danach ließen sie den Kopf aber nicht hängen. Zwar verloren sie den ausgeliehen Noel Eichinger, der eine starke Saison spielte, verstärkten sich aber nochmal unfassbar gut. David Grözinger vom BFC Dynamo und Jonas Arcalean von Astoria Walldorf sind bereits sehr gut, mit Ayodele Adetula vom SV Rödinghausen ist ihnen aber zusätzlich noch ein absoluter Volltreffer gelungen. Der Offensivspieler hat neun Treffer in dieser Saison erzielt, zwei weitere vorbereitet und ist ein ständiger Unruheherd. Lok ist noch stärker geworden, wir müssen über 90 Minuten Vollgas geben, um dagegenzuhalten.
Fun Fact – Freitag liegt uns
Es ist mal wieder ein Freitagsspiel für unseren Greifswalder FC, bereits das dritte in dieser Saison. Zwei Mal trennten wir uns in dieser Spielzeit 1:1, Gegner waren Magdeburg II und der BFC Preussen. Generell sind wir an Freitagen recht gut. Von insgesamt 68 Freitagspflichtspielen verloren wir lediglich sechs, zwei davon in der Regionalliga. Dort liegt die letzte Niederlage an einem Freitag aber auch schon eine Weile zurück, sie geschah in der Saison 2023/2024 mit dem 1:2 in Cottbus, an das wir uns sicher alle noch erinnern. Seitdem spielten wir in der Champions League des Ostens acht weitere Male am Freitag und verloren nie. Auch nicht bei Lok Leipzig in der vergangenen Saison, dort trennten wir uns vom späteren Meister mit 0:0. Die einzig andere Regionalligapleite an einem Freitag kassierten wir aber tatsächlich im Bruno-Plache-Stadion. In der Saison 2022/2023 verloren wir dort mit 1:3, für uns traf damals noch Bandowski. Apropos Treffer, von unseren Aktiven treffen Soufian Benyamina (8) und David Vogt (4) am häufigsten am Freitag, aber die sind ja ohnehin aktuell in Trefferlaune. Die meisten Freitagstore am Freitag hat übrigens Frank Rohde mit 29, damit hat er elf mehr als Velimir Jovanovic und 14 mehr als Nick Lösel.