Spielbericht 12. Spieltag Regionalliga Nordost
Allgemeine Daten
Datum Sa, 18.10.2025 14:00 Uhr Anstoß 14:00
Stadion GGZ-Arena
Zuschauer 3.740
Schiedsrichter
Assistenten Eugen Ostrin, Chris Rauschenberg
Greifswalder FC
0 : 1
FSV Zwickau
Aufstellung
Jakubov – Farr, Eglseder (82. Eder), Kaizer, Tomety-Hemazro (69. Montcheu) – Hüther (82. Vierling), Vogt, Wagner – Harz (64. Ndualu), Benyamina, Atilgan (69. Bokake Bolufe)
Trainer
Markus Zschiesche
Gelbe Karten
Aufstellung
Hiemann – Senkbeil (33. Dittrich), Ziemer, Fobassam, Sengersdorf – Martens (85. van Baer), Haubner (85. Jacobi), Startsev, Breitenbücher (60. Möbius) – Eixler, Dobruna (60. Sezer)
Trainer
Rico Schmitt
Gelbe Karten
Tore
Greifswalder FC
FSV Zwickau 72. Haubner 0 : 1
Bericht
Nach zwei Remis in der Regionalliga wollte unser GFC in Zwickau endlich mal wieder einen Dreier einfahren. Gegen die heimstarken Schwäne war dies allerdings eine äußerst schwierige Aufgabe und die Gastgeber fingen auch direkt recht offensiv an. Wurde ein Fallrückzieherversuch in der ersten Minute noch abgepfiffen, gab es schon in Minute zwei die Großchance. Nach einem Fehlpass stand ein Zwickauer völlig frei vor Jakubov, der aber klären konnte. Danach beruhigte sich die Partie und die Teams erarbeiteten sich nur wenige klare Tormöglichkeiten. Erst in der 21. Minute war es Theo Harz, der nach einer Hereingabe von Tomety-Hemazro zum Schuss kam. Sein Abschluss konnte jedoch gehalten werden. Stark war eine Parade von Jakubov, als er einen hart geschossenen Freistoß aus knapp 20 Metern einhändig über das Tor lenkte (25.) sowie eine Eckenvariante unseres GFC, bei der der Abschluss von Vogt aber letztlich vom eigenen Mann ins Toraus abgefälscht wurde. Torlos ging es in die Kabinen.
Nach Wiederanpfiff nahm sich direkt Jannis Farr mal ein Herz, legte sich den Ball auf seinen schwächeren linken Fuß und versuchte zentral vorm Tor den Schuss, auch hier waren aber leider genug Beine im Weg. Danach ging es zumeist hin und her. Die klareren Chancen hatte aber weiterhin der FSV Zwickau, die das Tor zumeist nur knapp verfehlten. Meist ging es für die Hausherren aber eher über Standards. In der 65. Minute dann mal wieder eine gute Gelegenheit für unsere Jungs. Jannis Farr kam über die rechte Seite, verzögerte und ließ sich vom eingewechselten Ndualu hinterlaufen. Der Pass kam dann jedoch in die Mitte, wo Hüther abzog. Den Schuss hielt Zwickau-Keeper Hiemann erst im Nachfassen. Ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte von ebenjenem Hiemann sollte dann für die Entscheidung sorgen. In der 72. Minute schlug den langen Hafer, der wurde in den Lauf von Daniel Haubner verlängert. Dieser ging mit Tempo an Eglseder vorbei, zog auf der kurze Eck ab und obwohl Jakubov noch dran war, flutschte das Leder in die Maschen – 1:0. Danach kamen wir leider nicht mehr zwingend vor das gegnerische Tor, sodass wir uns am Ende erstmals dem FSV Zwickau geschlagen geben mussten und ohne Punkte im Gepäck die Heimreise antraten. Am kommenden Samstag empfangen wir den FC Carl Zeiss Jena im Volksstadion, die nächste Gelegenheit für den langersehnten Dreier.
FSV Zwickau - Greifswalder FC 1:0 (0:0)
FSV Zwickau: Hiemann – Senkbeil (33. Dittrich), Ziemer, Fobassam, Sengersdorf – Martens (85. van Baer), Haubner (85. Jacobi), Startsev, Breitenbücher (60. Möbius) – Eixler, Dobruna (60. Sezer)
Greifswalder FC: Jakubov – Farr, Eglseder (82. Eder), Kaizer, Tomety-Hemazro (69. Montcheu) – Hüther (82. Vierling), Vogt, Wagner – Harz (64. Ndualu), Benyamina, Atilgan (69. Bokake Bolufe)
Tore: 1:0 Haubner (72.)
Schiedsrichter: Patrick Kluge
Zuschauer: 3.740
Vorbericht
Zurück im Ligaalltag! Das Spiel gegen Nossentiner-Hütte war ja ganz lustig und am Ende stand die Erfüllung der Pflichtaufgabe im Mittelpunkt. Joe-Joe Richardson dürfte sich trotz ein paar vergebener Chancen auch Selbstvertrauen geholt haben, schließlich war er an allen Treffern direkt beteiligt. Leider wird gerade der sich das Spiel in Zwickau aber nur von der Tribüne aus anschauen, denn unser US-Boy fehlt leider wegen einer Gelbsperre. Kurios, denn im GFC-Trikot hat er bislang noch nie gegen die Schwäne gespielt. So wird es dann erst mal bleiben. Ansonsten sind aber viele der Verletzten zurück und werden unseren Kader verstärken. Das Comeback von Soufian Benyamina und Osman Atilgan gegen den BFC Preussen verlief ja schon ganz gut, sie brachten sehr viel Schwung in die Offensive, gerade in der ersten Halbzeit. Ähnliches erhoffen wir uns natürlich auch an diesem Wochenende!
Ausgangslage – Raus aus dem Mief
Sucht man in einer bekannten Suchmaschine im Internet nach den natürlichen Feinden von Schwänen, so nennt einem die KI unter anderem auch die Greifvögel. Da kommen wir später nochmal drauf zu sprechen. Am Samstag treten unsere Jungs beim FSV Zwickau an und der spielt eine durchaus positive Saison, steht aktuell auf dem siebten Rang. Wir auf der anderen Seite krebsen auf Platz 15 umher, haben allerdings genauso viele Punkte wie Eilenburg auf der 17, es sieht einfach nicht schön aus. Zuletzt gab es auch ergebnistechnisch immerhin einen kleinen Aufwärtstrend, zwei Mal spielten wir Remis und beide Male war auch mehr drin. Wir müssen den sprichwörtlichen Bock aber auch endlich mal wieder umstoßen und die Zahlen liefern. So sagte es auch Roland Kroos in der Ostsee-Zeitung. Es reicht nicht gut zu spielen, Punkte müssen her. Also, Chancen nutzen und endlich raus aus diesem miefigen Tabellenkeller!
FSV Zwickau – Zu Hause nicht zu schlagen
Es ist noch nicht lange her, da freuten wir uns noch über unsere Ungeschlagen-Serie im Greifswalder Volksstadion. Da sagen die Zwickauer: „Hold my Mauritius“. Seit über einem Jahr konnte keine Gastmannschaft mehr einen Sieg in der GGZ-Arena feiern. Der FSV hat das letzte Mal am 30. August 2024 dort verloren, es war der 6. Spieltag der letzten Saison gegen Altglienicke und ein deutliches 0:3. Die liegen denen aber wohl einfach nicht, denn am siebten Spieltag dieser Saison verlor Zwickau mit dem gleichen Ergebnis bei der VSG. Es war eine von bisher drei Niederlagen in dieser Saison, die bisher sehr gut und teilweise spektakulär für die Schwäne verläuft. Der 2:1-Erfolg über den Halleschen FC hielt zum Beispiel ein Traumtor des Ex-Greifswalders Theo Martens bereit. Zwickau ist schwer zu knacken, aber auch Eilenburg zeigte Anfang der Saison, es ist möglich.
Fun Fact – Eine starke Bilanz
Bange machen ist nicht. Klar, Zwickau ist nicht einfach zu bespielen, aber wer ist das schon in dieser Liga? Und auch, wenn die angesprochene Heimserie des FSV schon beeindruckend ist, so ist es unsere Bilanz gegen den ehemaligen Drittligisten ebenso. Wie oft haben wir denn in den bisher vier Aufeinandertreffen gegen Zwickau verloren? Richtig, noch nie. Die letzten drei Spiele haben wir allesamt gewinnen können. Beim letzten Aufeinandertreffen traf sogar Pascal Schmedemann, der sonst so gut wie nie Tore bejubeln durfte! Also, gegen die Zwickauer scheint für uns immer alles zu klappen. So auch bei dem einzigen Duell, das wir nicht gewinnen konnten. Beim ersten Aufeinandertreffen spielten wir ab der 28. Minute in Unterzahl. Auch mit einem Mann weniger gingen wir aber zwei Mal in Führung, erst in der letzten Minute glich Zwickau nochmal aus. Die Schwäne mögen zu Hause nicht zu schlagen sein, aber wenn ein Team das Unmögliche schaffen kann, dann wohl unser Greifswalder FC! Fast so... als wären wir deren natürliche Feinde.