Spielbericht 34. Spieltag Regionalliga Nordost

Allgemeine Daten

Datum So, 18.05.2025 13:00 Uhr Anstoß 13:00

Stadion Volksstadion

Zuschauer 2.465

Schiedsrichter Pascal Wien

Assistenten Tobias Starost, Fabio Stemmler

Greifswalder FC

4 : 0

Hallescher FC Hallescher FC

Aufstellung

Jakubov – Engel (73. Griebsch), Schmedemann, Eglseder, Farr – Vogt, Sanin (77. Hollenbach), Daedlow – Ndualu (64. Atilgan), Benyamina, Kocer (64. Kratzer)

Trainer

Markus Zschiesche

Gelbe Karten

Aufstellung

Müller – Berger (73. Kastenhofer), Landgraf, Löhmannsröben, Hauptmann – Polat (63. Halangk), Inaler, Kulke (63. Friedrich), Hartmann (46. Akono) – Nietfeld, Eshele (46. Stierlin)

Trainer

Mark Zimmermann

Gelbe Karten

Tore

Greifswalder FC 16. Vogt 1 : 0 21. Vogt 2 : 0 58. Benyamina 3 : 0 85. Schmedemann 4 : 0

Hallescher FC

Bericht

Was für ein Spektakel, das die GFC-Fans am letzten Spieltag der Saison zu sehen bekamen! Unser Greifswalder FC gewann gegen den Halleschen FC mit 4:0. Mann des Tages war David Vogt mit seinem frühen Doppelpack. Vor dem Spiel wurden neun Spieler um Guido Kocer und Rudolf Sanin verabschiedet. Zudem gab der Verein auch den Abschied von Athletiktrainer Daniel Rellmann bekannt.

Schon in der Anfangsphase ging es Schlag auf Schlag. Bereits nach wenigen Sekunden war es Nietfeld, der den ersten Abschluss für die Gäste hatte, jedoch ging der Ball deutlich rechts an Jakubovs Tor vorbei (1.). Anschließend probierte es Berger mit einem Fernschuss, aber kein Problem für unseren Schlussmann (4.).

Dann zeigten sich auch unsere Jungs offensiv, indem sich Engel links gegen Löhmannsröben durchsetzte. Sein anschließender Steckpass auf Ndualu kam allerdings nicht an (7.).

Im Anschluss daran waren es wieder die Gäste, die im gegnerischen Strafraum auftauchten. Erst zog Nietfeld am Tor vorbei (7.), dann wurde Hauptmanns Flanke von Eglseder geklärt (8.). Die anschließende Ecke brachte ebenfalls keine Gefahr, dafür aber einen Konter für unseren GFC. Kocer tankte sich links durch und legte auf Ndualu ab, dem jedoch der Ball versprang (9.).

In der Folgezeit war es mehrfach Jakubov, der einen Rückstand verhinderte. Erst fing er den Ball von Nietfeld, dann von Kulke (jeweils 10.) und schließlich zweimal von Polat (14.,15.). Vorher testete Ndualu aber noch Gästekeeper Müller, der jedoch ebenfalls zur Stelle war (13.).

Kurz darauf kam Benyamina über links, setzte sich gegen Löhmannsröben durch und zog ab. Sein Schuss landete zwar vorerst nur am Pfosten, jedoch schaltete Vogt schneller als alle anderen und staubte zur 1:0-Führung ab (16.). Nur fünf Minuten später war es erneut Vogt, der aus etwa 20 Metern abzog und sehenswert rechts oben in den Winkel traf. 2:0 für unseren GFC (21.).

Danach beruhigte sich das Spiel etwas und fand hauptsächlich im Mittelfeld statt. Nach 30 gespielten Minuten brachte Löhmannsröben Vogt zu Fall, was einen Freistoß aus etwa 30 Metern zur Folge hatte. Dabei fand der Ball Ndualu, der am Strafraumrand auf Benyamina flanken konnte. Der Kopfball unseres Topscorers landete aber nur auf dem Tor der Gäste (31.).

In der Schlussphase der ersten Hälfte hatten die Gäste dann noch eine Strafraumaktion, welche aufgrund einer Abseitsstellung von Eshele jedoch egalisiert wurde (43.), sowie einen Freistoß von Polat, der aber ebenfalls nichts einbrachte und weit über Jakubovs Kasten hinausging (45+2.). Dann pfiff Schiedsrichter Wien zur Pause.

Beide Mannschaften kamen gut aus der Kabine, wobei Halle etwas mehr Druck machte. Einen Konter der Gäste konnte Schmedemann aber mit einer sehenswerten Grätsche unterbinden (47.). Zehn Minuten später steckte Ndualu von rechts den Ball auf Benyamina durch, Müller war allerdings zuerst am Ball und verhinderte so das 3:0 (57.).

Unsere Nummer 90 sollte aber nur kurz darauf doch noch zu seinem Treffer kommen, als er aus der eigenen Hälfte kam und über links auf das Tor der Gäste zulief. Benyamina wartete lange, tanzte Müller aus und vollendete zum 3:0. Auch der zurückgeeilte Löhmannsröben konnte das Tor nicht mehr verhindern (58.).

Etwas später war es wieder Benyamina, der auf Müllers Tor zulief. Dieses Mal fing Halles Schlussmann ihm den Ball aber vom Fuß (73.).

Kurz vor Ende fasste sich Schmedemann vor den 2.465 Zuschauern noch einmal ein Herz und verwandelte einen Freistoß aus 30 Metern direkt und sehenswert zum 4:0-Endstand (85.).

Der GFC beendet damit die Saison mit 55 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz.

Greifswalder FC - Hallescher FC 4:0 (2:0)

Greifswalder FC: Jakubov – Engel (73. Griebsch), Schmedemann, Eglseder, Farr – Vogt, Sanin (77. Hollenbach), Daedlow – Ndualu (64. Atilgan), Benyamina, Kocer (64. Kratzer)

Hallescher FC: Müller – Berger (73. Kastenhofer), Landgraf, Löhmannsröben, Hauptmann – Polat (63. Halangk), Inaler, Kulke (63. Friedrich), Hartmann (46. Akono) – Nietfeld, Eshele (46. Stierlin)

Tore: 1:0 Vogt (16.); 2:0 Vogt (21.); 3:0 Benyamina (58.); 4:0 Schmedemann (85.)

Zuschauer: 2.465

Schiedsrichter: Pascal Wien

Vorbericht

Der Abschluss der Saison liegt vor uns. Am 34. Spieltag empfangen wir mit dem Halleschen FC nochmal einen großen Namen unserer Liga. Als Drittligaabsteiger in die Saison gestartet, gab es bei unseren Gästen Höhen und Tiefen. Nun stehen sie auf dem zweiten Tabellenplatz und haben noch die theoretische Chance, in unserem Volksstadion den Meistertitel zu feiern. Da haben wir, trotz aller Sympathie, aber doch gehörig was dagegen. Wir sind heiß darauf, nochmal ein richtig geiles Spiel abzuliefern und uns mit einem Sieg aus dieser Spielzeit zu verabschieden. Zudem steht ja auch unsere Heimserie auf dem Spiel! Seit Oktober letzten Jahres sind wir in Ligaspielen daheim ungeschlagen, das soll so bleiben. Also, ein letztes Mal alles geben und dann den Heimsieg feiern!

Ausgangslage – Der Traum vom Wunder

Nachdem wir zuletzt eher ein Auge auf den Abstiegskampf gerichtet hatten, blicken wir dieses Mal in höhere Tabellenregionen. Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen – daran werden sich die Fans des Halleschen FC wohl klammern. Die Chance auf die Meisterschaft und die damit einhergehende Möglichkeit auf den Aufstieg sind noch gegeben. Was es dafür braucht ist nichts Geringeres als ein Wunder. Halle muss uns besiegen, Lok Leipzig muss in Erfurt verlieren und nebenbei sind für den HFC noch sieben Tore aufzuholen. Wir dürfen also damit rechnen, dass die Hallenser direkt von Beginn an Druck machen und ein Offensivfeuerwerk auspacken werden. Bedeutet auch, es werden sich Räume zum Kontern ergeben. Stimmt unser Umschaltverhalten, können wir unsere Gäste ins Mark treffen. Lass machen!

Hallescher FC – Identifikation mit dem Club

Es kommt einem vor, als sei es gestern gewesen und doch war es schon im vergangenen Sommer. Damals berichteten die Medien über die Transfers des frischen Drittligaabsteigers Hallescher FC und sie erschienen sehr durchdacht und intelligent. Geholt wurden zunächst vor allem Spieler, die bereits eine Vergangenheit mit dem HFC haben. Identifikation wurde also großgeschrieben. Qualitativ waren das ebenfalls gute Jungs und nach einer kurzen Findungsphase zu Beginn der Saison kam das Team gegen Ende der Hinrunde immer besser ins Rollen. Wer weiß, was möglich gewesen wäre, wenn das direkte Duell mit Lok Leipzig nicht 0:1 verloren gegangen wäre. Halle wurde seiner Favoritenrolle aber auf alle Fälle gerecht und wird wie im Hinspiel nochmal ein hartes Brett für uns werden.

Im Rampenlicht – Jan Löhmannsröben

Vor der Saison wechselte Routinier Jan Löhmannsröben von Lok Leipzig zum Halleschen FC. Dass es heute zum Fernduell zwischen diesen beiden Vereinen kommen würde, konnte damals noch keiner ahnen. Der Ex-Zweitligaprofi hat aber auf alle Fälle einen wahnsinnigen Einfluss auf das Spiel und natürlich auch die Stimmung innerhalb der HFC-Mannschaft. Der 34-jährige Innenverteidiger wurde nach dem Hinspiel als der Hauptgrund für den Hallenser 1:0-Sieg gegen uns gefeiert, bereitete den Treffer des Tages mit einer starken Flanke nach gutem Nachsetzen auch mustergültig vor. Trotz des fortgeschrittenen Alters ist er kaum wegzudenken aus dem Team unserer Gäste und fungiert als Mentalitätsmonster und Antreiber. Diesem Mann muss man den Spaß am Spiel nehmen, ansonsten wird er seine Mannschaft unaufhörlich nach vorne treiben.

Fun Fact – HA HA HA bei HAimspielen

Nachdem im Jahr 2015 die Fusion des Greifswalder SV 04 und des FC Pommern Greifswald zu unserem heute bekannten Greifswalder FC vollzogen wurde, starteten wir in der Verbandsliga. Dort verbrachten wir bekanntlich drei Jahre, bevor uns der erste Aufstieg gelang. Mittlerweile ging es sogar noch eine weitere Liga höher und so spielen wir die dritte Saison in der Regionalliga, feiern außerdem im Sommer das zehnjährige Bestehen unseres Vereines. Wilde Jahre. Heute ist mit dem Halleschen FC ein renommierter Club zu Gast, wir finden, das passt ganz gut für so einen Saisonabschluss. Und so richtig bange ist uns nicht. Wir sind uns sicher, dass wir am Ende aus dem Spiel was mitnehmen. Kein Wunder, schließlich sind wir zu Hause in Pflichtspielen gegen Mannschaften aus Städten die mit HA beginnen noch gänzlich ungeschlagen. Unvergessen dabei das 12:1 in der Saison 2016/2017 gegen den Hagenower SV, bei dem Tom Selchow drei Mal traf und Marco Kröger zwei Elfmeter verwandelte. Aber auch das 2:2 nach 0:2-Rückstand gegen Germania Halberstadt trotz zwei Mann weniger in der Saison 2022/2023 ist uns noch im Kopf. Also, was soll uns heute passieren. Wir sind uns sicher, die Serie bleibt bestehen und heute kommt das dritte HA bei unserem freudigen Lachen hinzu!

* Noch nicht terminiertes Spiel. Datum und Uhrzeit können sich ändern.