„Es wurde tausendmal angesprochen. Ich kann nicht glauben, dass wir genau so ein Gegentor fangen“, sagte Kapitän Julian Rüh nach Abpfiff. Und auch Trainer Roland Kroos konnte es nicht so recht fassen. „Genau das habe ich angesprochen“, bestätigte er die Worte Julians. Gemeint war die 71. Spielminute. Nach einem Freistoß von Blau-Weiß 90 flog der Ball in den Strafraum, am langen Pfosten lauerte ein Akteur der Gäste, der den Ball wiederum in die Gefahrenzone köpfte. Dort wartete Mike Brömer und drückte den Ball zum 0:1 über die Linie. Es war der einzige Treffer an diesem Abend, der eigentlich so schön hätte laufen sollen.

759 zahlende Zuschauer hatten sich zu dem absoluten Spitzenspiel im Volksstadion versammelt. Abgesehen vom DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg war das für uns Zuschauerrekord in dieser Saison. Vor dieser tollen Kulisse wollten unsere Jungs natürlich ordentlich abliefern und die Fans nicht enttäuschen. In der ersten Halbzeit passierte jedoch relativ wenig. Obwohl unser GFC deutlich mehr für das Spiel tat, wollten sich nicht so recht Chancen ergeben. Die Gäste aus Berlin, Tabellenführer der Oberliga, lauerten auf Konter und verteidigten das sehr gut weg. Ein echtes Mittel wurde nicht gefunden, daher ging es mit 0:0 in die Kabine.

Appiah trifft nur das Außennetz

Unsere Jungs kamen dann mit viel Dampf aus der Kabine. „Wir haben angesprochen, dass wir natürlich erst mal genau so weiter machen wollen, den Gegner unter Druck setzen“, so Roland Kroos. Und tatsächlich kamen wir nach Wiederanpfiff immer wieder nah ans Tor. Die Flanken waren jedoch oft nicht genau genug. Nach einer Ecke kam dann aber doch Lukas Knechtel per Kopf an den Ball, es sollte jedoch nicht sein. Auch nach knapp einer Stunde nicht, als Peterson Appiah den Ball im Strafraum bekam, sich gut freidrehte und direkt den Abschluss suchte. Der Jubel auf den Tribünen flammte kurz auf, dann merkten es jedoch alle, Außennetz. Und wenig später dann auch eine kuriose Torannäherung der Berliner. Hinter der Mittellinie nahm ein Spieler Maß und versuchte Mika Schneider in unserem Tor auszutricksen. Der lange Ball wurde auch durchaus gefährlich, verfehlte das Tor aber knapp. Knapp 20 Minuten vor dem Abpfiff dann aber der besagte Freistoß von halbrechts. Das 0:1, es schockte unsere Jungs jedoch nicht. Sie rannten weiter an, versuchten zumindest den Ausgleich zu erzielen. Einen echten Hochkaräter konnten sie sich aber nicht mehr erarbeiten und so änderte sich das Ergebnis schließlich nicht mehr. Zum Ärgern bleibt aber keine Zeit, bereits am Ostersonntag geht es weiter. Dann reisen wir zum Brandenburger SC Süd, Anstoß dort ist um 14 Uhr.


Aufstellung: Schneider – Farr, Sanin, Rüh, Mietzelfeld – Lazdins, Müller(80. Jovanovic) – Salihu, Richardson(87. Hecker), Knechtel – Appiah


Tor:

0:1 Brömer (71.)

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