Verbandsligafrauen sichern sich Vizemeisterschaft

Zwei Ziele gab es am vergangenen Sonntag für unser erstes Frauenteam. Gegen den Lübzer SV sollte erstens ein Sieg her und zweitens damit die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga eingetütet werden. Aber wer hätte gedacht, dass es nochmal so ein hartes Stück Arbeit werden würde? Nach einer halben Stunde, in der sich beide Teams nicht sonderlich viele Torchancen erarbeitet hatten, versenkten die Gäste einen Freistoß direkt im Tor. Nur drei Minuten später kamen unsere Mädels dann nicht in die Zweikämpfe und auf ein Mal stand es 0:2. „In der aktuellen Situation ist es keine Selbstverständlichkeit, dass ein Team dann so zügig und eindrucksvoll zurückkommt“, lobt Trainer Steven Oklitz die folgenden drei Spielminuten. Ein Doppelschlag von Eva Hoppe egalisierte den Rückstand und sorgte für den 2:2-Pausenstand. Dort sprach der Coach dann nochmal zwei, drei Dinge an die, insbesondere im letzten Drittel, besser laufen mussten und das setzte sein Team auch direkt um.

Mit dem 3:2-Führungstreffer von Paula Falk löste sich auch ein wenig die Anspannung und unsere Erste machte souverän weiter. Ricarda Mumm und erneut Paula Falk, die mit ihrem 17. Saisontreffer an der Spitze der Torjägerinnenliste steht, erhöhten auf 5:2. Ein weiteres Standardgegentor brachte nochmal ein wenig Hektik rein, aber der 5:3-Sieg und damit auch der zweite Tabellenplatz waren unserem GFC nicht mehr zu nehmen. „Wenn uns das vor der Saison einer gesagt hätte… Was die Mädels diese Saison geleistet haben, ist nicht hoch genug zu bewerten. Dass sie da ein wenig auf dem Zahnfleisch gehen und es nicht mehr der überragende Fußball ist, ist okay. Die Leidenschaft und die Einstellung stimmen und das ist mir wichtiger“, freut sich der Trainer abschließend.

Nachdem das Spiel unserer dritten Frauen bereits abgesagt werden musste, weil die Gegner keine Mannschaft zusammenbekamen, stand auch die Partie unserer Zweiten ganz kurzfristig davor auszufallen. Es kamen noch einige Absagen rein, die letzte sogar eine halbe Stunde vor der Abfahrt. Es waren aber letztlich noch genug Mädels, die sich auf den Weg nach Tutow machen konnten und die legten eine kämpferische Leistung auf das Parkett, vor der es den Hut zu ziehen gilt. Bereits nach drei Minuten gingen die Gastgeberinnen in Führung, aber Anne Räther und Janka Holtz drehten die Partie postwendend durch zwei sehr gut ausgespielte Treffer. Zwar gelang Tutow auch schnell wieder der Ausgleich, aber danach entwickelte sich eine Partie, bei der die Mannschaften mindestens auf Augenhöhe waren. Beide Teams vergaben einige Möglichkeiten, Katja Zemlin im GFC-Tor musste dabei auch einige Bälle stark halten. Nach dem Pausentee merkte man dann allerdings doch, dass unsere Zweite etwas angeschlagen angereist war und so fehlte es ein wenig an der Kondition. Spielerisch sah das weiter gut aus und der Einsatz war vorbildlich. Trotzdem nutzte Tutow die Umstände noch zwei Mal aus und setzte sich schließlich mit 4:2 durch. Eine Niederlage, ja, aber dennoch sah man bei einem so kleinen Kader dann doch die starke Entwicklung des Teams über das Jahr. Nach Abpfiff waren die Mädels entsprechend zufrieden mit der Leistung, jedoch auch etwas enttäuscht, weil das Gefühl zurückblieb, dass noch mehr drin gewesen wäre.

B-Mädels unterliegen nach starker erster Halbzeit

Für unsere weibliche U17 stand in der Verbandsliga das Rückspiel gegen den FSV 02 Schwerin auf dem Programm. Im Hinspiel verschliefen die Mädels die erste Hälfte komplett, lagen damals schon mit 0:6 hinten, steigerten sich dann aber in der zweiten Hälfte deutlich, sodass es letztlich ein 2:7 wurde. Dieses Mal sollte das nicht passieren und die Mädchen waren von Beginn an voll da. Bereits nach drei Minuten konnte ein Distanzschuss von Alena Stechert nicht festgehalten werden, sodass Lara Timm zur Stelle war und ihr erstes Tor für unsere B-Mädels zum 1:0 erzielte. Auch danach war das Team richtig stark und verteidigte die Führung sehr gut. Nach vorne fehlte hier und da etwas die Präzision und Durchschlagskraft, aber dennoch war es eine starke Performance. Leider entschied der Schiedsrichter nach etwas zu viel Armeinsatz dann aber noch im ersten Durchgang auf Elfmeter für Schwerin, das ihn dann auch zum Ausgleich verwandelte. Zur Pause waren alle aber sehr zufrieden und wollten darauf aufbauen. Noch immer gebeutelt von vielen Ausfällen spielte die Truppe leider ohne Wechslerin. Dies sollte dem Team dann leider auch zum Verhängnis werden. Die Kraft und die Konzentration ließen immer mehr nach und so brach das Unheil dieses Mal im zweiten Spielabschnitt über sie herein. Auch wenn unser GFC vor allem über die sehr aktive Lilly Blank immer wieder Vorstöße wagte, war die Truppe meistens hinten gefordert und kassierte leider noch vier Gegentreffer. So verloren unsere B-Mädchen am Ende etwas zu hoch mit 1:5, zeigten aber die starke Entwicklung und wissen das Spiel ganz gut einzuordnen.

Für unsere C-Juniorinnen stand ein hartes Spiel vor der Brust, das war allen klar. Beim Auswärtsspiel bei der TSG Neustrelitz wurde ein enges kampfbetontes Aufeinandertreffen erwartet, wie schon einige Male zwischen beiden Teams gesehen. Im Hinspiel zum Beispiel erzielte Neustrelitz quasi mit dem Abpfiff erst den Ausgleich. Unsere Truppe wusste also, was sie zu tun hatte und startete richtig gut in die Partie. Anna-Lena Schumann und Anika Hanke hatten direkt in den ersten fünf Minuten zwei große Möglichkeiten für die Führung zu sorgen, ließen diese aber liegen. Was dann passierte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Die Gastgeberinnen gingen in Führung und plötzlich fiel das Team von Julia Krakow, Christopher Roß und Matze Hanke auseinander. Immer wieder klingelte es im Kasten von Dunja Hashemi, die unsere GFC-Mädchen aber noch einige Male vor schlimmerem bewahrte. Erst kurz vor der Pause kamen wir nochmal zurück. Anna-Lena Schumann traf in Robben-Manier zum 1:7. „Das ist das, was ich von ihr viel, viel öfter sehen möchte und das hat sie gestern ganz gut gemacht“, betont Christopher Roß. Anika Hanke legte nach, so stand es zur Halbzeit 2:7 aus GFC-Sicht. Im zweiten Durchgang wollte das Trainerteam diesen Mut der letzten fünf Minuten erneut sehen und insbesondere Marlene Landmann lieferte in der Defensive, allerdings wurde sie häufig auch recht alleine gelassen und konnte nicht alles verhindern. Neustrelitz nutzte die Fehler immer wieder gnadenlos aus und so sollte es letztlich dann sehr deutlich werden. Auch wenn Alexa Lerm noch einen GFC-Treffer beisteuerte, stand es am Ende 16:3 für die TSG. „Für uns war es ein rabenschwarzer Tag, aber man muss auch die Entwicklung der Neustrelitzerinnen loben. Die Trainer machen da eine gute Arbeit“, so Roß anerkennend. Für unsere weibliche U15 geht es nun am 31. Mai im letzten Saisonspiel zu Hause gegen die Schwaaner Eintracht. Unterstützt das Team nochmal und helft dabei die Saison würdig abzuschließen!

Auch unsere Kleinsten waren am Wochenende mal wieder unterwegs. Unsere U11-Mädels von Tobias Gürtler fuhren zu einem Testspiel zum SV Parkentin und probierten sich erstmals im 6/1 aus. Gespielt wurde über vier Mal 15 Minuten und leider verschliefen unsere U11-Mädels das erste Viertel komplett. Sie ließen sich in der Defensive, insbesondere beim Abstoß, immer wieder zu sehr unter Druck setzen. So fielen leider satte sieben Gegentore. „In der ersten Pause habe ich nochmal ein wenig was angepasst. Danach lief das dann besser. Die Mädels sorgten für mehr Entlastung und vor allem Angebote über die Außen“, erzählt der Coach. Das Team hatte so nun mehr Zugriff und kam auch immer wieder vor das gegnerische Tor. Lisa Schulz erzielte dadurch das erste GFC-Tor des Tages, das zweite Viertel ging somit 1:1 aus. „Es war dann natürlich schon ein deutlicher Leistungssprung und ab da war ich dann insgesamt auch zufrieden mit der Performance meiner Kleinen“, so Gürtler weiter. In den letzten beiden Vierteln gelangen Lea Jung zwei weitere GFC-Treffer, wohingegen aber auch noch zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen wurden. Insbesondere Luise Bialke bewies in dieser Phase Nehmerqualitäten und zeigte vorbildlichen Einsatz für ihre Mannschaft. Leider verteilte das Gürtler-Team in der Defensive aber noch ein paar Geschenke, sodass die Niederlage ergebnistechnisch trotzdem deutlich ausfiel. „Das ist okay. Heute gab es viele neue Eindrücke und Regeln für die Mädels zu verstehen. Wichtig ist, dass sie sich nach dem ersten Viertel so stabilisiert haben, niemals aufsteckten und einen starken Charakter zeigten. Jetzt freuen wir uns auf das Turnier in Lohmen nächste Woche, wo wir dann erneut im 6/1 antreten dürfen“, fasst Tobias Gürtler zusammen.

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