Keine Belohnung – GFC trennt sich 1:1 von Chemie Leipzig
Kapitän Leipertz bringt den Greifswalder FC früh in Führung. Nur wenige Minuten später rutscht Lion Semic der Ball unglücklich zum 1:1 über den Fuß. Langes Anrennen und viele gute Möglichkeiten bleiben in der Folge ungenutzt.
Starke Leistungen gegen Magdeburg und Rot-Weiß Erfurt brachten in den letzten beiden Wochen keine Punkte für die Mannschaft von Alain Karim. Im Heimspiel gegen Chemie Leipzig sollte es nun besser werden und unsere Jungs kamen auch sehr motiviert ins Spiel. Hohes Pressing und schnelles Umschalten sollten das Mittel sein und bereits nach neun Minuten wurde es belohnt. Robert Leipertz bekam im Strafraum den Ball, drehte sich leicht und schoss aus kurzer Distanz ein. Der Jubel aber währte nicht lange. Nach einer Kopfballchance von Mcmoordy Hüther kamen die Leipziger erstmals vor unser Tor. Ein weiter Ball sollte von Lion Semic geklärt werden, jedoch rollte der Ball unglücklich über die Außenseite seines Fußes und flog im hohen Bogen über den rauseilenden Jakubov ins eigene Tor – 1:1 nach zwölf Minuten. In der Folge bestimmte unser Greifswalder FC das Spielgeschehen komplett. Genutzt wurden die guten Möglichkeiten aber nicht. Ob nun ein Schuss freistehend vor dem Tor durch Leipertz oder ein Versuch aus kurzer Distanz von Semic, es fehlte die Konsequenz im Abschluss.
Mit dem 1:1 ging es entsprechend in die Pause und unser Team wollte im zweiten Spielabschnitt den vierten Heimdreier der Saison eintüten. Chemie Leipzig, das mit nur fünf Wechslern angereist war, aber nach einer Verletzung beim Aufwärmen kurzfristig auf den Ex-Greifswalder Elias Kratzer verzichten musste, verlagerte sich auf das Verteidigen. Sie standen sehr eng und ließen wenig zu, dennoch kamen unsere Jungs immer auch mal wieder durch. Die Ansätze waren gut, aber bei den Abschlüssen schafften es die Leutzscher immer wieder ein letztes Bein dazwischen zu bekommen. Hier und da wollten unsere Jungs den Ball aber auch ins Tor tragen, machten einen Haken zu viel oder spielten doch nochmal einen Pass, der dann abgefangen wurde. Die vielleicht beste Möglichkeit in der zweiten Halbzeit sollte Marcus Niemitz bekommen. In der letzten Minute wurde er in der Mitte freigespielt und kam mit seinem linken Fuß aus etwa 15 Metern frei zum Abschluss. Er setzte den Schuss jedoch zu hoch an und so flog der Ball letztlich über die Querlatte. Es war die letzte Möglichkeit und so blieb es am Ende beim 1:1, das sich bei den Beteiligten wie eine Niederlage anfühlte.
Greifswalder FC – FC Rot Weiß Erfurt 1:1 (1:1)
Greifswald: Jakubov – Awuah, Walchhütter, Seidel – Semic (77. Oke), Hüther (63. Kroll-Thiel), Sternberg, Niemitz – Bokake Bolufe (86. Gomes), Leipertz (86. Schmökel), Seidemann (63. Heim)
Chemie: Bergmann – Bulland (46. Bürger), Hollenbach, Hoops, Pfeil – Hoffmann, Aliji, Jakobi, Reincke (67. Profis) – Kühn (90+3 Horenburg), Sanogo (81 Eyenga Lokilo)
Tore: 1:0 Leipertz (9.), 1:1 Semic (12. /ET)
Zuschauer: 1248
Schiedsrichter: Julius Hanft