Jokerinnen entscheiden Spiel der 1. Frauen

Im Hinspiel war es deutlich, doch wie wenig sowas wert ist, zeigte sich ja bereits vor einigen Wochen. Beim letzten Ligaspiel unserer 1. Frauen beim Rostocker FC kassierte man mit dem Schlusspfiff den 1:1-Ausgleich, nach 6:0-Sieg im Hinspiel. Dieses Mal ging es zur HSG Warnemünde, in der Tabelle mit zwei Spielen mehr vor unserem GFC. Das Hinspiel endete 4:0 für unsere Frauen. „Es war damals aber nicht unbedingt so einseitig. Dazu hatten wir nun durch die längere Spielpause und Semesterferien, wodurch wir nicht immer viele Leute beim Training hatten, sowas wie einen erneuten Start in die Rückrunde. Warnemünde hatte auch einige neue Spielerinnen. Es war schon ein großes Fragezeichen auf dem Spiel“, erzählt Coach Steven Oklitz. Es war eine Partie, die unser GFC durchaus gut unter Kontrolle hatte, ohne zu Beginn aber die ganz großen Gelegenheiten zu produzieren. Erst gegen Ende der ersten Hälfte waren die Chancen größer, allerdings wurden diese teilweise fahrlässig liegen gelassen. „Sowas rächt sich ja meist, siehe RFC. Ich hatte zur Pause 9:2 Chancen für uns gezählt. Insofern war es ärgerlich. Aber es war ein Spiel, bei dem zwei Teams aufeinandergeprallt sind, die beide Fußball spielen und Lösungen im spielerischen Bereich finden wollten, was natürlich immer schön ist“, so Oklitz zur ersten Hälfte.

In der Halbzeitansprache wurde dann der Weg vorgegeben, der im zweiten Durchgang auch zum Erfolg führen sollte. Nach Wiederanpfiff legte unser Team los wie die Feuerwehr. Zunächst tankte sich Paula Falk über links super durch, steckte den Ball zu Wiebke Gustmann, die den Ball zur Führung reinspitzelte. Keine fünf Minuten später revanchierte sich Gustmann mit einer Freistoßflanke, die Falk zum 2:0 über die Linie drückte. Nach gut einer Stunde wechselte unser GFC dann das erste Mal, Finja Pester ersetzte Lia Bücke und traf nur wenige Minuten nach ihrer Einwechslung zum 3:0. Die Messe schien gelesen, doch Warnemünde gab nicht auf. Jenny Le Quoc verkürzte und es wurde plötzlich wieder hektisch.

„Warnemünde war da sehr giftig und gallig und bekam nochmal ordentlich Rückenwind. Sie setzten uns nochmal gut unter Druck und wir wurden ein bisschen hektisch, hatten auch Glück in zwei Situationen, dass wir uns da keinen fangen“, erinnert sich Oklitz. Er wechselte dann nochmal Jamie Riebe und Laura Wichmann ein und auch die beiden Jokerinnen sollten sich als Glücksgriff herausstellen. Fünf Minuten vor dem Ende köpfte Riebe eine Ecke zur endgültigen Entscheidung ein, ehe Wichmann mit einem traumhaften Schlenzer ins Eck den 5:1-Endstand besorgte. „Damit trafen alle drei Einwechselspielerinnen. Das war sehr cool und kommt ja auch nicht so häufig vor“, freute sich Oklitz. Mit dem Sieg steht unser Team nun mit gleich vielen Punkten wie Warnemünde, aber zwei Spielen weniger auf Rang drei der Verbandsliga. Der Rostocker FC mit einem Punkt mehr auf dem zweiten Platz hat sogar schon drei Partien mehr absolviert. Eine weiterhin starke Saison also für unsere ersten Frauen.

Erfolgreiche Testspiele für die Frauen und Mädchen

Von unseren Frauen zum jüngsten Mädchenteam unseres GFC. Unsere U11-Mädels waren am Samstag ebenfalls unterwegs und fuhren zu einem Testspiel in die Halle des SV Steinhagen. Gespielt werden sollte über drei Mal 20 Minuten. „Es ging in erster Linie um Spielpraxis und darum den Spielaufbau nochmal zu vertiefen, den wir in Riems so sträflich vernachlässigt haben“, so Trainer Tobias Gürtler. Dieser klappte dieses Mal auch besser und oft wurde versucht spielerisch Lösungen zu finden, allerdings war es im engen Raum dann häufig auch etwas schwierig. Nach knapp zehn Minuten brachte Lea Jung unsere Mädels dann aber mit ihrem allerersten Tor im GFC-Dress in Führung, ehe Ronja Hinz das 2:0 nur wenige Minuten später nachlegte. „Ich habe dann versucht die Mädels in der Pause nochmal darauf hinzuweisen, dass wir uns die Gegnerinnen viel klüger zurechtlegen und ganz einfach mit ein paar Pässen umspielen konnten. Das dauerte mir hier und da noch etwas zu lange“, so Gürtler. Die Mädels versuchten das umzusetzen, auch, wenn es nicht immer ganz so funktionierte. Finja Roß erhöhte dennoch auf 3:0, aber Steinhagen erzielte wenig später seinen ersten Treffer. Die Antwort, eine Minute später, hatte wieder Finja Roß parat. Die legte im letzten Drittel dann noch vier weitere Treffer nach und avancierte zur Topscorerin des Spiels. Mit dem Schlusspfiff machte Salome Dubasevych nach einer Ecke von Lea Jung mit dem 9:1 den Deckel drauf. „Es war nach Riems wieder ein Schritt nach vorne, auch wenn es teilweise dann doch auch manchmal noch etwas planlos aussah. Aber daran arbeiten wir“, sagt Gürtler abschließend. Am 25.4. lädt das Team dann zum Salzgrotte Alwine-Cup ins Volksstadion ein.

Getestet wurde auch bei unseren 2. und 3. Frauen. Die schickten ein Mixteam zur Partie bei der HSG Warnemünde II. Zu Beginn brauchten die Mädels auch noch ein wenig, um ins Spiel zu finden. In dieser Phase war Warnemünde direkt da und hatte auch Möglichkeiten, aber belohnte sich nicht. Defensiv wurde unser Team dann aber immer stabiler und bekam immer wieder einen Fuß dazwischen. „Wir haben Warnemünde das Leben echt schwer gemacht, sodass dort auch irgendwann Frust aufkam“, berichtet Torhüterin Katja Zemlin und fügt an: „Wir standen gut, wir haben gut kommuniziert, das hat echt toll funktioniert. Wir haben uns gegenseitig auch sehr gut geholfen.“ Dies bestätigte auch Offensivakteurin Cindy Schubert, die begeistert war, wie jede einzelne Spielerin zurückarbeitete. „Das war schon auffällig. Wir hatten das ja jetzt häufiger mal, dass vorne dann mal zwei Leute stehen blieben, weil sie nicht mehr konnten oder so. Aber dieses Mal hat wirklich jeder defensiv mitgeholfen, das war mega gut“, so Schubert. Im zweiten Durchgang wurde unser GFC dann nochmal stärker, ließ noch weniger zu und wurde zudem vorne noch gefährlicher. Ein schöner Spielzug über Gretje Ulrich wurde dann auch mit einem Treffer von Janka Holtz zum 1:0 belohnt. Es sollte letztlich das einzige Tor bleiben. „Es war schon schön mal wieder in der Konstellation zusammen zu spielen. Wir haben das echt gut gemacht und da können wir uns auf die Schulter klopfen. Ich hoffe dann, dass wir in Kirchdorf und die Dritte gegen Tutow Energie draus ziehen und in die Ligaspiele mitnehmen können“, hofft Katja Zemlin.

Klare Niederlagen für unsere Nachwuchsteams in der Liga

Spanien liegt für unsere Mädels in der Vergangenheit, nun hieß es wieder Ligaalltag. Unsere C-Juniorinnen mussten dabei direkt zum Ligaprimus, den 1. FC Neubrandenburg. „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel werden würde und es nur über Ehrgeiz, Kampf und das Team gehen würde. Es war ja auch das, was wir in Spanien immer gefordert haben und das haben die Mädchen echt gut umgesetzt“, so Christopher Roß aus dem Trainerteam. Insbesondere die erste Viertelstunde war dabei herausragend von unserem GFC. Die Mädchen hielten körperlich gut dagegen und verteidigten alles richtig stark weg. „Leider fehlte es dann aber so ein bisschen an der Kondition und es kamen auch zwei Verletzungen dazu, wo wir etwas durchtauschen mussten. Danach wurde es ein anderes Spiel und wir waren nicht mehr ganz so griffig“, so Roß weiter. Dies wusste Neubrandenburg mit den spielstarken Mädels auszunutzen und leider brach es bis zur Pause dann über unsere Mädels hernieder. Mit einem großen Rückstand ging es in die Pause, aber das Team wollte nach Wiederanpfiff auf die starke erste Viertelstunde aufbauen. So startete unser GFC dann auch motiviert und belohnte sich. „Wir hatten uns vorgenommen, wenigstens auch noch ein Tor zu machen. Das hatte ich so ein bisschen als Ziel ausgegeben“, erzählt Christopher. Anna-Lena Schumann erfüllte jenes Ziel und erzielte den Ehrentreffer. Auch danach sah es spielerisch richtig gut aus. Es gab immer wieder gute Kombinationen über Luci Hüpenbecker, Anna-Lena Schumann und Sophia Benter. „Sophia muss ich da auch nochmal herausheben, die hat das nach vorne und hinten richtig gut umgesetzt. Und auch Enie Burchardt hat hinten super verteidigt. Alle haben das sehr gut gemacht, aber die beiden muss ich nochmal hervorheben“, lobt Roß. Am Ende hieß es zwar 1:13, aber das Team und die Trainer wussten dies einzuordnen. Schon am kommenden Wochenende gegen Lohmen sollen dann auch wieder Punkte her.

Ebenfalls deutlich wurde es leider bei unseren B-Mädels. Auch von der Truppe waren einige Mädels mit in Spanien und erlebten dort eine fantastische Zeit. Nun ging es zum Auswärtsspiel beim Rostocker FC und nach dem klaren Erfolg im Hinspiel hatte sich das Team von Sandra Gutmann-Tank hier sicherlich etwas ausgerechnet. Ohne Wechslerin ging es allerdings nach Rostock und somit war klar, es würde auch eine Kraftfrage werden. Umso besser war natürlich die frühe Führung unseres GFC durch Mizzi Schiller nach nur zwei Spielminuten. Nur weitere zwei Minuten später fiel allerdings schon der Ausgleich. Im Anschluss daran folgen die Minuten der Mathilda Buchholz die bis zur Pause noch satte fünf Treffer für die Gastgeberinnen erzielte und unsere Mädels damit mit 1:6 in Rückstand brachte. Nach Wiederanpfiff verkürzte Wilma Langbein zwar, das Spiel war aber im Prinzip entschieden. Auch Mizzi Schiller traf noch ein weiteres Mal, die klare Niederlage war jedoch nicht mehr abzuwenden. Der Rostocker FC traf seinerseits auch noch vier weitere Male und so stand am Ende ein 3:10 zu Buche, bitter.

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