Greifswalder FC zieht ins Landespokal-Halbfinale ein
Puh, einmal bitte durchatmen! Der Greifswalder FC hat bei der TSG Neustrelitz das Landespokal-Halbfinale klar gemacht – und es war ein echter Krimi. Nachdem 105 Minuten lang wenig auf beiden Seiten passierte, führten die Gastgeber plötzlich. Unser Team zeigte aber Moral und drehte die Partie noch in der Verlängerung, sodass es am Ende ein 3:1-Erfolg war.
Mit Benyamina, Atilgan, Hüther, Montcheu, Vierling, Harz und Richardson fielen sieben Spieler verletzungsbedingt aus. Daher rückten Tesfaw und Beck kurzfristig in den Kader.
Die erste Halbzeit ist dann im Grunde genommen schnell erzählt. Tomety-Hemazro aus der Distanz (2.) und Lukas Lämmel per Kopf aus 14 Metern (43.) sorgten für die einzig nennenswerten Abschlüsse, die TSG-Schlussmann Höftmann aber auch nicht wirklich vor Probleme stellten.
Spannender wurde es in der Halbzeitpause. Da wurde nämlich das Halbfinale ausgelost. Erst wurde die Partie des SV Pastow gegen Anker Wismar gezogen. Und damit war klar: Der Sieger dieser Begegnung trifft im Halbfinale zu Hause auf den FC Hansa Rostock.
Durchgang zwei begann dann ebenfalls verhalten. Den ersten Abschluss hatte Vogt in Minute 57 – wieder kein Problem für Höftmann. Kurz darauf landete ein Vogt-Kopfball nach einer Ecke auf dem Tornetz (60.). Der GFC hatte nun aber seine beste Phase und kam zu einer Top-Chance. Tomety-Hemazro nahm Tempo auf und brachte den Ball am Ende seines Laufs über den halben Platz punktgenau zu Ndualu. Frei vor dem Keeper scheitere unser Flügelspieler allerdings, der Nachschuss von Vogt wurde dann geblockt (65.).
Neustrelitz fand offensiv noch gar nicht statt, hatte dann aber aus dem Nichts die große Chance zur Führung: Kmetjuks lies Tomaty-Hemazro stehen, bewies Übersicht und setzte Laribi in Szene. Sein direkter Abschluss landete an der Latte – Schreckmoment für den GFC (79.)! In der Nachspielzeit hatte unser Team noch einmal die Chance auf den Lucky Punch. Vogts Flanke wurde als Bogenlampe abgewehrt, Höftmann faustete den Ball daraufhin an der Strafraumkante zu Lämmel, der direkt abzog. Der Ball flog allerdings über das Tor (90.+2). Verlängerung!
In der hatte Memaj zwei gute Chancen (91., 99.), ehe die TSG nach vorne kam. Bei einer Ecke verlor Bokake Bolufe das Kopfballduell am zweiten Pfosten und in der Mitte köpfte Röth freistehend ein – das Parkstadion drehte durch (105.+3). Doch plötzlich waren bei unseren Spielern alle Sinne geschärft. Vogt dribbelte sich durch die Neustrelitzer Defensive, legte rüber zu Bokake Bolufe und der schob die Kugel ein. Ausgleich in der 108. Minute. Und dann kam der große Moment von Beck. Wagners Ecke wurde nicht weit genug rausgeköpft, Eglseder machte die Kugel nochmal scharf und Beck köpfte ein (110.). Der Mann, der erst am Vortag davon erfuhr, dass er mitkommen soll und eigentlich das Trikot der U23 trägt. Zwei Minuten vor Schluss machte Vogt den nach super Dribbling und mit einem sehenswerten Schlenzer den berühmten Deckel drauf. Wer sich die Highlights nochmal ansehen will, kann das hier tun.
Damit ist auch klar: Das Halbfinale wird im Volksstadion gegen Hansa Rostock ausgetragen. Alle Infos zum Spieltermin und zum Ticketverkauf werden wir zeitnah bekannt geben.
TSG Neustrelitz – Greifswalder FC 1:3 n.V. (0:0, 0:0, 1:3)
Neustrelitz: Höftmann – Guth, Höfer, Müller (68. Akogo), Gäbel, Ziegler, Bastin, Frühauf (68. Laribi), Kruse (91. Schreiber), Inderwisch, Sfishta (42. Kmetjuks, 101. Röth)
Greifswald: Jakubov – Farr, Eder (91. Eglseder), Kaizer, Tomety-Hemazro – Ndualu (100. Beck), Lämmel, Vogt, Bokake Bolufe – Daedlow (78. Memaj), Wagner
Tore: 1:0 Röth (105.+3), 1:1 Bokake Bolufe (108.), 1:2 Beck (110.), 1:3 Vogt (119.)
Zuschauer: 812
Schiedsrichter: Ole Donner