Greifswalder FC erkämpft sich Sieg bei Hertha II
Da war alles drin, was es im Kampf um den Klassenerhalt benötigt! Unser Greifswalder FC hat am Dienstagabend bei der U23 von Hertha BSC alles reingehauen und mit 1:0 gewonnen. Allen Widerständen zum Trotz mit drei verletzten Spielern warf sich die Lipfert-Truppe in jeden Ball und feierte den ersten Sieg des Jahres. Abermals war es Soufian Benyamina, der das entscheidende Tor erzielte.
Björn Lipfert tauschte die Startelf im Vergleich zur 0:1-Niederlage auf vier Positionen aus. Mit Tomety-Hemazro und Montcheu kamen neue Außenverteidiger rein, dazu begannen Daedlow und Hüther.
Von Beginn an war es direkt ein wildes Spiel. Nach wenigen Sekunden hatte Hertha über Ben-Hatira die Führung nach einem Jakubov Schnitzer auf dem Fuß. Nur wenige Minuten später hatte auch Tomety-Hemazro die erste GFC-Chance, aber sein Abschluss war zu zentral auf Heide gerichtet. Es ging wild Hin und Her und dass es nach 20 Minuten noch 0:0 stand, grenzte fast an ein Wunder. Rölke traf für Hertha in der Folge aus kürzester Distanz nur das Außennetz, kurz darauf war Heide erneut zur Stelle – diesmal gegen Atilgan. Hertha verpasste es, einige aussichtsreiche Möglichkeiten besser auszuspielen. Auf der anderen Seite hielten unsere Jungs aber aus stark dagegen.
Zwei Wehrmutstropfen gab es noch vor der Pause: Hüther musste nach einem Schlag auf das Sprunggelenk ins Krankenhaus gebracht werden, bei Tomety-Hemazro waren es muskuläre Probleme, die jeweils eine Auswechslung erforderten. „Jetzt mit einem 0:0 in die Pause gehen“, mag sich der ein oder andere GFC-Fan schon gedacht haben, da hatte Theo Harz nochmal eine Idee, setzte Benyamina in Szene, der auf der rechten Seite an Pekarik vorbeizog und mit links ins lange Eck vollstreckte. Ekstase!
Nach der Pause stand der GFC defensiv zunächst sicherer, lief trotzdem aber vorne an und machte die Räume eng. Mitte der ersten Halbzeit der nächste Schock: Nach einer Dreifachchance für Harz und den doppelten Atilgan blieb Harz verletzt liegen. Der dritte verletzungsbedingte Wechsel und damit nach 65 Minuten schon keine Wechselmöglichkeit mehr. Hertha machte Richtung Spielende mehr Druck und kam zu mehr gefährlichen Vorstößen. Ben-Hatira setzte einen Freistoß an den Querbalken, Jakubov parierte aus fünf Metern einen Kopfball von Ogbaidze überragend und Thelibs Schlenzer ging nur knapp am Tor vorbei. In der Offensive verpasste es der GFC leider, die Entscheidung herbeizuführen. Die beste Chance hatte Bokake Bolufe, der frei vor Heide scheitere.
Zum Glück blieb es beim 1:0 für den GFC und damit wurde der so wichtige erste Sieg des Jahres eingefahren.
Hertha BSC U23 – Greifswalder FC 0:1 (0:1)
Hertha: Heide – Berner, Decker, Bruns, Pekarik (46. Richter) – Klemens (46. Klemens), Telib, Ogbaidze – Ben-Hatira, Rölke, Trus (46. Weiland)
Greifswalder FC: Jakubov – Montcheu, Eder, Strietzel, Tomety-Hemazro (43. Farr) – Daedlow, Hüther (37. Lämmel), Wagner – Harz (68. Bokake Bolufe), Benyamina, Atilgan
Tor: 0:1 Benyamina (45+2.)
Zuschauer: 286
Schiedsrichter: Max Kluge