GFC unterliegt in Jena in letzter Sekunde
Benyamina bringt GFC mit Traumtor in Führung. Jakubov hält Elfmeter mit dem Pausenpfiff. Ping-Pong-Tor und Last-Minute-Hammer drehen Partie für Jena.
Nach der bitteren Heimniederlage gegen den FSV Zwickau fuhren unsere Jungs nach Jena um am Freitagabend die fast unüberwindbare Aufgabe zu bewältigen und etwas aus dem Ernst-Abbe-Sportfeld mit nach Greifswald zu bringen. Osman Atilgan kehrte nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Startelf zurück und dennoch war es der Tabellenzweite, der zunächst das Spiel bestimmte. Große Chancen gab es jedoch lange nicht. Nach rund 20 Minuten war es dann unser GFC, der sich vor das Tor der Gastgeber spielte. Benyamina zog dann von links in die Mitte und schoss den Ball ansatzlos ins lange obere Eck – ein Traumtor! Und die GFC-Führung. Davon fast schon provoziert übernahmen die Hausherren nun noch mehr die Kontrolle. Zunächst klärte Eder etwas glücklich an den eigenen Pfosten, wenig später war es Oduah, der den Ball nicht richtig erwischte. Jena drückte nun richtig und immer wieder brannte es in unserem Strafraum. Eine Dreifachchance klärten zunächst zwei Mal Ex-Jena-Kapitän Bastian Strietzel und dann Jakubov mit einer Glanzparade gegen Butzen. Kurz vor der Pause kam es wie es kommen musste. Lankford wurde im Strafraum gelegt und es gab Elfmeter. Maxim Hessel trat an, aber tatsächlich ahnte Jakub Jakubov die Ecke und parierte quasi mit dem Halbzeitpfiff diesen Strafstoß! So blieb es zunächst bei der GFC-Führung!
Im zweiten Durchgang fing die Lipfert-Elf dann durchaus gut an. Benyamina war es, der nach etwa fünf gespielten Minuten mit seinem Tempo über rechts in den Strafraum zog und einen Flachschuss ins lange Eck versuchte. Leider kullerte das Leder knapp am Pfosten vorbei. Jena auf der anderen Seite versuchte es immer wieder mit Flanken aus dem Halbfeld, hatte dabei jedoch keinen großen Erfolg und hatte lange keine klare Chance. Mit der Einwechslung vom Ex-Greifswalder Manassé Eshele änderte sich das. Drei Minuten war er auf dem Platz, als Jena im Strafraum durch Reddemann zum Abschluss kam. Dessen Schuss wäre völlig ungefährlich neben das Tor gegangen, jedoch schoss er Eshele am Oberschenkel an, der fast noch ausweichen wollte. Von dessen Bein sprang der Ball über die Linie zum Ausgleich, Jakubov war bereits in die andere Richtung unterwegs. Fortan rannte Jena natürlich an und versuchte den Sieg zu erzwingen, unser GFC verteidigte das aber eisern und versuchte seinerseits Nadelstiche zu setzen. So kam Joe-Joe Richardson zu einem abgefälschten Schuss und Atilgan versuchte sich immer wieder auf die Grundlinie zu tanken und in der Mitte einen Abnehmer zu finden. In der Nachspielzeit kam dann nochmal Benyamina, der aus etwas zu spitzem Winkel mit links ans Außennetz schoss. Als alle noch eine Ecke forderten, machte Jena das Spiel schnell. Ein weiter Ball wurde von Wähling zurückgelegt und Burmeister hämmerte aus kurzer Distanz unhaltbar zum 2:1 für Jena ein. Jakubov war chancenlos und mit diesem Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit war die Partie leider entschieden. Eine Niederlage die wehtut.
FC Carl Zeiss Jena – Greifswalder FC 2:1 (0:1)
Jena: Liesegang – Butzen, Reddemann, Hessel (81. Hehne), Talabidi – Burmeister, Fritz (63. Werner), Weihrauch (81. Wähling), Prokopenko (63. Eshele) – Oduah, Lankford (81. Suljic)
Greifswald: Jakubov – Wagner, Eder, Strietzel, Tomety-Hemazro (85. Eglseder) – Daedlow (74. Bokake Bolufe), Lämmel, Vogt – Richardson, Benyamina, Atilgan (82. Kaizer)
Tore: 0:1 Benyamina (17.), 1:1 Eshele (66.), 2:1 Burmeister (90.+4)
Zuschauer: 7.322
Schiedsrichter: Miriam Schwermer