Erste Frauen ungeschlagen zur Vizemeisterschaft

Die Endrunde der Hallenlandesmeisterschaft stand am Wochenende auf dem Programm und unsere Verbandsligistinnen waren mittendrin. In einem sehr starken Teilnehmerfeld galt es sich zu beweisen und wie ausgeglichen dieses war, zeigte sich von Beginn an – sechs der ersten acht Turnierspiele endeten Unentschieden! „Futsal ist halt Futsal. Das hat mit Fußballgefühl nicht viel zu tun und ich weiß auch nicht, ob es das attraktivste Hallenmodell ist. Es soll keine generelle Kritik an der Sportart sein, aber oft wird weniger die Leistungsstärke widergespiegelt, es gehört viel Glück dazu“, so Trainer Steven Oklitz. Und dieses brauchte unser Greifswalder FC gleich in der ersten Begegnung. Gegen den 1. FC Neubrandenburg, der in unserer Vorrundenstaffel den Sieg geholt hatte, lag das Team bereits mit 0:2 zurück, als die letzten beiden Spielminuten begannen. Zunächst verkürzte dann Wiebke Gustmann auf 1:2 und als die letzten Sekunden liefen, kam Paula Falk an den Ball. „Ich habe glaube ich mit Wiebke einen Doppelpass gespielt, bekam den Ball wieder und hab mit links auf das Tor geschossen, auf das kurze Eck. Aus meiner Position sah es so aus, als wenn die Torhüterin den Ball gefangen hatte“, erinnert sich „Falki“. Plötzlich aber kam Jubel auf – die Torhüterin bugsierte das Leder über die eigene Linie. „Ich habe das erst gar nicht mitbekommen, erst als mein Name gesagt wurde. Ich war natürlich sehr stolz auf mich und habe mich sehr gefreut“, so Paula weiter.

Das 2:2 war also ein gefühlter Sieg. Mit dieser Euphorie sollte es gegen Penzlin dann auch punktetechnisch den ersten geben, leider gelang es hier aber beiden Teams nicht das Leder über die Linie zu drücken. Und auch die dritte Partie fand keinen Sieger. Gegen den Rostocker FC gingen unsere Frauen zwar früh durch Paula Bartl in Führung, durch einen starken Spielzug glich der RFC aber sehenswert aus. Ein hoher Ball wurde volley aus der Drehung ins Tor gehämmert. „Es war bisher das schönste Tor, das ich in der Halle gesehen habe“, kommentierte es Oklitz, der nach dem Treffer sein Gesicht in seinen Händen vergrub. Die Stimmung war danach eher negativ, schließlich hatte man noch keinen Sieg geholt. „Es ist ja immer so eine Frage der Perspektive. Wir hatten zwar nicht gewonnen, aber auch noch nicht verloren“, so der Cheftrainer. Entsprechend wollte er in den Spielen gegen die beiden Hansa-Teams nochmal volle Motivation sehen. Gegen die U23 der Kogge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem unser Team energisch in den Zweikämpfen war und belohnt wurde. Drei Minuten vor dem Ende brachte Paula Falk den Ball im Tor unter und sorgte für den 1:0-Sieg.

Danach war leider durch die anderen Partien klar, dass das Regionalligateam von Hansa sich den Hallentitel bereits gesichert hatte. Für unsere Mädels ging es aber noch um Rang zwei, hierzu musste der frischgebackene Meister bezwungen werden. „Es war wie gegen die U23, wieder ein absolut starkes Spiel in dem wir sehr gut kompakt und als Team funktioniert haben“, freut sich Oklitz. Und dieses Mal war es Finja Pester, die nach Balleroberung die Nerven behielt und zum 1:0 einschob. Es sollte auch hier der Siegtreffer sein und damit den zweiten Platz sichern. Als Vizelandesmeister blieb unser erstes Frauenteam damit als einzige Mannschaft in der Endrunde ungeschlagen. „Das ist schon echt stark. Wir sind in diesem Jahr eine geile Mannschaft, egal ob drinnen oder draußen, es ist einfach eine geile Saison. Für mich ist das ein unbeschreibliches Gefühl. Klar, der erste Platz wäre schöner gewesen, aber wir haben uns über Platz zwei sehr gefreut und sind stolz auf uns. Wir haben Hansa zwei Mal geschlagen, was auch nicht jeder schafft“, freut sich Paula Falk. Und auch Steven Oklitz zieht letztlich eine positive Bilanz: „Ich bin kein Verfechter davon zu sagen, hätten wir in dem und dem Spiel gewonnen, dann wären wir Erster gewesen. Das ist mir zu viel Hätte-Hätte-Fahrradkette. Im Endeffekt hat mich am meisten gefreut, dass wir als Team dort sehr gut funktioniert haben. Jetzt gucken wir mal, dass wir den Schwung auch wieder mit in die Outdoor-Saison nehmen.“

C-Juniorinnen sammeln Spielpraxis in Warnemünde

Nachdem auch unsere C-Juniorinnen in der vergangenen Woche verdient die Vizelandesmeisterschaft gewonnen hatten, fuhren sie nun nach Warnemünde. Dort sollte ein Turnier stattfinden, bei dem Mädchen, die bisher noch nicht so lange dabei sind oder wenig Spielzeit bekamen zum Einsatz kommen sollten. Mit Aaliyah Bejaoui unterstütze auch eine Spielerin unserer jüngsten Mädchenmannschaft die Truppe. Und das Team von Christopher Roß und Julia Krakow erwischte hierbei einen super Start. Gegen Dynamo Schwerin erkämpfte sich unsere U15 ein 2:2-Unentschieden. Wie gut diese Leistung war, sollte sich erst im Verlauf des Turnieres herausstellen, denn ansonsten marschierten die Schwerinerinnen durch das Turnier und gewannen alle restlichen Partien. Gegen eine der beiden Vertretungen des Rostocker FC holten unsere Mädels mit einem 2:0 dann auch den ersten Sieg im Turnier. Nach zwei Partien war das Team punkt- und torgleich mit dem anderen RFC-Team an der Tabellenspitze. „Wir sind nicht dort hingefahren, weil wir unbedingt Erster werden wollten. Wir wollten Erfahrungen sammeln und allen möglichst Spielpraxis geben, vor allem aber einfach Spaß haben“, erzählt Christopher Roß. Besonders viel davon hatte Lillie Klein, die noch recht frisch im Team dabei ist und an diesem Tag die meisten Tore für unseren GFC erzielte.

Im dritten Spiel des Turnieres, gegen ebenjenes zweite Team des Rostocker FC, hielt die Truppe lange gut mit und auch das 0:0, musste sich nach ein paar Unkonzentriertheiten jedoch mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem knappen 0:1 gegen die Schwaaner Eintracht, also dem gleichen Ergebnis wie in der Vorwoche in der Meisterschaft, nahm sich das Team gegen Gastgeber HSG Warnemünde nochmal einiges vor. Bis dahin hatte Warnemünde in vier Spielen erst ein Gegentor bekommen, selbst noch keinen Treffer erzielt. Gegen unseren GFC trafen sie dann aber doch, setzten einen Freistoß unhaltbar ins Eck. „Ich würde sagen wir waren gute Gäste und haben den Gastgebern damit nochmal einen schönen Moment gegeben“, lacht Roß und fasst abschließend zusammen: „Es war ein wichtiges Turnier und wichtiges Erlebnis für uns. Die Mädels konnten zeigen, wo sie stehen, was sie können und wir sahen, woran wir noch arbeiten können und darum ging es ja letztendlich.“ Ein großes Dankeschön sendeten die Mädels nochmal raus an Benter Maler, die einen Bus zur Verfügung stellten, sodass unsere Mädels heil und sicher die Reise nach Warnemünde antreten konnten, vielen Dank!

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