Erste Frauen kassieren Last-Minute-Ausgleich

„Fußball ist selten gerecht“, so Steven Oklitz am Tag nach dem Auswärtsspiel beim Rostocker FC. Der Trainer unserer ersten Frauen wisse auch nach 24 Stunden noch nicht so recht, was er zu diesem Spiel sagen solle. „Wir haben gefühlt 70% Ballbesitz, 19 zu 7 Torschüsse…“, so Oklitz noch immer leicht hadernd, aber dann auch positiv gestimmt: „Wir haben hier aber auch nicht gegen eine Thekentruppe gespielt, sondern gegen eine Mannschaft, die aus dem Hinspiel gelernt hat.“ Damals siegte man noch klar mit 6:0 und ließ dem RFC keine Chance. Dieses Mal stellten sich die Rostockerinnen hinten rein und versuchten aus einer kompakten Defensive heraus immer wieder über Kontermöglichkeiten zum Erfolg zu kommen. Hier zeigte sich unsere Mannschaft aber sehr sicher und dominierte die erste Halbzeit von vorne bis hinten. Trotz einiger richtig guter Ansätze fehlte es jedoch an ganz klaren Tormöglichkeiten. „Wir haben einen Freistoß von Wiebke Gustmann, der fast noch hinten ins Eck ploppt und dann noch den abgerutschten Ball von Ricarda Mumm, der zum 1:0 führt“, erinnert sich der Cheftrainer. Für Mumm war es der zweite Ligatreffer in dieser Saison. Daneben gab es noch einige Weitschüsse, die jedoch nicht den gewünschten weiteren Torjubel brachten. So ging es mit einem 1:0 für unsere Verbandsligistinnen in die Pause.

In der Unterbrechung sprach der Trainer von einem vermutlich nun aggressiver anrennenden Gegner. Der RFC, der in der Tabelle mit zwei Spielen mehr, einen Punkt vor unseren Frauen steht, wurde jedoch auch in der zweiten Halbzeit gut vom Tor weggehalten. Lange Zeit sah es nach einem Sieg für unsere Mädels aus, jedoch blieb es weiterhin, bei nur einem Treffer Unterschied, eng. Ein Kopfball von Paula Bartl ging leider genau auf die Torhüterin. „Ein 2:0, es hätte vermutlich die Vorentscheidung gebracht. Und dann ist es eben so, wie es immer ist. Wenn du die Dinger vorne nicht machst, bekommst du sie hinten“, sagt Steven. Und so kam es. In der Schlussviertelstunde traute sich auch der RFC mehr in der Offensive zu und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der Nachspielzeit gab es dann einen Freistoß für die Gastgeberinnen. „Wir patzen dann leider individuell hinten und dann ist er halt drin. So brutal ist Fußball manchmal“, urteilt der Cheftrainer. So fuhren unsere Mädels letztlich mit einem Punkt nach Hause, obwohl die Zahlen für drei sprachen. Trotzdem fand Oklitz letztlich trotz des Frusts über das 1:1 auch einiges positives am Spiel: „Dass sich der Gegner so sehr auf uns einstellt, spricht ja für uns und ist ein großes Kompliment. Und wir haben es insgesamt auch gut gemacht, das müssen wir so mitnehmen, akzeptieren wie es ausgegangen ist und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.“

U11-Mädels stechen in Rostock heraus

Für unser jüngstes Mädchenteam stand am Wochenende in der Bolzarena im JOHO-Park ein Landesturnier auf dem Programm. Es ging in Hin- und Rückrunde gegen vier andere Teams und unsere GFC-Mädchen wussten zu überzeugen. Trotz spielerisch guter Leistung ging das Auftaktspiel gegen Bambini FA zwar mit 3:5 verloren, danach dominierten unsere Mädels aber. Gegen den Rostocker FC II und den SV Rambin gab es zwei sehr deutliche Siege, bei denen sich viele verschiedene Mädels mit Toren belohnten. „Es ging an dem Tag wie immer nicht um Ergebnisse, sondern mehr darum, wie sie eingefahren wurden. Wir haben Freitag nochmal den Spielaufbau genau trainiert und das haben meine Mädchen super umgesetzt. Wir legten uns die Gegner durch unser Passspiel und die guten Laufwege zurecht und meine Kleinen haben gesehen, wie gut wir uns gerade auch in Sachen ‚Entknüdelung‘ verbessert haben“, so Trainer Tobias Gürtler, der anfügte: „Besonders gefiel mir dabei der Satz von Sophie, dass die Gegner nun unsere Fehler machen. Die Mädels bemerken ihren Fortschritt.“ Zum Abschluss der Hinrunde schlug das Team im spielerisch wohl intensivsten und stärksten Spiel den Rostocker FC I mit 2:0. Dabei arbeiteten alle Spielerinnen super mit und kämpften füreinander. „Das Teamgefühl ist einfach Wahnsinn. Alle haben sich füreinander zerrissen und es gab nicht eine Spielerin, die leistungstechnisch abfiel“, so Gürtler.

In der Rückrunde wurden die Regeln ein wenig angepasst. Die Spielzeit wurde von zehn auf acht Minuten verkürzt und bei einem Vorsprung von drei Toren musste das führende Team eine Spielerin vom Feld nehmen, um eine Unterzahlsituation herzustellen. Im ersten Duell mit Bambini FA gab es ein ähnliches Bild wie im ersten Spiel. Hohe Schüsse flogen über unsere Torhüterin Leni Strysewske, sodass sie wenig machen konnte. Alles, was sie halten konnte, hielt sie jedoch. Am Ende stand es hier 2:4, doch unsere Mädels behielten den Fokus wie vorgegeben auch die weiteren Spiele oben. Gegen den RFC II siegte das Team mit 5:0 und gegen Rambin gar mit 6:1. Im letzten Spiel des Turnieres kam das Team gegen den Rostocker FC nach zweimaligem Rückstand immer wieder zurück. „Ich war vor allem stolz darauf, dass ich mich auf jede einzelne Spielerin verlassen konnte, offensiv wie defensiv. Dass dann Luise bei ihrem allerersten Turnier zwei Tore macht und dabei sogar dieses wichtige 2:2 gegen den RFC, sagt eigentlich alles“, so Gürtler. Danach gab es sogar noch Chancen auf den Sieg, aber es blieb letztlich beim 2:2-Remis. Nach Turnierschluss gab es für alle noch eine kleine Medaille. „Die Turnierleitung lobte unser Team und meinte, dass wir in Sachen Technik, Spielaufbau und Blick für die Mitspielerin herausstachen. Das macht mich natürlich wahnsinnig stolz, weil sich zeigt, dass sich die viele Arbeit lohnt“, so der Trainer. Auf dem Heimweg wurde im Auto dann „Komet“ von Udo Lindenberg und Apache laut aufgedreht und mitgesungen – ein würdiger Abschluss eines großen Tages.

C-Juniorinnen beim Landesturnier Sechster

Die Inhalte der Trainingswoche wollten auch unsere C-Juniorinnen bei ihrem Landesturnier umsetzen. Leider gelang es dem Team von Christopher Roß, Julia Krakow und Matze Hanke bei ihrem ersten Freiluft-Turnier nach der Hallensaison nicht ganz so gut. Zwar konnte das erste Spiel gegen Dynamo Schwerin mit 1:0 gewonnen werden, nach den Vorstellungen der Trainer war das allerdings noch nicht. „Es war viel zu hektisch. Wir haben kein Fußball gespielt, es waren mehr Glückssachen dabei“, so Christopher Roß, der aber Siegtorschützin Sophia Benter für die starke Leistung in dieser Partie hervorhob. Das Team stabilisierte sich jedoch. Obwohl gegen die späteren Sieger von den Müritzer Fußball Mädels und gegen Hansa Rostock zwei Niederlagen folgten, war eine klare Leistungssteigerung zu erkennen. Das beste Spiel folgte dann gegen Neustrelitz. Die TSG kassierte über den gesamten Turnierverlauf kein einziges Gegentor und unser GFC hielt fantastisch dagegen und verteidigte die Neustrelitzerinnen super weg. „Wir haben auf allen Positionen gekämpft, unsere Stärken ausgespielt und auch mal den Ball laufen lassen, sodass wir die TSG auch mal vor Probleme stellen konnten. Man hat aber die hohe Qualität und starke Entwicklung bei Neustrelitz gesehen, da muss man die Arbeit der Trainer auch mal loben“, sagt Roß.


Im Anschluss daran folgte leider eine weitere Niederlage. Gegen den Rostocker FC lief es lange sehr ausgeglichen, der eine Fehler, den unsere Mädels dann jedoch machten, wusste der RFC sofort zu nutzen. „Die Köpfe wurden dann hängen gelassen und die Motivation schien komplett weg zu sein“, erinnert sich Christopher. Für die letzten Spiele wollte das Trainerteam nun aber nochmal vollen Einsatz sehen und gegen Warnemünde wurde auch mit 1:0 gewonnen. Hier war das einzige Manko die Chancenverwertung. Gegen Rivale Alt Käbelich gingen unsere Mädels dann ebenfalls mit 1:0 in Führung, der MSV nutzte aber auch hier einen Fehler aus. Ein eigener Freistoß sollte auf die freie linke Seite gespielt werden, war aber zu langsam und wurde von den Gegnerinnen abgefangen und zum Ausgleich verwandelt. „Und dann lief die Zeit gegen uns. Die haben gut verteidigt mit allem, was sie haben und wir schossen dann kein weiteres Tor mehr“, erzählt Christopher Roß. Im letzten Spiel gegen die Schwaaner Eintracht kam das Team dann nicht über ein 0:0 hinaus. So stand am Ende ein sechster Platz zu Buche. „Es gab Dinge, mit denen wir zufrieden sein können, aber letztlich war es ausbaufähig. Wir müssen in den nächsten Wochen im Training Gas geben, damit es besser wird“, so Roß abschließend.

Dritte gewinnt auch Rückspiel gegen die Zweite

Es war sehr deutlich am ersten Spieltag der diesjährigen Kreisoberligasaison. Im vereinsinternen Duell unserer zweiten und dritten Frauenmannschaften setzte sich damals das dritte Team mit 6:2 durch, führte nach einer Stunde sogar mit 6:0. Die Zweite wollte sich nun natürlich revanchieren, allerdings war die Ausgangslage nicht sehr rosig. Es konnte bislang kaum trainiert werden, während die Dritte sogar schon ein Spiel in den Knochen hatte. Darum ging es Trainerin Amira Haftendorn vor allem um die Einstellung und darum den Kopf nicht hängen zu lassen, wenn nach dieser sehr langen Pause mal etwas nicht funktioniert. „Es war natürlich super ärgerlich, dass wir dann gleich in der ersten Minute das erste Gegentor fressen. Da hat die Zuordnung noch nicht so richtig geklappt“, so Haftendorn. Nach dem Treffer von Gretje Ulrich fing sich unsere Zweite aber relativ gut, kassierte bis zur Pause nur noch ein weiteres Tor von Rike Hoefs.

Im zweiten Spielabschnitt blieb es eine Partie auf Augenhöhe. Dennoch wusste unsere Dritte die Lücken gut auszunutzen und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Genutzt wurde aber lange keine. So blieb es offen und auch unsere Zweite kam somit zu Chancen. Aber immer wieder war Torhüterin Elina Schieback, ein Abwehrbein oder sogar mal das Aluminium im Weg. Es sollte an diesem Tag einfach nicht sein. Stattdessen erhöhte Cindy Schubert kurz vor Schluss nochmal auf den 3:0-Endstand. Nichtsdestotrotz fand Haftendorn lobende Worte für unsere Zweite. „Die Einstellung hat gestimmt, der Zusammenhalt auch und vor allem die eigenen Abstöße liefen sehr gut. Die Lernkurve hat gepasst und wir haben dir Dritte auf jeden Fall gut geärgert. Ich war also zufrieden mit der Leistung“, so Haftendorn nach Abpfiff.

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