Die Nerven behalten! #GFCLOK
Rekordsieg. Üble Packung. Greifswald überrennt Eilenburg. So stand es in den Medien und zwei Tage lang konnten wir uns in diesem wunderbaren und erleichternden Gefühl sonnen. Aber so wie am Dienstag der Regen wieder einsetzte, so tat es auch die Spannung, der Fokus und die Konzentration unserer Jungs. Mit dem Sieg in Eilenburg ist noch nichts gewonnen, die Basis für den Klassenerhalt ist aber geschaffen. Wir haben es nun in der eigenen Hand und treffen auf den 1. FC Lok Leipzig. Der hat noch nie in Greifswald gewonnen, war vor fast vier Jahren sogar der erste Regionalligist der im Volksstadion verlor. Aber der Vorjahresmeister muss liefern, wollen sie den Titel verteidigen. Eine Nervenschlacht steht bevor.
Ausgangslage – Es geht um alles
Und das auf beiden Seiten. Wir wollen uns nun an diesen ersten Nichtabstiegsplatz krallen, so formulierte es Trainer Björn Lipfert nach Abpfiff in Eilenburg. Der deutliche Sieg war dabei immens wichtig für die Tordifferenz, denn so würden wir auch bei einem Unentschieden gegen Lok Leipzig noch alles in der eigenen Hand haben. Um satte zehn Tore stehen wir nun besser da als der ZFC Meuselwitz, der gegen Mitkonkurrent Chemie Leipzig 0:4 verlor. Worst Case Szenario in Zipsendorf. Und die Lok? Die unterlag am vergangenen Wochenende dem BFC Preussen und ist nun selbst zum Siegen verdammt. Jena ist wieder voll im Aufstiegsrennen. Meisterschaft, Klassenerhalt, Abstieg. Alles kommt zusammen an diesem Spieltag.
1. FC Lokomotive Leipzig – Die Meisterflatter
Wir kennen den Begriff aus der Bundesliga. Hat auch Lok Leipzig Angst vor der eigenen Courage? Im vergangenen Jahr haben sie es gegen Saisonende auch nochmal unnötig spannend gemacht. Einen 10-Punkte-Vorsprung auf Halle ließ man damals innerhalb von nur drei Spieltagen auf drei Punkte dahinschmelzen. Die Niederlagen in diesem Jahr wirken bei der Klasse im Team auch sehr komisch. Gegen Zehlendorf, Chemie Leipzig und zuletzt gegen Aufsteiger BFC Preussen verlor das Team von Jochen Seitz. Die in dieser Woche bekannt gewordenen Abgänge von Laurin von Piechowski nach Babelsberg und Top-Scorer Stefan Maderer nach Sandhausen dürften jetzt auch nicht unbedingt Ruhe in die Situation gebracht haben. Zudem fehlt der Traumtorschütze aus dem Hinspiel, Lukas Wilton, rotgesperrt. Jetzt muss Lok es wirklich wollen.
Fun Fact – Gebührend verabschieden
Das letzte Heimspiel der Saison steht bevor und als Greifswalder freut man sich eigentlich in der Regionalliga immer darauf. Es ist unsere vierte Saison in der Viertklassigkeit und somit haben wir bereits drei letzte Heimspiele hinter uns gebracht. Bisher könnte die Bilanz besser nicht sein, denn alle diese Partien konnten gewonnen werden! Gegen Lichtenberg 47 im ersten Jahr spielten wir am vorletzten Spieltag zu Hause und konnten mit dem 2:1-Sieg den Klassenerhalt perfekt machen. So wünschen wir uns das auch für Sonntag. In den beiden Folgejahren war das letzte Heimspiel auch am letzten Spieltag und mit einem 4:1 gegen Meuselwitz und zuletzt dem 4:0 gegen den Halleschen FC wurde es jeweils deutlich! Streng genommen gab es vor zwei Jahren ja sogar noch das Pokalfinale im Volksstadion, aber auch da siegten wir ja mit 5:0 gegen Neustrelitz. Also, der Saisonabschluss im eigenen Wohnzimmer liegt uns, diese Bilanz wollen wir natürlich so beibehalten und ausbauen!