Der Trend is your friend! #LOKGFC
Drei Pflichtspielsiege in Folge, nur eines der letzten sechs Partien verloren. Unser Greifswalder FC ist auf dem aufsteigenden Ast und auch beim Auswärtsspiel bei Lok Leipzig wollen wir diese Serie natürlich bestätigen. „Der Trend is your friend“, sagte Uli Hoeneß mal. Er bezog sich allerdings auf eine eher schlechte Serie seiner Bayern damals. Wir blicken hingegen positiv drein, denn unsere Jungs spielen seit drei Wochen alles andere als „schönen Dreck“. Mit dem Selbstvertrauen, das wir über die letzten Wochen gesammelt haben, ist uns einiges zuzutrauen. Viele unserer verletzten Akteure sind mittlerweile zurückgekehrt und verleihen unserem Spiel entsprechend nochmal eine andere Qualität. Wir sind noch weniger ausrechenbar und entsprechend schwer wollen wir dem Tabellenführer das Leben auch machen.
Ausgangslage – Keine Angst vor großen Namen
Natürlich steht uns mit den Leipzigern ein schwerer Gegner bevor. Aber das war auch gegen Jena und Altglienicke der Fall und wir haben beide Male nicht nur gut mitgehalten, sondern am Ende auch etwas mitgenommen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Auch in der vergangenen Saison war Lok Leipzig in unserer Liga das Maß aller Dinge, dennoch konnten sie uns nicht bezwingen. Im Volksstadion holten wir ein 1:1, im Bruno-Plache-Stadion hielten wir ein 0:0. Jochen Seitz hat uns als Trainer der Leipziger also noch nie geschlagen. Generell verloren wir erst ein einziges Mal in sechs Spielen gegen Lok. Ebenfalls am Freitag spielen Chemie Leipzig und der FC Eilenburg gegeneinander. Je nach Verlauf dieser Partie wäre es mit einem Sieg für uns möglich uns auf neun Punkte vom vorletzten Platz abzusetzen. Zum Vergleich: nach dem 12. Spieltag war es lediglich ein Punkt Vorsprung vorm Schlusslicht.
1. FC Lokomotive Leipzig – Noch stärker als im Vorjahr
Nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr lagen Freud und Leid unseres Gegners nah beieinander. Zuerst schlugen sie Erzgebirge Aue im Landespokalfinale in Sachsen und qualifizierten sich für den DFB-Pokal, dann unterlagen sie nach Verlängerung dem TSV Havelse in der noch immer völlig zurecht kritisierten Aufstiegsrelegation. Somit war Lok der eine Regionalligameister, der nach der vergangenen Saison nicht in die 3. Liga aufsteigen durfte. Danach ließen sie den Kopf aber nicht hängen. Zwar verloren sie den ausgeliehen Noel Eichinger, der eine starke Saison spielte, verstärkten sich aber nochmal unfassbar gut. David Grözinger vom BFC Dynamo und Jonas Arcalean von Astoria Walldorf sind bereits sehr gut, mit Ayodele Adetula vom SV Rödinghausen ist ihnen aber zusätzlich noch ein absoluter Volltreffer gelungen. Der Offensivspieler hat neun Treffer in dieser Saison erzielt, zwei weitere vorbereitet und ist ein ständiger Unruheherd. Lok ist noch stärker geworden, wir müssen über 90 Minuten Vollgas geben, um dagegenzuhalten.
Fun Fact – Freitag liegt uns
Es ist mal wieder ein Freitagsspiel für unseren Greifswalder FC, bereits das dritte in dieser Saison. Zwei Mal trennten wir uns in dieser Spielzeit 1:1, Gegner waren Magdeburg II und der BFC Preussen. Generell sind wir an Freitagen recht gut. Von insgesamt 68 Freitagspflichtspielen verloren wir lediglich sechs, zwei davon in der Regionalliga. Dort liegt die letzte Niederlage an einem Freitag aber auch schon eine Weile zurück, sie geschah in der Saison 2023/2024 mit dem 1:2 in Cottbus, an das wir uns sicher alle noch erinnern. Seitdem spielten wir in der Champions League des Ostens acht weitere Male am Freitag und verloren nie. Auch nicht bei Lok Leipzig in der vergangenen Saison, dort trennten wir uns vom späteren Meister mit 0:0. Die einzig andere Regionalligapleite an einem Freitag kassierten wir aber tatsächlich im Bruno-Plache-Stadion. In der Saison 2022/2023 verloren wir dort mit 1:3, für uns traf damals noch Bandowski. Apropos Treffer, von unseren Aktiven treffen Soufian Benyamina (8) und David Vogt (4) am häufigsten am Freitag, aber die sind ja ohnehin aktuell in Trefferlaune. Die meisten Freitagstore am Freitag hat übrigens Frank Rohde mit 29, damit hat er elf mehr als Velimir Jovanovic und 14 mehr als Nick Lösel.