B-Mädels spazieren ins Pokal-Halbfinale

Lange mussten sie warten, nun konnte es endlich stattfinden: Unsere B-Mädels empfingen im Viertelfinale des Landespokals den TSV 1860 Stralsund. Beide Teams verbindet eine gewisse Rivalität, nicht selten wurde es in den Duellen hitzig und emotional. So auch im Hinspiel in der Liga, als sich die Teams mit einem 4:4-Unentschieden trennten und es leider auch einen Platzverweis gegen unseren GFC gab. Nach dem dieses Pokalduell nun aufgrund der schlechten Platzverhältnisse und eine entsprechende Gefahr für die Spielerinnen unzählige Male nach hinten geschoben werden musste, hatte sich natürlich einiges angestaut bei unseren B-Mädchen. Dabei war gar nicht so klar, ob sie ihre Bestleistung würden abrufen können, schließlich war auch Training nicht wirklich möglich. Umso wichtiger war wohl der Start der Begegnung und der ging ganz klar an unseren Greifswalder FC. Alena Stechert stach dabei ein Mal mehr heraus und zeigte ihre Qualitäten. Mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von elf Minuten brachte sie unsere B-Mädchen bereits mit 3:0 in Front. Wilma Langbein legte sogar noch einen Treffer drauf und so stand es zur Pause schon 4:0.

Es war eine komfortable Führung, die natürlich nochmal deutlich mehr Sicherheit gab. Dennoch verleitet so ein 4:0 natürlich auch dazu, hier und da ein paar Prozentpunkte nachzulassen. Gegen ein Team wie Stralsund durfte sowas allerdings nicht passieren und daher war die Devise auch im zweiten Durchgang genau da weiterzumachen, wo man aufgehört hatte. Und tatsächlich dauerte es nur sechs Minuten bis sich Mizzi Schiller erstmals an diesem Tag auf die Torschützinnenliste eintrug. Das 6:0 besorgte dann erneut Alena Stechert, ehe auch Lilly Blank erfolgreich war. Spätestens nach diesen bärenstarken und eiskalten 52 Minuten war klar, der Drops war gelutscht. Zwar traf auch Stralsund nochmal und erzielte den Ehrentreffer, es war aber nichts weiter als Ergebniskosmetik. Mizzi Schiller traf kurz vor Schluss noch zum zweiten Mal und quasi mit dem Schlusspfiff stellte Neuzugang Lena-Joy Thurow den 9:1-Endstand her. Dank dieses Sieges steht das Team von Sandra Gutmann-Tank, Laura Wichmann und Paula Bartl somit im Halbfinale des Landespokals. Dort trifft man auf Hansa Rostock, was dann nochmal eine schwierigere Aufgabe zu werden droht.

U11-Mädchen steigern sich im zweiten Testspiel

Am Freitagabend ging es auch für unsere kleinsten Mädels endlich mal wieder um die Wurst. Da die Truppe von Tobias Gürtler nicht im Spielbetrieb antritt, werden vorwiegend Freundschaftsspiele und Turniere gespielt. Am Freitag waren die Pommern Queens der SG Karlsburg/Züssow zu Gast, gegen die bereits im Herbst getestet wurde. Damals ging man mit einem Weitschusstreffer und fast 30 Gegentoren noch ordentlich baden, diesmal wollten die Kleinen über zwei Mal 25 Minuten natürlich zeigen, dass sie sich verbessert hatten. Und tatsächlich kam das Team nach etwas nervösen Beinen in der ersten Minute gut ins Spiel. Die Vorgabe war über die Außen zu kommen und dies funktionierte erstaunlich gut. Die Kleinen erspielten sich zwei gute Gelegenheiten, die dritte versenkte Friederike Teige in der dritten Minute zur Führung. Auch danach hielt man zunächst gut dagegen, nach dem Ausgleich und vor allem dem Rückstand nach zehn Minuten brach das Team jedoch etwas ein, kassierte bis zur Pause noch einige Gegentreffer. „Wir arbeiteten nicht mehr so gut nach hinten, liefen weniger und machten unter Druck ein paar zu viele Fehler. Aber das passiert, es war erst das zweite echte Spiel für die Kleinen. Daraus lernen wir“, so Gürtler.
Die Ansprache in der Pause verfehlte dabei ihre Wirkung nicht. Lea Jung, die in der ersten Hälfte noch das Tor gehütet hatte, ging nun in die Innenverteidigung und machte dort einen fantastischen Job, holte sich sogar ein Sonderlob ab. „Für Lea war es das allererste Spiel überhaupt und sie ist wirklich nochmal rausgestochen. Sie hat super geordnet, koordiniert und kommuniziert, ich bin sehr sehr stolz auf sie“, sagt Tobias.

Generell stand das Team nochmal kompakter. Alle Spielerinnen rannten und kämpften füreinander, gaben keinen Ball verloren. Fast sinnbildlich war dabei der Einsatz von Kapitänin Salome Dubasevych, die sich ohne jede Angst in jeden Zweikampf warf. Hinten ließ man weniger zu und wenn doch, zeigte auch Sophie Plarre im Tor einige gute Paraden, kratzte sogar ein Ding von der Linie. Nach vorne erspielte sich unser GFC außerdem auch immer wieder Gelegenheiten. Allein die Chancenverwertung verhinderte hier ein engeres Ergebnis. Friederike Teige mit ihrem zweiten Tor und Lisa Schulz mit ihrem allerersten für unseren Greifswalder FC sorgten trotzdem nochmal für Jubel unter den anwesenden Eltern und Mannschaftskameradinnen. Die letzten drei Minuten verließen das Team dann leider nochmal die Kräfte und so kassierte es nochmal ein paar zu viele Gegentore, trotzdem war der Coach am Ende zufrieden. „Wir haben halb so viele Gegentreffer wie im Hinspiel bekommen und drei Mal so viele geschossen. Außerdem haben wir sie uns dieses Mal auch herausgespielt, dazu noch einige weitere Gelegenheiten. Das war schon ein großer Schritt nach vorne. Mit mehr Spielpraxis in den nächsten Wochen und Monaten werden wir hoffentlich schnell noch weitere Erfolgserlebnisse haben“, bilanzierte Gürtler abschließend.

C-Juniorinnen mit Highlight zum Hallenabschluss

„Wir wollten zum Abschluss der Hallensaison nochmal ein richtiges Highlight-Turnier haben. Da kam uns die Einladung aus Norderstedt gerade recht“, erzählt Christopher Roß aus dem Trainerteam unserer U15-Mädchen. Ein Event, an dem Teams aus vier Bundesländern teilnahmen, hohes Niveau gezeigt wurde und viele Mädels mitmachten, die einfach unfassbar viel Bock auf Fußball hatten – besser ging es tatsächlich nicht. Unser GFC schaffte es dabei sogar den eigenen Fluch so ein wenig zu brechen. Normalerweise brauchte das Team meist im ersten Spiel etwas Zeit um reinzufinden, dieses Mal waren sie von Sekunde eins an hellwach und zeigten lediglich Schwächen in der Chancenauswertung gegen den Heeslinger SC. Wie es oft so ist, geriet das Team dann auch leider in Rückstand, schaffte es aber die Partie noch in einen 3:1-Erfolg zu drehen. Gegen den SC Ellerau legte man mit einem 1:0-Erfolg nach und alles sah richtig gut aus. Nun ging es aber gegen die Gastgeber, die Nordlichter Norderstedt. „Norderstedt hatte bis dahin in drei Spielen noch kein Gegentor bekommen, alles gewonnen. Wir wollten denen also natürlich ein Gegentor einschenken, das war unsere ganz klare Zielstellung“, erzählt Roß weiter. Leider kamen unsere Mädels nicht so gut ins Spiel, hatten einige Fehler drin, die Norderstedt zu bestrafen wusste. Dennoch gelang es unseren Mädchen zwei Treffer zu erzielen. Aus dem Spiel heraus sollten die Gastgeberinnen den ganzen Tag über kein weiteres Gegentor mehr kassieren, was die starke Leistung nochmal klar hervorhob. Dennoch unterlag man mit 2:4, konnte aber durch ein 1:0 gegen Empor Zarrentin trotzdem ins Halbfinale einziehen.

Dort ging es gegen TuRa Harksheide. „Der Trainer sagte mir, dass Harksheide gegen Norderstedt wie HSV gegen St. Pauli ist. Wir wollten denen dieses Derby im Finale also natürlich versauen“, verrät Roß. Unsere Mädels hielten auch wirklich gut dagegen, vor allem körperlich war das eine starke Partie. Die Qualität von Harksheide war jedoch sehr hoch und so unterlagen unsere GFC-Mädels leider mit 0:2. „Spielerisch waren wir nicht schlechter. Uns fehlten einfach hier und da so ein bisschen der Mut und das Glück“, so Christopher. Im Spiel um Platz drei gegen den SV Nienkattbek war unser GFC spielbestimmend, schaffte es jedoch nicht den Ball über die Linie zu drücken. So musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Auch hier ging es noch in die Verlängerung, ehe Nienkattbek dann den entscheidenden Ball versenkte. „Wir haben einen guten vierten Platz gemacht, wo wir auch alle mit zufrieden waren. Wir wollten einen positiven Abschluss haben und den hatten wir. Wir haben in der Hallensaison sehr viel gelernt, uns enorm weiterentwickelt und das muss der Weg sein, auch wenn es manchmal wehtut“, bilanzierte Christopher Roß abschließend.

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