B-Mädchen schlagen Polz nach starker Teamleistung
Dieses Kalenderjahr lief noch nicht sonderlich rund für unsere weibliche U17. Bis auf den Sieg im Pokal gegen Stralsund waren die Ergebnisse zumeist doch recht bitter. In Polz brauchte das Team dann auch noch Unterstützung von unseren C-Juniorinnen, um überhaupt spielfähig zu sein. Isabel Lemke wurde so nach längerer Zeit mal wieder nominiert und Anna-Lena Schumann gab ihr Debüt und stand auch direkt in der Startelf. Vorne wirbelte sie dann auch gleich richtig gut mit und verteilte die Bälle stark. Das erste Tor fiel aber nach einem Standard. Nach einer Ecke war es Mizzi Schiller, die in der 22. Minute zur Führung einköpfte. Alena Stechert traf bis zur Pause nochmal die Latte und mit einem verdienten 1:0 ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang spielte dann nur noch unser Greifswalder FC. Lara Timm kam mit ihrem Tempo über Außen immer wieder stark durch und es ergaben sich Möglichkeiten fast im Minutentakt. Auch Schumann war auf dem Weg sich für die gute Leistung mit einem Treffer zu belohnen. Wie Robben zog sie von rechts in die Mitte, schloss mit links ab, traf aber nur den kurzen Pfosten. Wenig später traf sie dann tatsächlich, leider wurde das Tor wegen vermeintlichem Abseits nicht gegeben. Vor dem leeren Tor scheiterte die 13-Jährige dann leider auch nochmal, es war bitter. Obwohl der Vorsprung weiterhin nur ein Tor betrug, schien klar zu sein, wer dieses Spiel gewinnen würde. Fünf Minuten vor dem Ende machte Lilly Blank dann auch endgültig den Deckel drauf, als sie nach gutem Angriff die Torhüterin umkurvte und einschob. In der Nachspielzeit gewann Anna-Lena Schumann dann nochmal stark den Ball, legte auf Alena Stechert und die hatte keine Mühe mit dem 3:0 den Endstand herzustellen. Eine grandiose Teamleistung unserer Mädels, die sich mit dem Sieg in der Tabelle etwas näher an Gegner Polz auf Rang vier heranarbeiteten.
Bereits am Freitag waren auch unsere U11-Mädchen wieder im Einsatz. Mit zwei Teams traten unsere Jüngsten beim Turnier des Landesfußballverbands in Bargeshagen an. Gespielt wurde bei insgesamt sieben teilnehmenden Teams auf zwei Plätzen Jeder-gegen-Jeden. Nach dem direkten GFC-Duell, bei dem sich unser rotes Team mit 2:0 durchsetzte, holten die Gewinnerinnen ein 0:0 gegen die Spielgemeinschaft Bambini FA/Neubukow. Hier half, weil es krankheitsbedingt zu wenige Mädchen waren, immer eine Spielerin eines anderen Teams, das spielfrei hatte, aus. Im Duell mit unserem GFC war es Klara Heinrich aus unserem schwarzen Team, die insgesamt drei der sechs Partien für die Spielgemeinschaft bestritt. Sie hatte auch die beste Möglichkeit der Partie. Leni Strysewske klärte aber sensationell den Ball, den viele schon drin gesehen hatten. Es blieb beim 0:0. Unser rotes Team sollte so das einzige sein, das gegen die Spielgemeinschaft, die letztlich Turniersiegerinnen wurden, nicht verlor. Unser rotes Team gewann danach noch klar gegen den Rostocker FC II, gegen Wustrow und nach 0:2-Rückstand noch durch eine überragende Willensleistung mit 4:2 gegen Nordost Rostock. Drei Tore fielen dabei in den letzten zwei Spielminuten. Lediglich das letzte Spiel gegen den RFC I verloren die Mädels knapp mit 1:2 und wurden somit Dritter. Unser schwarzes Team holte nach der Niederlage im GFC-internen Duell zunächst zwei Siege gegen den RFC und Wustrow, unterlag dann aber der Spielgemeinschaft mit 0:3. Zwei der drei Treffer erzielte mit Leni Strysewske auch hier eine GFC-Spielerin. Als die Kräfte schwanden, wurde es gegen Nordost Rostock und den RFC I nochmal deutlicher, der fünfte Platz stand am Ende trotzdem zu Buche. „Es gab Zeiten, da fuhren wir zu Turnieren und durften uns freuen, wenn wir überhaupt ein Tor schossen. Jetzt spielen wir um den Sieg mit und haben eben nicht nur mit einem, sondern mit zwei Teams unsere Erfolgserlebnisse. Ich bin stolz auf die Mädels, die Ergebnisse sprechen für sich“, lobt Trainer Tobias Gürtler.
Ein Sieg und eine Niederlage für Verbandsligafrauen
Der klare Sieg gegen den Penzliner SV war gerade mal vier Tage her, da ging es in einer englischen Woche für unsere ersten Frauen schon weiter nach Neubrandenburg. Am Donnerstag fuhr das Team von Steven Oklitz in die Vier-Tore-Stadt und wollte da ansetzen, wo sie im Hinspiel und im Pokal aufgehört hatten. Beide Partien gegen den FCN konnte unser GFC in dieser Saison gewinnen, jetzt sollte mit dem dritten Sieg diese starke Bilanz, die es so noch nie gegen Neubrandenburg gab, vergoldet werden. Die Mädels hatten die Aufgabe verstanden und legten los wie die Feuerwehr. Paula Falk nach sieben und Klara Robitsch nach 14 Minuten brachten unsere Greifswalderinnen mit 2:0 in Führung. Mona Ebermann erhöhte nochmal. Mit diesem Vorsprung spielte es sich natürlich leichter, aber kurz vor der Pause kam Neubrandenburg nochmal zurück. Im zweiten Durchgang glaubten die Gastgeberinnen noch an die Wende und kämpften. „Beide Teams hatten Chancen um entweder weiter ranzukommen oder in unserem Fall die Führung auszubauen“, erinnert sich Oklitz. Eva Hoppe brachte mit dem 4:1 für uns zunächst Ruhe rein, aber ein individueller Fehler kurz vor Schluss erhöhte die Spannung nochmal etwas mehr als nötig. Dennoch brachte das Team den 4:2-Sieg nach Hause.
Drei Tage später fuhren die Mädels dann nach Stralsund und wollten mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz in der Verbandsliga eintüten. Die hohen Temperaturen und die Belastung der englischen Woche machten sich jedoch bemerkbar. „Wir haben vom System her ein wenig umgestellt, natürlich auch nochmal die Rotationsmaschine angeschmissen und mussten schauen, wie wir mit den Kräften irgendwie hinkommen. Das ist uns ein bisschen auf die Füße gefallen“, sagt Steven Oklitz. Trotz optischer Überlegenheit mit mehr Ballbesitz und Torschüssen, fehlte es ein wenig an der Durchschlagskraft und Frische. Nach etwas mehr als einer Stunde brachte Finja Pester unsere Mädels dennoch in Führung. Leider ließen die Kräfte mit zunehmender Dauer dann immer weiter nach und Stralsund gelang es das Spiel in den letzten 20 Minuten zu drehen. „Ich will nicht sagen, dass es nicht gerechtfertigt war, Stralsund hat es uns echt schwer gemacht, konsequent verteidigt und hatte eine gute Torhüterin. Aber der Akku war bei uns dann irgendwie leer und der Kopf war dann, glaube ich, auch leer. Und wenn der Kopf leer oder nicht so frisch ist, dann macht sich das natürlich auch immer bis hinunter in die Füße bemerkbar“, analysiert Oklitz. So verschossen unsere Mädels sogar noch einen Elfmeter und unterlagen mit 1:2. „Wir atmen jetzt erstmal durch, freuen uns über das spielfreie Wochenende und wollen dann zusehen Platz zwei möglichst schnell zu festigen“, sagt Steven abschließend.