Auf ins Halbfinale! #TSGGFC
Und jetzt ist er da, der erste echte Brocken. In dieser Pokalsaison hatten wir vergleichsweise viel Losglück, bekamen es drei Mal mit Vertretern aus der Landesklasse und ein Mal mit einem Landesligisten zu tun. Nun aber geht es zu Oberligist TSG Neustrelitz. Die haben in der vorherigen Runde nicht nur Verbandsligaprimus Mecklenburg Schwerin aus dem Weg geräumt, sondern stehen auch in der Oberliga richtig gut da. Als Tabellenvierter hinter Tasmania Berlin, Lichtenberg 47 und Union Klosterfelde, sind die Neustrelitzer zurzeit tabellarisch gesehen die dritte Kraft im Land. Mitnichten können wir unseren Finalgegner von 2024 also auf die leichte Schulter nehmen, vollste Konzentration ist angesagt.
Ausgangslage – Ein Finale tu hus
Zwei Jahre ist es schon her, dass wir das letzte Mal gegen die TSG Neustrelitz antraten. Damals war es im Endspiel des Landespokals im Finale tu hus, bei uns im Volksstadion. Wir gewannen es mit 5:0 souverän. Weitere zwei Jahre vorher unterlagen wir im Endspiel im Parkstadion Neustrelitz gegen die TSG. Der Zwei-Jahres-Rhythmus im Pokal bleibt also bestehen, allerdings gibt es die Begegnung dieses Mal bereits im Viertelfinale. Was wie vor zwei Jahren aber feststeht: Das Finale findet auch in dieser Saison wieder in Greifswald statt! Da wollen wir natürlich, auch hier passt der Zwei-Jahres-Rhythmus, erneut dran teilnehmen und unser Stadion zu einem Hexenkessel machen. Was es dafür braucht, sind noch zwei weitere Siege, den ersten müssen wir uns an diesem Sonntag erkämpfen!
TSG Neustrelitz – Raus aus dem Aufstiegsrennen
Wo könnte Neustrelitz stehen, wäre die Phase zwischen den letzten beiden Pokalrunden anders gelaufen? Nach dem Sieg gegen Ludwigslust/Grabow in der dritten Runde, folgten in der Oberliga drei bittere Niederlagen. Zunächst unterlag man dem Vorletzten Croatia Berlin, dann verlor man auch die Spiele gegen die beiden Spitzenteams Lichtenberg 47 und Tasmania Berlin. Hätten die Jungs von Co-Trainer Velimir Jovanovic dort richtig abgeliefert, sie wären jetzt ganz dick im Aufstiegsrennen. Nach dem Sieg gegen Schwerin im Achtelfinale des Pokals folgte dann in zehn Spielen in der Oberliga aber nur noch eine Niederlage, sieben Spiele konnten gewonnen werden. Es ist so oder so eine starke Saison eines Teams, das mit Sicherheit alles für ein Weiterkommen auf den Platz werfen wird.
Fun Fact – Die Torschützen stehen bereit
Im Fußballgeschäft ist die Fluktuation groß. Die Kader der Teams ändern sich meist von Jahr zu Jahr stark, das ist mittlerweile Normalität. Umso interessanter ist es, dass die Torschützen unserer letzten fünf Tore, also jene aus dem Finalspiel vor zwei Jahren, alle auch heute noch bei unserem GFC unter Vertrag stehen. Mike Eglseder eröffnete den Reigen damals. Oliver Daedlow, zwei Mal Soufian Benyamina und David Vogt besorgten die weiteren Treffer. Und auch die letzten beiden Torschützen der TSG tragen noch immer das Neustrelitzer Trikot. Im Finale 2022 traf Justus Guth zum bitteren Ausgleich in der 120. Minute und rettete sein Team in das letztlich erfolgreiche Elfmeterschießen. Der stand auch in dieser Saison in 17 Pflichtspielen wieder auf den Platz, traf wettbewerbsübergreifend drei Mal, zwei Mal davon im Landespokal. Vor ihm traf zuletzt Nils Röth für Neustrelitz gegen uns, das war im Oktober 2019. Der ist aktuell Kapitän seiner Mannschaft und seit mittlerweile acht Jahren bei der TSG – ein Jahr länger als unser dienstältester Spieler, Jannis Farr.