Und da ist der nächste Neuzugang! Von Germania Halberstadt wechselt der kanadische Stürmer Maksym Kowal zu uns an den Ryck. Der 31-Jährige bringt die Erfahrung aus zwei Jahren in der Regionalliga mit, war aber auch schon in diversen anderen Ligen aktiv. Angefangen hat er bereits in einem sehr jungen Alter. „Ich wurde in Toronto, Ontario, Kanada geboren, bin aber in Mississauga aufgewachsen. Mein Vater hat mich dann zum Fußball gebracht, da war ich noch sehr jung. Und ich hab dann einfach immer weitergemacht. Und jetzt sind wir hier, 30 Jahre später“, lacht Kowal. Maksym hat nicht nur die kanadische, sondern auch die ukrainische Staatsbürgerschaft. Entsprechend verbunden ist er auch mit beiden Nationen. „Ich habe im Jugendfußball für den USC Karpaty gespielt. Das ist ein lokaler, ukrainischer Club. Und danach bin ich dann zu den Erin Mills Eagles im Bereich der U14 herum gewechselt. Dort war das Umfeld dann erstmals sehr leistungsorientiert“, erzählt Maksym. Mit dieser Zeit verbindet er noch viele schöne Erinnerungen. Einen besonderen Moment würde er aber nicht herauspicken. „Ich hatte damals einfach Spaß. Es war die einfache Freude daran mit Freunden, mit denen ich aufgewachsen bin, Fußball zu spielen“, so der 31-Jährige.

imago images/Jan Huebner

Im Herrenbereich gab es für Maksym Kowal dann nur ein Ziel: Europa. „Ich wollte als Kind schon immer in England spielen. Das war mein absoluter Wunschtraum“, so Kowal. Und tatsächlich, nachdem er sein Studium in den USA abgeschlossen hatte, wechselte er im Jahr 2013 zu Barnstaple Town. In England nahm er die nächste Zeit noch weitere Stationen im eher unterklassigeren Fußball mit, ehe er den polnischen Zweitligisten Widzew Lodz auf sich aufmerksam machte. In Polen sollte er sich die nächsten Jahre auch weiterhin noch aufhalten, wurde aber oft verliehen. „Ich habe versucht in Europa den Durchbruch zu schaffen. Ich war 22 Jahre alt, ich kam aus Nordamerika, ich wusste ich würde viel arbeiten und auch eine Weile leiden müssen um richtig anzukommen und mich zu etablieren“, analysiert Kowal. So richtig klappte es jedoch nicht, dann aber öffnete sich eine neue, interessante Tür. „Ich bekam die Möglichkeit in der New Zealand Premiership zu spielen“, erzählt der 1,83 Meter große Stürmer und fügt an: „Ich war nie jemand, der irgendwelche Gelegenheiten ausgeschlagen hat. Ich sah in allem immer eine Chance für mich und die Umstände zeigten, es war der richtige Schritt. Die Erfahrung war unvergesslich, es ist ein wunderschönes Land, dort wird toller Fußball gespielt. Ich nehme tolle Erinnerungen daraus mit“, so Kowal.

Vom Erfolg angetrieben

In Neuseeland konnte er in zwei Saisons überzeugen und seinen Marktwert enorm steigern. Danach aber kehrte er als gereifter Spieler zurück in seine Heimat Kanada. „Ich glaube einfach, dass die Erfahrungen die man macht, die Erfolge und Misserfolge und eine gewisse Härte einen Spieler immer zu der besten Version seiner selbst werden lässt“, sagt Maksym. Dann aber begann die Corona-Pandemie. Ein Rückschlag, auch für den gerade erst aus einer Verletzung zurückgekehrten Maksym Kowal. Viele Möglichkeiten taten sich zu dieser Zeit nicht auf. Aber wieder öffnete sich eine Tür und der Mittelstürmer ging hindurch. Er wechselte erneut nach Europa, dieses Mal nach Deutschland. Es ging in die Regionalliga zu Germania Halberstadt. Dort war er dann zwei Jahre lang aktiv, ehe unser Greifswalder FC anklopfte. „Ich hörte von dem Interesse. Aber ich muss zugeben, ich kannte den Club jetzt noch nicht wirklich gut. Ich hatte ja mehr mit der Regionalliga zu tun“, sagt Kowal, erzählt aber weiter: „Ich hab dann zunächst auch nochmal mit meinem ehemaligen Trainer von Halberstadt gesprochen. Und auch der lobte Greifswald sehr. Als ich dann von diesem großartigen Projekt hörte, das hier entsteht, war ich sofort Feuer und Flamme.“ Aber das ist er immer. Maksym ist ein sehr disziplinierter, passionierter und vom Erfolg angetriebener Offensivspieler. Für ihn gibt es nur den Sieg. „Ich möchte beim Greifswalder FC einfach Tore schießen und vorbereiten. Mein ganzer Fokus gilt dem Erfolg und ich werde alles für das Team geben, dass wir jede Woche die drei Punkte einsammeln“, sagt Kowal. Maksym, wir sind genauso Feuer und Flamme und freuen uns riesig, dass du unseren Kader ab der kommenden Saison bereicherst. Willkommen in Greifswald!

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