Die vergangene Woche bei unserem Greifswalder FC war sehr ereignisreich. Über allem standen natürlich die Entscheidungen im personellen Bereich, aber auch die Verbandsentscheidung über die Wertung der Oberliga-Saison. Wichtig in so einer Phase sein Glück in den kleinen Dingen zu erkennen. 

Vielen Dank, Stefan Karow: Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern und nun ist es leider Gewissheit. Wie wir am Montag bekanntgegeben haben, musste Stefan Karow unseren Greifswalder FC aus beruflichen Gründen leider verlassen. Nichtsdestotrotz danken wir Stefan Karow an dieser Stelle nochmals für seine geleistete Arbeit und die neuen Strukturen, die er für die Zukunft mit auf den Weg brachte. Und in diese Zukunft wollen wir nun auch blicken. Unser Vorstand hat sich beraten und kam zu dem Schluss, dass es am meisten Sinn macht, die Aufgaben von Stefan Karow bis zum 30. Juni auf mehrere Schultern zu verteilen. Deshalb werden sich unsere Bereichsleiter zunächst nun darum kümmern. Die U19 fällt dabei in den Zuständigkeitsbereich von Roland Kroos, Alexander Heim betreut den Bereich der U17 bis U14 und Stefan Kroos hat die U10 bis U7 unter seinen Fittichen. Sie werden entsprechend die Gespräche mit den Trainern führen und auch mit einem potenziellen neuen Bereichsleiter. Denn für die U13-U11 fehlt noch ein Vereinssportlehrer. Eine entsprechende Stellenausschreibung ist hier zu finden. Alexander Heim übernimmt außerdem die Leitung des Elternbeirats.

Wie ein Sechser im Lotto: Die aktuelle Lage rund um die Corona-Pandemie fordert allen Menschen einiges ab. Es ist dabei nicht immer leicht sein Glück zu erkennen. Doch wenn man etwas Gutes tut, dann widerfahren einem in der Regel auch gute Dinge. So ging es wohl auch Christiane Günther, Spielerin unserer ersten Frauen-Mannschaft. Sie ist Ärztin und arbeitet im Impfzentrum Greifswald. Dort war es möglich sich freiwillig zu melden und beim Impfen zu helfen. Dabei gab es immer Teams von einem Arzt und einem Pfleger. Der Andrang war groß, viele Menschen wollten sich engagieren. Und wie der Zufall so wollte, bekam Christiane am letzten Mittwoch einen Vereinskameraden an die Seite gestellt. Niemand geringeres als Kay Behrens, der medizinische Betreuer unserer Oberliga-Mannschaft, war ihr Assistent. „Wir hatten bis dahin eigentlich kaum Kontakt und haben uns da erst so richtig kennengelernt. Es hat mit ihm sehr viel Spaß gemacht und war super lustig“, erzählt Christiane. Als Ärztin hat sie in besonderem Maße mit der Pandemie zu tun und daher ist es ihr auch wichtig, dass die Menschen sich impfen lassen. „Besonders, weil zum Beispiel die britische Mutation des Virus ein sehr hohes Ansteckungsrisiko hat. Dem müssen wir entgegenwirken. Es ist wichtig möglichst schnell eine Herdenimmunität erreichen, damit diese für uns alle schwierige Zeit bald endet“, so Christiane.

Aus und vorbei: Es war absehbar und doch war es enttäuschend. Der Nordostdeutsche Fußballverband(NOFV) hat auf seiner Tagung in der vergangenen Woche das Ende der Oberliga-Saison verkündet. Beschlossen wurde auch, dass es trotz der geringen Anzahl an Spielen Auf- und Absteiger geben wird. Wir gratulieren deshalb an dieser Stelle nochmal Tasmania Berlin zum Aufstieg in die Regionalliga, auch wenn wir gewünscht hätten, dass es zumindest ein Mal ein sportliches Kräftemessen gegeben hätte. „Auf der einen Seite finde ich es schade, dass die Saison gewertet wird. Nach nur neun Spielen hat eine Tabelle keine große Aussagekraft, daher hätte es nicht unbedingt Auf- und Absteiger geben müssen. Auf der anderen Seite verlässt mit Tasmania ein Aufstiegskonkurrent die Liga, womit unsere Chancen steigen. So oder so, es bringt nichts zu hadern, wir blicken nun in die Zukunft und greifen nächstes Jahr neu an“, sagt John Berger, der Kapitän unserer Oberliga-Mannschaft. Am Ende landet unser Greifswalder FC wegen der Quotientenregelung auf dem dritten Platz, nur 0,01 Punkte vor dem Torgelower FC Greif. In der neuen Saison begrüßen wir dann den FC Mecklenburg Schwerin in der Oberliga, mit dem wir nach unserem letzten Duell in der Verbandsliga 2016 noch eine Rechnung offen haben.

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