Was für eine Woche. Über allem schwebt ja aktuell mal wieder die Corona-Problematik. Was dürfen wir in den nächsten Wochen, was dürfen wir nicht? Die Situation bleibt schwierig. Wir blicken mal lieber auf die positiven Dinge. Dieses Mal berichten wir über die Hochzeit eines sehr verdienten GFC-Spielers, das Comeback eines Hoffnungsträgers und eine neue Kooperation im Frauenfußball.

Unter der Haube: Mut ist etwas Beneidenswertes. Eine Eigenschaft, die wir uns auf und neben dem Platz von unseren Mitgliedern wünschen. Jemand, der schon seit mehr als einem Jahrzehnt mutig vorangeht, ist André Gellentin. Er war schon zu Zeiten des GSV 04 absoluter Führungsspieler, immer Publikumsliebling und ist nun seit Jahren eines der Gesichter unserer zweiten Männermannschaft. Kürzlich vertrat er sogar Cheftrainer Mathias Raths an der Seitenlinie. Auch das, sehr mutig. Aber jetzt, jetzt hat sich „Gelle“ endlich so richtig getraut. Und zwar mit seiner Freundin. Am vergangenen Wochenende haben sie und André sich das Ja-Wort gegeben! Wir sagen: Allerherzlichste Glückwunsche! Wir alle wünschen euch Beiden nur das Beste auf eurem gemeinsamen Lebensweg und freuen uns, dass ihr diesen Schritt nun gegangen seid. Genießt die tolle Zeit, die auf euch zukommt!

„Bleon, endlich!“: Das war der Kommentar eines Fans auf unserer Facebook-Seite nach dem Pokalspiel beim FSV Kritzmow. Ja, er ist endlich wieder da, unser Flügelflitzer Bleon Salihu! Nach einer guten Vorbereitung stand Bleon beim großen DFB-Pokalspiel gegen den FC Augsburg direkt in der Startelf und beeindruckte viele Zuschauer mit seinen Tempodribblings und seiner Unberechenbarkeit. Dann aber der Rückschlag, in der ersten Halbzeit verletzte er sich und musste zur Pause ausgewechselt werden. „Ich wusste in dem Moment nicht was es war und wollte eigentlich weiterspielen. Gerade weil es gegen ein Bundesligateam ging. Aber der Teamarzt hat gesagt es ist etwas Ernstes und am Ende war es die richtige Entscheidung mich rauszunehmen“, erinnert sich Bleon. Drei Monate hat die Verletzung ihm gekostet, eine lange Leidenszeit, die auch für ihn nicht immer leicht war. „Es gab Tage die waren sehr schwer. Aber ich habe eine Familie die mich unheimlich unterstützt und auch Teamkameraden die mir durch die schwierige Zeit geholfen haben“, so Salihu weiter. Gegen Kritzmow gab er nun endlich sein Comeback. „Es war so ein surrealer Moment für mich. Die harte Arbeit, vor allem mit unserem Physio Timo Posanski, hat sich endlich bezahlt gemacht“, sagt der 19-Jährige. In den nächsten Spielen möchte er natürlich weitere Minuten auf dem Platz bekommen und dem Team mit Toren und Vorlagen weiterhelfen, sodass die Fans sich auch weiterhin freuen, ihn spielen zu sehen. Denn auch er liest die Kommentare: „Es ist einfach ein großartiges Gefühl, dass die Fans mich nach so kurzer Zeit schon so unterstützen. Das pusht mich noch weiter. Ich möchte ihnen dafür etwas zurückgeben und mit dem GFC die Ziele erreichen!“

Ein gegenseitiges Lernen: In letzter Zeit gab es sowohl bei unseren ersten als auch bei unseren zweiten Frauen einige Neuzugänge. Wer die Spiele verfolgt hatte, wird das bemerkt haben. Diese Spielerinnen werden wir beizeiten auch nochmal genauer vorstellen. Nachdem der Markt der Möglichkeiten in diesem Jahr im wahrsten Sinne ins Wasser fiel, ein Event, bei dem unsere Frauenteams immer viele neue Interessentinnen finden, ist das eine ungewöhnliche Entwicklung. Die lässt sich aber ganz leicht erklären. Es gibt eine neue Kooperation zwischen unseren Frauen und dem Hochschulsport unserer Universität. Dort wurde schon länger eine Trainingsmöglichkeit für fußballinteressierte Frauen gesucht. Dem hat sich unsere Frauentrainerin Madlen Burmeister angenommen. Jeden Montag um 17 Uhr auf dem Sportplatz in der Hans-Fallada-Straße trainiert sie jetzt die Gruppe, die aus Anfängerinnen und Spielerinnen die schon etwas Erfahrung haben besteht. „Das ist auch nochmal ein neuer Reiz. Sowas habe ich vorher ja auch noch nicht gemacht“, erzählt Madlen. Und da merkte sie dann auch schnell, dass sie vielleicht gewisse Dinge bereits voraussetzt oder an einen Jargon gewöhnt ist, den Neustarter nicht kennen. „Da sagt man dann auch mal: Jetzt macht ihr alle einen ABC-Lauf. Und die gucken mich dann an und wissen nicht, was sie tun sollen. Sowas fällt einem dann erst auf. Es ist ein gegenseitiges Lernen“, so Madlen weiter. Zu den Trainingseinheiten kommen immer um die 20 Mädels, das Wetter spielt dabei keine Rolle. Auch wenn es die Möglichkeit gäbe in eine Halle zu gehen, bisher blieben sie noch draußen auf dem Platz. Und es lohnt sich für alle Seiten. „Wenn eine Spielerin auffällt, dann sprechen wir sie natürlich auch an, ob sie sich nicht vorstellen kann für unseren Greifswalder FC zu spielen. Und ein paar haben ja auch schon mittrainiert. Ich habe da richtig Spaß dran und den Mädels scheint es auch zu gefallen“, freut sich Madlen Burmeister. Wir sind sehr glücklich über die Kooperation und freuen uns über jede Frau, die so den Weg zu unserem Lieblingssport findet!

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