Am Samstagabend gab es für einige unserer Jungs mal eine kleine Abwechslung zu erleben. Der Dartfighters Greifswald e.V., der erste eingetragene Steeldartverein unserer Hansestadt, lud zu einem kleinen Doppelturnier ein. Die Teilnehmer waren schnell gefunden und es entwickelte sich ein spaßiger Abend an dem viel gelacht wurde, bei dem aber auch sehr spannende Spiele zu beobachten waren. Und der eine oder andere Fußballer zeigte einiges Talent mit den Dartpfeilen.

Double makes the money

Das Turnier war in etwa so ausgelegt wie die Promi-Darts-WM die es auf ProSieben zu sehen gibt. Es gab zwei Gruppen mit je vier Teams. Ein Dartspieler wurde immer mit einem Promi, in diesem Fall mit einem unserer Kicker, in ein Team gelost. Mit dabei waren von unserer Seite Adam Marczuk, Tom Selchow, Julian Rüh, Matteo Hecker, Lovro Sindik, Joe-Joe Richardson und Michael Scavuzzo. Außerdem ersetzte unser Pressesprecher Philipp Weickert spontan einen krankheitsbedingten Ausfall. Auch auf Seiten der Dartfighters war ein bekanntes Gesicht zu sehen. Unser Finanzvorstand Steve Wege spielt seit etwas mehr als einem Jahr für den Verein und war letztlich der Partner von Philipp. Und Steve sollte auch direkt für das erste Highlight sorgen. Schon im ersten Match bewies er, dass er nicht nur mit Zahlen umgehen kann, sondern eben auch mit Darts. Er löschte 106 Punkte, erzielte damit ein sogenanntes High Finish und brachte sein Team in Führung. Am Ende sollten sie das Spiel gegen Matteo Hecker und den Dartfighter Justin Yalcinkaya jedoch nach 2:0-Führung noch verlieren. Den Gruppensieg dort schnappten sich Tom Selchow und Stan Kurpchereit, was auch daran lag, dass Tom immer wieder die wichtigen Doppel traf. „Triple is funny, double makes the money“ heißt es im Darts und Tom war somit an diesem Abend richtig wertvoll.

In der anderen Gruppe schien der Sieger schon vor dem ersten Wurf festzustehen, zumindest wenn man die Reaktionen bei der Auslosung betrachtet. Als Julian Rüh den Dartfighter Halil Kilic zugelost bekam hieß es bereits: „Julian wird also gewinnen.“ Vielleicht ein wenig vorschnell, aber die Gruppenphase gab der These auf jeden Fall recht. Lediglich ein sogenanntes Leg, also ein Mal 501 Punkte runter spielen, gab das Team Rüh/Kilic dort ab und sicherte sich souverän den ersten Platz der Gruppe. Knapp gefolgt von Adam Marczuk, der mit Marvin Fink zusammenspielte und von seinem Partner begeistert war. „Der Marvin, das ist eine Maschine, das ist Wahnsinn“, sagte er nach dem zweiten Gruppenspiel und bekam das Lächeln kaum von den Lippen. Er selbst machte aber ebenfalls eine durchaus gute Figur, dafür, dass er nicht so viel Dartserfahrung hatte. Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg unterlagen sie Julian und Halil jedoch klar mit 0:3. Es sollte aber nicht das letzte Aufeinandertreffen der Teams an diesem Abend sein. Für Aufsehen sorgte Joe-Joe Richardson noch vor seinem ersten Spiel. Der US-Amerikaner stellte sich ans Board, warf einfach mal und erzielte ganz locker 100 Punkte. „It’s easy“, sagte Joe-Joe, allerdings sollte er noch erkennen, dass die Schwierigkeit im Darts die Konstanz ist. Am Ende hatte er im Team mit Annika Jung oft das Nachsehen und beendete die Gruppe hinter Lovro Sindik und Paul Würfel letztlich auf dem vierten Platz.

 

Spannung pur im Finale 

Die Platzierungsspiele wurden dann nochmal über Kreuz ausgetragen. Dort zeigten Michael Scavuzzo und Steve Kurpchereit, die ihre Gruppe als Dritter abschlossen, dass sie durchaus gut zusammenspielen können, als sie sich am Ende den fünften Platz sicherten. Dafür schlugen sie Philipp und Steve mit 3:1 im entscheidenden Spiel. Hinter den beiden Teams platzierten sich Joe-Joe & Annika und das Team von Lovro und Paul. Interessant wurden dann die Halbfinals. Tom und Stan gingen gegen Adam und Marvin zunächst in Führung und schienen dieses Spiel im Griff zu haben. Dann aber checkte Adam zum 1:1 auf der Doppel-20 und wenig später warf Marvin Fink eine wichtige 180, die endgültig zur Wende führte. Sie drehten die Partie noch auf 3:1 und zogen ins Endspiel ein. Dort warteten Julian Rüh und Halil Kilic, die die späteren Drittplatzierten, Matteo und Justin, mit 3:0 vom Board fegten. Im Endspiel erwischten Julian und Halil dann den besseren Start, vergaben aber sehr viele Möglichkeiten auf die eben so wichtigen Doppel, die es braucht um ein Leg zu beenden. Letztlich brachten sie es aber doch noch durch und gingen wenig später mit 2:0 in Führung. Dann die erste Möglichkeit das Turnier zu gewinnen: Julian stand bei 130 Punkten Rest, traf die Triple-20, die einfache 20 und brauchte nun das Bullseye um das Turnier zu gewinnen. Ein Moment wie gemalt, doch Julian verfehlte es knapp, traf nur das Single Bull, also den grünen Ring um die Boardmitte. Und wie reagierte Gegner Marvin? Er checkte in diesem Moment eiskalt sogar 152 Punkte um auf 1:2 zu verkürzen und das höchste Finish des Abends zu erzielen. Ein atemberaubender Moment, der die Klasse dieses Dartfighters herausstellte. Die zeigte wenig später dann aber auch Halil Kilic, der seinen Teampartner immer wieder auch verbal pushte und unterstützte und mit einem guten nächsten Leg den Turniersieg auf der Doppel-20 dann doch eintütete.

Für unsere Kicker vom Greifswalder FC war es ein schöner Abend mit einer tollen Truppe der Dartfighters Greifswald. Es wurde viel gelacht, nette Gespräche geführt und angenehme Kontakte geknüpft. Und es wurden auch schon Pläne geschmiedet, wann wir die Dartfighters dann mal zu einem kleinen Fußballspiel bei uns einladen könnten. Wir werden sehen was die Zukunft bringen wird, aber wir bleiben definitiv in Kontakt. Hier nochmal die endgültigen Platzierungen des ersten DFG-GFC-Darts-Turnieres:

  1. Julian Rüh & Halil Kilic
  2. Adam Maczuk & Marvin Fink
  3. Matteo Hecker & Justin Yalcinkaya
  4. Tom Selchow & Stan Kurpchereit
  5. Michael Scavuzzo & Steve Kurpchereit
  6. Philipp Weickert & Steve Wege
  7. Joe-Joe Richardson & Annika Jung
  8. Lovro Sindik & Paul Würfel

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