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Es war fast schon ein Running Gag. In jeder Transferperiode wurde darüber gemunkelt. Die Rückkehr des „verlorenen Sohnes“, nun ist sie endlich perfekt. Hannes Mietzelfeld schließt sich mit sofortiger Wirkung wieder unserem Greifswalder FC an und kehrt damit nach seinem Abgang im Sommer 2019 zurück. Bereits damals kam er im Winter von Burdissa Bautzen nach Greifswald und wusste sofort auf der linken Seite zu überzeugen. Seine Flankenläufe und Dribblings machten Spaß und brachten viel Gefahr. Aus beruflichen Gründen kam dann jedoch der Umzug. Hannes ging zur Bundeswehr, wurde stationiert in Hagenow. „Ich wäre damals schon sehr gerne geblieben. Aber das Berufliche hatte damals einfach Priorität“, so der 27-Jährige. Künftig wird er nun aber nach Bad Sülze umstationiert. „Deshalb hat es mit der Rückkehr erst jetzt wieder geklappt. Aber ich freue mich schon, denn mit dem GFC verbinde ich viele coole Menschen und eine tolle Zeit. Deshalb hoffe ich, dass es wieder so wird“, so Mietzelfeld, dessen Kontakt zum GFC niemals abriss.

In den letzten Jahren spielte Hannes beim FSV Kühlungsborn. Ausgebildet wurde er aber bei sehr großen Clubs. Angefangen hatte alles gemeinsam mit seinem Bruder. „Wir sind damals nach Bad Doberan gegangen. Aber recht schnell ging es für mich dann zu Hansa Rostock“, erzählt der Linksfuß. Dort durchlief er dann die Jugendabteilungen bis zur U17, ehe er den Schritt nach Bentwisch ging. Nach einem halben Jahr folgte der große Schritt zu RasenBallsport Leipzig. „Bei Hansa hatte ich keine Perspektive mehr. Durch meinen Berater kam dann später der Kontakt nach Leipzig zustande und dann habe ich mich in einem Probetraining empfohlen“, schildert „Mietze“ den Hergang. Dort trainierte er dann erst in der U19 und spielte danach vier Jahre in der zweiten Mannschaft. Zunächst lebte er zwei Jahre im Internat und danach in einer eigenen Wohnung. „Die Zeit war wirklich super, nicht umsonst habe ich sechs Jahre dort verbracht. Ich konnte persönlich und fußballerisch sehr viel mitnehmen. Mit 16 von zu Hause wegzugehen war ein großer Schritt, aber dadurch habe ich viel gelernt“, sagt Hannes.

Wie Angelino mit Haaren

In der sächsischen Großstadt lernte Mietzelfeld natürlich auch die Grundtugenden des Leipziger Fußballs. „Der Fußball dort hat natürlich eine klare Handschrift. Sehr laufintensiv, viel Pressing, der erste Kontakt nach vorne. Ich habe da sehr viel mitgenommen“, erzählt Hannes. Im Jahr 2017 entschied er sich dann aber doch nochmal für einen Tapetenwechsel und wechselte zum FC Oberlausitz Neugersdorf und nur ein Jahr später nach Bautzen. Im darauffolgenden Winter dann der erste Wechsel zu unserem Greifswalder FC. „Der kam durch meinen Kontakt zu Herrn Kroos zustande. Ich wusste ja auch direkt, was er für einen Fußball spielen lassen möchte und da fiel mir die Entscheidung nicht schwer“, so Hannes. In dem halben Jahr entwickelte er sich sofort zu einer Verstärkung und beackerte die linke Seite wie ein Angelino mit Haaren. „Das war damals sehr schön. Die Mannschaft war super, genauso wie der Staff. Alles verlief einfach total harmonisch“, schwärmt Mietzelfeld. Nun möchte er endlich wieder spielen können und mit dem Team so viele Siege wie möglich feiern. Von der Mannschaft wurde er wieder sehr gut aufgenommen. „Einige Spieler kannte ich ja schon von damals, das hat die Eingewöhnung natürlich erleichtert. Das Niveau im Training ist extrem hoch, auch von den Spielern, die ich noch nicht kannte. Ich hoffe, dass ich dann in der Oberliga wieder mit meinen Flankenläufen punkten und viele Vorlagen liefern kann“, so Mietzelfeld abschließend. Hannes, wir freuen uns riesig, dass du wieder da bist und sind überzeugt davon, dass deine Flanken noch immer so präzise kommen wie damals. Willkommen zurück!

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