Für uns sollte es ein Festtag werden. Endlich Regionalliga, endlich in der vierthöchsten Spielklasse und all das endlich in Greifswald. Zum ersten Heimspiel empfingen wir dann auch noch einen echten Hochkaräter. Der Chemnitzer FC kam zu uns ins Volksstadion, ein Team, dem der Aufstieg zugetraut wird. Und am ersten Spieltag hatte das Team von Christian Tiffert diese Ambitionen auch durchaus untermauert. Mit 3:0 schlugen sie Tennis Borussia Berlin und standen damit direkt an der Tabellenspitze. Also, der Spitzenreiter zu Gast beim ersten Heimspiel, das konnte ja nur gut werden. Und das Interesse war natürlich entsprechend hoch. Über 2.200 Zuschauer kamen ins Volksstadion und wollten mit dabei sein, zwei Stunden vor Anpfiff kamen die ersten an die Ticketschalter. Großartig.

Das Spiel begann aus Sicht unseres GFC dann auch recht gut. Wir haben sofort den Weg nach vorne gesucht und wollten uns nicht hinten reinstellen. Die im Vergleich zum BAK-Spiel auf zwei Positionen veränderte Kroos-Elf strotze nur so vor Selbstbewusstsein. Vor allem der agile Maksym Kowal, der für Fatlind Memaj in die Mannschaft rückte. Aber natürlich auch Julian Rüh. Unser Leuchtturm gab sein Startelfdebüt in der Regionalliga, ersetzte Pascal Schmedemann neben Rudi Sanin in der Innenverteidigung. Und das machte er auch gewohnt gut, ließ in der ersten Halbzeit im Prinzip gar nichts zu. Genauso wenig passierte allerdings vor dem Tor unserer Gäste. Es sollte sich keine echte Torchance entwickeln, weil beide Teams sehr gut auf ihren Gegner vorbereitet waren. Mit 0:0 ging es daher folgerichtig in die Kabine.

Millimeter am Märchen vorbei

In der zweiten Hälfte machten unsere Jungs das dann weiterhin sehr gut. Beide Teams aber erarbeiteten sich nun auch Möglichkeiten. Auf unserer Seite war Matti Kamenz immer wieder großartig zur Stelle. Zwei Mal war es dann Maksym Kowal, der im Gegenzug zu einer CFC-Chance jeweils eine Möglichkeit hatte. Ein Mal ging sein Schuss knapp rechts am Pfosten vorbei, das andere Mal bekam er im Fallen keinen Druck hinter das Leder. Aber es sollte noch knapper werden. Eine Ecke von der linken Seite sollte zur besten Gelegenheit der Partie führen. Dort stieg Julian Rüh am höchsten, donnerte den Ball in Richtung Tor, verfehlte es aber minimal. Ganz knapp flog der Ball links am Pfosten vorbei und damit auch am absoluten Märchen. Was wäre das gewesen, wenn ausgerechnet unser Ur-Greifswalder unser erstes Tor erzielt hätte? Aber es ging direkt weiter. Der eingewechselte Lukas Knechtel kam nur eine Minute später zur nächsten Großchance, als er wie einst im DFB-Pokal von links auf das Tor zulief, jedoch dieses Mal am Gästekeeper Jakubov scheiterte. Die letzte Gelegenheit hatten dann jedoch die Chemnitzer. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kamen sie nach einem Eckball zu einer guten Kopfballchance, aber unsere Nummer eins, Matti Kamenz, fischte den Ball raus und unterstrich seine heute starke Leistung. Und so blieb es folgerichtig beim 0:0, womit unser erster Regionalligapunkt auf dem Konto stand. Verdient und sicherlich ein tolles Signal, wir können mithalten! Am kommenden Wochenende geht es für unsere Jungs dann zum Auswärtsspiel nach Jena. Dort wollen sie natürlich an die Leistung anknüpfen und hoffentlich auch ihr erstes Tor erzielen!


Aufstellung: Kamenz – Bilbija, Sanin, Rüh, Bandowski – Eidtner(60. Farr), Rosenberg, Jensen, Weilandt – Kowal(75. Knechtel), Kargbo(83. Kocer)


Tore:

Fehlanzeige

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