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Die Ferien stehen kurz vor der Tür, die Entscheidungen in den meisten Ligen sind längst gefallen. Am vergangenen Wochenende hatten nun auch unsere zweiten Frauen endlich ihren letzten Spieltag. Bei hohen, schon unangenehmen Temperaturen fuhr das Team zum Pelsiner SV und wollte die Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen. Und genau das sollte letztlich auch gelingen. „Die Leistung der Mannschaft gegen Pelsin hat absolut gestimmt. Alle haben sich nochmal reingehauen, das freut mich als Trainerin natürlich. Besonders gefreut habe ich mich, dass wir für das letzte Spiel noch ein paar Spielerinnen der Verbandsligamannschaft gewinnen konnten, da viele von uns schon im Urlaub oder krankheitsbedingt verhindert waren“, sagt Trainerin Anne Räther. Die durfte in Pelsin endlich mal wieder im Feld spielen. Normalerweise muss sie das Tor hüten. „Das hat mich persönlich sehr gefreut. Leider hat die Zweite schon eine Weile keinen ‚richtigen‘ Torhüter. Ich hoffe ja immer, dass sich das noch ändert“, lacht Räther.

Viel zu tun bekam ihr Ersatz Elina Schieback im Kasten unserer Frauen allerdings ohnehin nicht. Unsere Mädels gaben den Ton an. Dennoch hat es eine Weile gedauert, bis die Handbremse endgültig gelöst wurde. „Die Gegebenheiten waren ein bisschen schwierig. Es war echter Rasen, daran muss man sich gewöhnen. Dazu war es unfassbar heiß, dadurch war es die ganze Zeit echt ein Kampf. Das erste Tor von Pia Wiechmann, nach Vorlage von mir übrigens, hat den Knoten so ein wenig gelöst“, so Paula Bartl augenzwinkernd. Danach ging es gut weiter. Zunächst konnten wir auf 2:0 erhöhen, offiziell durch ein Eigentor. „Für mich war es keines. Das war nach einer der starken Ecken von Pia an dem Tag. Ann-Sophie Bieganowski hat den Ball dann reingelenkt“, analysiert Angreiferin Celina Würner. Und auch danach war noch nicht Pause. Erneut kam eine Ecke von Pia gefährlich vor das Pelsiner Tor. Die kleine Paula Bartl köpfte ein. Oder… so ähnlich. „Ich bin einfach reingerannt, technisch war das nicht gerade eine Glanzleistung. Eventuell bin ich noch mit einer Gegenspielerin zusammengestoßen, hab ich nicht mitbekommen, aber die anderen erzählten mir das. Aber entscheidend ist, dass ich auch den Ball getroffen habe. Als ich wieder hochschaute, lag er im Tor. Natürlich hab ich mich sehr gefreut“, versucht Bartl zu erklären.

Ein verspätetes Geburtstagsgeschenk

Eine 3:0-Pausenführung, ungewöhnlich für unsere Mädels, die sonst oftmals an der Chancenverwertung scheiterten. Nicht aber dieses Mal. Direkt nach der Pause sollte es nämlich weitergehen mit den Toren. Trainerin Anne Räther, die in der vergangenen Woche Geburtstag feierte, kam zur Pause rein und sollte ihr persönliches Highlight erleben: ihren ersten Ligatreffer. „Es war wie ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Es war fast so ein Bilderbuch-Tor, das sich alle Trainer gern von ihren Stürmern wünschen. Ein kurzer Doppelpass und dann flach in Richtung langer Pfosten. Wenn man es lang genug im Training erklärt, dann bleibt wohl auch beim Trainer mal was hängen“, lacht Anne Räther. Und auch dann war noch nicht Schluss mit den Treffern. Wenig später sollte sich auch Celina Würner noch auf die Torjägerliste eintragen, die fünfte unterschiedliche Schützin an diesem Tag. „Der Ball kam von rechts außen flach und scharf genau vor das Tor. Er ist irgendwie an allen anderen vorbeigerauscht und ich stand etwas links neben dem Tor und musste nur noch meinen linken Fuß hinhalten und dann war der Ball auch schon im Tor“, beschreibt Würner ihren Treffer zum 5:0-Endstand.

Für Celina ist es immer wieder schön in der zweiten Mannschaft auszuhelfen. „Kleinfeld ist einfach mal was ganz anderes, macht aber auf seine Art genauso viel Spaß. Die Mannschaft ist unglaublich nett und freut sich immer, wenn man dabei ist, so dass man sich gleich gut aufgehoben fühlt, auch wenn es nicht ganz die eigene Mannschaft ist“, so Würner. Und auch Paula Bartl hatte sehr viel Spaß. Nachdem die Verbandsligasaison bereits Mitte Mai zu Ende war, freute sie sich in den letzten beiden Spielen der Zweiten aushelfen zu dürfen. „Wenn man Fußball spielt, dann entsteht ein Rhythmus. Man hat zwei Mal die Woche Training, am Wochenende Spiel. Wenn dann plötzlich keine Spiele mehr sind, dann weiß man nichts mit sich anzufangen. Ich bin froh, dass ich so ein bisschen länger spielen konnte, weil ich ja auch erst etwas später dazugekommen bin“, so Bartl. Am Ende landen unsere zweiten Frauen auf dem vierten Tabellenplatz in der Kreisoberliga. Für Trainerin Anne Räther unter dem Strich aber eine zufriedenstellende Saison. „Ich bin froh, dass wir nach zwei Jahren endlich eine Saison zu Ende spielen konnten. Sicher wäre mehr drin gewesen, wenn wir bei unseren ganzen Chancen den Ball auch mal im Tor unterbringen würden. Aber vor allem freut es mich, dass die Mädels als Mannschaft weiter gereift sind, dass das Zusammenspiel sich weiterentwickelt hat, dass sie selber zufrieden mit ihrer Leistung sind oder eben auch sofort reflektieren, wenn etwas nicht gepasst hat. Wir sind weiter auf einem guten Weg und könnten eigentlich direkt in die nächste Saison starten“, bilanziert Anne. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die nächste Spielzeit, gehen jetzt aber auch erst mal zufrieden in die Sommerpause!


Aufstellung: Schieback – Swiatek, Bartl, Grimm, Timm, Bieganowski, Wiechmann

Bank: Würner, Breu, Räther(Anm.: Es wurde frei gewechselt)


Tore:

0:1 Wiechmann (22.)

0:2 Bieganowski (33.)

0:3 Bartl (40.)

0:4 Räther (42.)

0:5 Würner (44.)

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